Bearded Collie

FCI Kassifikation: 271

Widerrist: Rüden 53 bis 56 cm, Hündinnen 51 bis 53 cm

Farbe: Schiefergrau, Rehbraun, rötlich Falbfarben, Schwarz, Blau, alle Grautöne, Braun und Sandfarben, mit oder ohne Abzeichen

Fell: lang, harsch, mit Unterwolle

Gewicht: Rüde 18 bis 27 kg, Hündinnen 18 bis 20 kg

Lebenserwartung: 14 bis 15 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 5

Größenklasse: 2

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , , , ,

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung: ,

Zuchtverbaende:

Was macht den Bearded Collie so liebenswert?

Der Bearded Collie – oder auch „Beardie“ – ist ein liebenswerter Familienhund, der einfach ein herrlicher Anblick ist, wie er so über die Wiese saust! Das wehende Haar und die sanften Augen machen diesen freundlichen Hütehund so unverwechselbar.

Woher kommt der charmante Beardie?

Über die Genaue Herkunft und Entstehung des Bearded Collie weiß man relativ wenig. Sein Aussehen und sein Charakter legen den Schluss nahe, dass seine Vorfahren zottelige Hirtenhunde aus Osteuropa und Asien gewesen sind. Wie sie von dort in ihre Heimat Großbritannien gelangt sind, ist ebenfalls nicht genau bekannt, man vermutet aber, dass sie zusammen mit gekauften Rindern und Schafen auf die britische Insel kamen. Im Jahr 1514 wurden drei Polnische Niederungshütehunde nach Schottland gebracht, von denen man bisher annahm, dass sie zu den Vorfahren der Beardies gehört haben. Heute wird das eher infrage gestellt. Zumindest sollen bereits im 15. Jahrhundert Hütehunde, die schon zu diesem Zeitpunkt „Bearded Collies“ genannt wurden, in Schottland für das Hüten der Schafe eingesetzt worden sein. Um 1900 war der Beardie schon recht populär und man begann diese auffälligen und schönen Hunde als Showhunde zu verwenden. Im Jahr 1912 wurde der erste offizielle Standard aufgestellt. Bis in die 1950er Jahre waren aber kaum noch Beardies registriert. Erst danach wurde mit einer gezielten Zucht diese Rasse wieder planmäßig ins Leben gerufen.

Unser Buchtipp zum Beardie

Fast wäre diese schöne Hunderasse in Vergessenheit geraten. Durch einen glücklichen Zufall konnte diese Rasse wieder belebt werden. Dieses Buch erzählt, wie es dazu kam und liefert wertvolle Informationen zum Bearded Collie:

Wie wünscht man sich den idealen Beardie?

Der Bearded Collie ist ein aktiver Hund, der unter seine Haarfülle auch noch schlank ist. Auch wenn der Körperbau recht kräftig sein sollte, darf der Beardie nicht zu schwer wirken. Typisch ist auch der aufgeweckte und forschende Ausdruck im Hundegesicht. Er ist ein zuverlässiger, intelligenter Arbeitshund ohne Zeichen von Aggression oder Nervosität. Das Haarkleid ist doppelt mit weicher, pelziger und dichter Unterwolle. Das Deckhaar glatt, hart, kräftig und zottig, und niemals wollig noch lockig. Eine leichte Wellung der Haare ist aber erlaubt. Länge und Dichte dürfen nicht so viel sein, dass die natürliche Körpersilhouette verwischt wird. Das Fell darf niemals getrimmt werden. Der Nasenrücken ist nur spärlich mit Haar bedeckt, wobei dieses an den Seiten etwas länger ist und gerade ausreicht, um die Lefzen zu bedecken. An den Wangen, den Unterlippen und unter dem Kinn nimmt das Fell an Länge zu und bildet den typischen Bart. Die Fellfarben des Bearded Collie sind

  • Schiefergrau,
  • rötlich Falbfarben,
  • Schwarz,
  • Blau,
  • alle Schattierungen von Grau,
  • Braun,
  • Sandfarben,
  • mit oder ohne weissen Abzeichen.

Wach- und Schutzhund oder Hütehund: Das ist beim Beardie die Frage

Der Beardie beherrscht das Treiben sowie das Schützen. Wenn man nach der Ohrform urteilt, ist er ein Wach- und Schutzhund, auch als „molossoid“ bezeichnet. Urteilt man aber nach der Körperform, so ist er eher ein Hütehund – schnell und ausdauernd. Versehen mit seinem mäßigen Schutztrieb ohne wirkliche Schärfe ist er auch in gewisser Weise ein Hirtenhund.

