American Staffordshire Terrier: Ein Hund der unbedingt gefallen will!

FCI Kassifikation: 286, Gruppe 3, Sektion 3

Widerrist: Rüden 46 bis 48 cm, Hündinnen 43 bis 46 cm

Farbe: Alle Farben

Fell: Kurz und glatt

Gewicht: 18 bis 30 kg

Lebenserwartung: 15 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 2

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse: 2

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , ,

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung:

Zuchtverbaende:

Der American Staffordshire Terrier ist einfach ein toller Hund!

Der American Staffordshire will unbedingt seinem Menschen gefallen und tut einfach alles für ihn. Leider macht es genau das aber so einfach, die Hunde in falsche Bahnen zu lenken. Und sein großer Mut ist einfach sprichtwörtlich. Dabei waren ihre Lebensumstände zu Beginn der Entstehung dieser Rasse alles andere als glücklich: Ihre Besitzer waren Schwerstarbeiter, Menschen in Fabriken oder auf den Feldern. Trotz größter Schmerzen, die die Hunde bei ihnen ertragen mussten, wandten sie sich niemals gegen den Menschen. Noch heute ist die Zuneigung und Bindung des American Staffordshire Terriers zu seiner Familie unglaublich groß.

Wie ist diese unglaubliche Hunderasse entstanden?

Wie der Namensvetter, der Staffordshire Bullterrier entstand der American Staffordshire Terrier, der auch häufig kurz „Am-Staff“ genannt wird, aus Kreuzungen von altenglischen Bulldoggen und verschiedenen Terriern. Zu früheren Zeiten wurde er häufig für Hundekämpfe eingesetzt. Im Jahr 1835 wurden diese Kämpfe in England verboten und die Hunde traten etwas in den Hintergrund. 1865 kamen die ersten Tiere nach Amerika, wo die weitere Entwicklung der Rasse begann. 1936 wurde die Rasse dort anerkannt und erhielt 1974 ihren heutigen Namen. Im Gegensatz zu den Staffordshire Bullterriern wurden die American Stafford auf mehr Schulterhöhe und Gewicht sowie viel Masse selektiert. Die Neigung der Hunde, mit anderen Hunden zu raufen, wurde im Laufe der Zucht wieder herausgezüchtet. Geblieben sind das Selbstbewusstsein, der Mut und die Menschenbezogenheit dieser Hunde.

Wie ist der Charakter des „Am-Staff“?

Diese Hunde haben zwar eine relativ hohe Reizschwelle, sind aber bei einer Auseinandersetzung unerbittlich. Eine Schutzhundeausbildung sollte bei dieser Rasse unbedingt unterbleiben, eine Begleithundeausbildung ist dagegen sehr empfehlenswert. Auch für verschiedene Hundesportarten eignet sich diese Rasse. Der American Staffordshire Terrier sollte frühzeitig sozialisiert und konsequent mit der nötigen Liebe erzogen werden. Gelegentlich ist er recht stur, was man durch die eigene Geduld ausgleichen muss. Er ist als Familien- und Begleithund genauso geeignet wie viele andere Rassen auch und es wäre wünschenswert und auch an der Zeit, sein Negativ-Image aufzuheben.

Wie sieht der American Staffordshire Terrier aus?

Der American Staffordshire Terrier ist für seine Größe ausgesprochen muskulös mit einem kurzen Rücken und einer tiefen Brust, wirkt er aber gleichzeitig auch sehr beweglich und wendig. Er hat einen breiten, keilförmigen Kopf und ein starkes Gebiss, was tatsächlich auf viele Menschen recht bedrohlich wirkt. Typisch sind auch die halbaufgerichteten Ohren. Laut Rassestandard ist jede Farbe und Mischung erlaubt, jedoch sollte die Farbe Weiß nicht mehr als 80 Prozent des Körpers bedecken. Natürlich möchte jeder Fan dieser tollen Hunde mehr über diese Rasse wissen. Hier kann man sich außer bei einem kompetenten Züchter in leicht verständlicher Fachliteratur über die rassetypischen Eigenschaften informieren. Wie kann ich Krankheiten vorbeuten? Wie kann ich erkennen, ob es meinem Hund gut geht? Auf diese und mehr Fragen weiß ein guter Ratgeber eine Antwort.

Nur gelegentlich Herzschwäche und Hüftgelenksdysplasie!!!!???!!!

Wie sieht der Rassestandard des American Staffordshire Terriers aus?

Der American Staffordshire Terrier soll den Eindruck von großer Stärke vermitteln und ein solide gebauter Hund sein, der muskulös, aber beweglich und gefällig wirkt. Er hat ein großes Interesse an allem, was in seiner Nähe vor sich geht. Er sollte untersetzt und gedrungen sein, nicht langbeinig oder leicht gebaut. Der Kopf ist mittellang und breit mit ausgeprägtem Stopp. Der Fang ist mittellang mit anliegenden, nicht losen Lefzen. Die Kiefer sind gut abgezeichnet mit kräftigem Unterkiefer mit Beißkraft. Der Kopf hat eine ausgeprägte Wangenmuskulatur. Die Augen sind dunkel und rund und liegen tief im Kopf eingebettet. Die Ohren sind hoch angesetzt und können kupiert oder unkupiert sein. Unkupierte Ohren sind zu bevorzugen und Hängeohren sind nicht erlaubt. Der Hals ist von mittlerer Länge, schwer und leicht gebogen, ohne lose Haut. Die Rute ist im Verhältnis zum Körper kurz und tief angesetzt. Er läuft zu einer feinen Spitze aus und ist nicht geringelt oder über den Rücken getragen. Die Rute wird nicht kupiert. Der Gang des Hundes ist federnd und darf keine Veranlagung zum Passgang aufweisen. Die Haar sind kurz, dicht und glänzend und sollen sich steif anfühlen. Jede Farbe ist zulässig:

  • Einfarbig,
  • mehrfarbig,
  • gefleckt,
  • schwarz mit Brand und Leberfarben sind nicht erwünscht.

Unser Tipp für den Staffordshire: Das Powergeschirr

Ein Hund, der wie der American Staffordshire Terrier Kraft und Ausdauer ausstrahlt, ist sicherlich mit einem robusten Hundegeschirr bestens ausgerüstet. Ursprünglich für den Einsatz von Dienst- und Rettungshunden entwickelt, sind sie robust und zweckmäßig.

Welche Menschen werden mit dem American Stafford glücklich?

Der Stafford wird heute hauptsächlich als Familienhund und Wachhund gehalten und gilt als ausgesprochen intelligent, verspielt und sehr anhänglich. Seinen Besitzern gegenüber zeigt er eine bedingungslose Treue und große Sanftmut gegenüber Kindern. Charakteristisch für diesen Hund ist seine Tapferkeit in Gefahrensituationen. Aufgrund seiner natürlichen Neigungen ist eine Ausbildung zum Schutzhund nicht notwendig und auch gar nicht empfehlenswert. Der Am-Staff ist ein echtes Arbeitstier, das unentwegt beschäftigt und bewegt werden will. Dabei ist es ganz wichtig, diesem Hund frühzeitig den Kontakt und das Spiel mit anderen Hunden zu ermöglichen, damit er gut sozialisiert wird. Als Rettungshund zeigt er ebenfalls ein großes Talent.

Ein sanftes Ruhekissen…

… ist nicht nur das gute Gewissen des Stafford. Der massive und gut bemuskelte Hund ist für eine weiche, gut gepolsterte Liegefläche ausgesprochen dankbar. Das kann ein orthopädisches Hundebett sein, aber auch ein formschönes Design-Sofa, das jedes Wohnzimmer mit seinem Aussehen aufwertet. Wichtig ist, dass der Hund bequem ruhen kann.

Was muss bei der Ausbildung des Stafford berücksichtigt werden?

Der American Staffordshire Terrier besitzt eine ganz unglaubliche Kraft und muss frühzeitig lernen, diese unter Kontrolle zu halten. Deshalb braucht er eine starke Hand, denn da der Hund ausgesprochen intelligent ist, weiß er die Schwächen seines Menschen auszunutzen und testet auch immer wieder seine Rangordnung aus. Für den Staffordshire- Welpen sind Sozialisierungsstunden immens wichtig und der Besuch einer Hundeschule ist bei dieser Rasse auch für den Hundekenner ein Muss. Eine weitere „Spezialität“ des Stafford ist seine Suche nach dem Blickkontakt mit „seinen“ Menschen. Sein Repertoire an Gesten und Mimik ist manchmal amüsant und durchaus lustig, aber es ist für diesen hochintelligenten Hund vor allem eines: Sein Schlüssel zu dem, was er gerne erreichen möchte. In solchen Momenten gilt es, dem Hund mit liebevoller Konsequenz standzuhalten.

Am Rande bemerkt: Listenhund Staffordshire

Der American Staffordshire Terrier gehört in fast allen Bundesländern Deutschlands zu den Listenhunden, die umgangssprachlich auch als „Kampfhunde“ bezeichnet werden. Zucht und Import der Rasse sind verboten, was unter den Experten jedoch umstritten ist, denn ein übersteigertes Angriffs- und Kampfverhalten konnte diesen tollen Hunden bisher nicht nachgewiesen werden. Im Schweizer Kanton Wallis zum Beispiel ist die Neuanschaffung der Rasse seit 2006 gänzlich verboten. Hier wird dem Kaufinteressenten ein kompetenter Staffordshire-Züchter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Solche kompetenten und verantwortungsbewussten Züchter für den American Staffordshire Terrier finden Sie in unserer umfangreichen Züchter-Datenbank.

Wie steht es um den Bewegungsdrang des American Staffordshire?

Der Am-Staff ist ein sehr lebhafter und dynamischer Hund, dessen Bedürfnis nach Bewegung regelmäßig Rechnung getragen werden muss. Er eignet sich überhaupt nicht für bequeme und unsportliche Menschen und will körperlich und mental gefordert werden. Ist er unterfordert, kann es durchaus sein, dass er seinem Drang nach Bewegung in der Wohnung Luft macht und seine Runden ganz rasant in der Wohnung dreht. Alles, was sich dabei an Einrichtungsgegenständen in den Weg stellt, wird rücksichtslos niedergemäht. Hört sich amüsant an, ist es aber nicht, denn der Hund schafft durchaus etliche Wiederholungen. Am Ende seiner Runden lässt er sich dann mit durchaus sichtbarem breiten Grinsen fallen – selbstgefällig und zufrieden. Es ist also unbedingt notwendig, ein solches Kraftpaket sinnvoll zu beschäftigen. Alle Arten von Hundesport sind ihm willkommen und auch geeignet: Flyball, Obedience, Agility und auch die Ausbildug zum Begleit- und Katastrophenhund. Welpenspielstunden sind ebenfalls ein absolutes Muss.

Unser Tipp: Wie wäre es mit einem „Pool“ für den Stafford? Auf dem rutschfesten und sicheren Untergrund wird er sicherlich mit Begeisterung nicht nur Abkühlung an heißen Tagen, sondern auch noch willkommene Bewegung genießen!

Der Terrier im Stafford…

Fest verankert ist beim Stafford auch das Graben im Garten. Immerhin kommt das Wort „Terrier“ in seinem Namen nicht von ungefähr. Es kommt von „Terra“ (Erde) und deutet hin auf den „in der Erde arbeitenden Hund“. Als wenn das nicht schon genug wäre, ist auch die Sprungkraft des Am-Staff gewaltig. Und das gilt ganz besonders dann, wenn er einen Gartenzaun überqueren möchte. Eine sinnvolle und ausbruchsichere Umzäunungshöhe liegt bei wenigstens 1,60 m und ist im Boden gut verankert oder einbetoniert. Der Stafford ist ein Kraftpaket, der vor einem Gartenzaun eher keinen Respekt zeigt.

Sind Rassekrankheiten beim Stafford bekannt?

Der American Staffordshire Terrier ist ein rundum gesunder und robuster Hund. Leider erkranken einige dieser Hunde an der Zerebellaren Ataxie, einer neurologischen Funktionsstörung des Kleinhirns. Diese geht einher mit Augenzuckungen, Versteifung der Gliedmaßen und einer zunehmenden „Tollpatschigkeit“ bis hin zum Verlust der Balance. Diese Krankheit ist leider nicht heilbar und betroffene Tiere müssen eingeschläfert werden, wenn die Lebensqualität zu sehr zu leiden beginnt. Ein DNA-Test gibt bereits dem kompetenten und engagierten Züchter Aufschluss über ein eventuell vorhandenes Risiko. Auch Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt bei dieser Rasse häufiger vor. Ein gutes orthopädisches Hundesofa ist hier sicherlich für den ruhenden Hund im Fall der Fälle eine Erleichterung.

Unser Fazit zum American Staffordshire Terrier sieht kurz gefasst so aus

Der American Staffordshire Terrier hat leider eine umrühmliche Vergangenheit als Kampfhund. Trotzdem aber hat der Hund sich seine Menschenfreundlichkeit bewahrt und er ist Menschen gegenüber sensibel und empfindsam. Diese Eigenschaften lassen ihn zu einem verlässlichen und liebevollen Begleiter im Alltag werden. Als Wachhund ist er nicht unbedingt geeignet, allerdings sollte schon der Anblick dieser Hunde ausreichen, um potentielle Einbrecher zum Aufgeben zu bewegen. Der American Stafford braucht eine Erziehung, die konsequent, aber liebevoll und frei von jeder Härte ist. Gut sozialisiert sind diese Hunde aber sehr verträglich und auch gut in einem Haushalt mit mehreren Hunden zu halten. Von einer Ausbildung als Schutzhund ist unbedingt abzuraten, stattdessen sollte man dem lebhaften und arbeitswilligen Hund adäquate Beschäftigung bieten.

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