Wie kann der Charakter des Bearded Collie beschrieben werden?

Der Bearded Collie hat ein sanftes und freundliches Wesen, aber auch eine gewisse Selbstständigkeit und Durchsetzungskraft. Er ist zum beliebten Familienhund geworden, der aber auf Grund seiner Abstammung auch regelmäßig gefordert werden sollte, damit er zum ausgeglichenen Familienhund wird. Idealerweise lebt er in einem Haus mit Garten, damit er zwischen den regelmäßigen Spaziergängen seinem Bewegungsdrang nachgeben kann. Am liebsten tut er das natürlich mit einem Artgenossen. Bei der Erziehung ist zu berücksichtigen, dass der Beardie sehr sensibel ist. Mit Zwang erreicht man bei diesen Hunden gar nichts. Für den Hundesport ist er bestens geeignet, für den Schutzdienst aber auf gar keinen Fall. Wegen seines Erbgutes als Hütehund besitzt er kaum Jagdtrieb, dafür aber einen gewissen Hetztrieb. Dieser lässt ihn auf den Spaziergängen schon einmal seine guten Manieren vergessen. Viele Beardies reagieren empfindlich auf Lärm und fürchten sich auch vor Gewitter. Das muss bei ihrer Haltung unbedingt berücksichtigt werden. Der Beardie ist ein Hund, der seinen Herrn ganz genau beobachtet und einschätzt. Er ist ein sehr sensibler Hund, lebhaft und selbstsicher, muss aber konsequent und mit viel Einfühlungsvermögen erzogen werden. Der zuverlässige Arbeitshund zeigt niemals irgendwelche Anzeichen von Aggressivität und Nervosität.

Der Beardie ist eine „haarige“ Angelegenheit!

Das „Bearded“ im Namen übersetzt man aus dem Englischen mit „bärtig“, was auf das heute noch typische Haarkleid hinweist, das ihm wie ein Bart über die Lefzen und das Kinn wächst. Der Beardie ist kein Hund für Reinlichkeitsfanatiker. Mit seinem Zottelfell trägt er viel Schmutz ins Haus und um eine Verfilzung zu verhindern, ist eine regelmäßige Fellpflege besonders wichtig. Ab und zu ist auch ein sanftes Bad fällig. Allerdings hält sich in dem harten Fell der normale Schmutz gar nicht lange und fällt ganz einfach aus dem Fell, wenn der Hund trocken ist. Leider landet dieser Schmutz dann in der Wohnung … In der Vergangenheit wurden leider viele Beardies auf Grund der hohen Nachfrage viele Hunde mit überlangem Fell gezüchtet. Hier ist der Hundetyp mit dem ursprünglich harschen und nicht zu langem Fell in jedem Fall wieder anzustreben. Eine weitere Besonderheit ist die Veränderung der Fellfarbe im Laufe seines Lebens. Diese ist erblich bedingt. Je nach Alter des Hundes kann die Farbzeichnung recht unterschiedlich ausfallen. Die Fellpflege des Beardie braucht natürlich mit ein bis drei Stunden pro Woche ein wenig Zeit: Am besten einmal wöchentlich mit einer dafür geeigneten Bürste oder einem Metallstriegel.

Welche Krankheiten sind typisch für den Beardie?

Der Bearded Collie ist nicht besonders anfällig für Krankheiten, lediglich Schilddrüsenunterfunktion und Allergien, die zu Haut- und Magenproblemen führen können, sind häufiger zu finden als übliche Hundekrankheiten. Auch die bei einigen Hunden dieser Größe häufig vorkommende Hüftdysplasie ist nur sehr selten zu finden. Trotzdem ist dieser wunderschöne Hund aber natürlich dankbar für ein ergonomisch gestaltetes gemütliches Hundebett.

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Welche Menschen werden mit dem Beardie glücklich?

Der Beardie ist bei sportlichen Menschen, die ihre Freizeit am liebsten aktiv und draußen verbringen, bestens aufgehoben. Er ist kein Hund für Menschen, die ihre Abende vor dem Fernseher oder auf beschaulichen Gassirunden verbringen wollen. Ein Beardie will gefordert werden. Mit seinem unempfindlichen Langhaar ist der Bearded Collie ein Hund für jedes Wetter, der im Sommer wie im Winter drei bis vier Stunden sportlich beschäftigt werden will. Für Menschen mit Spaß an Sport und Spiel wird er ein wunderbarer Freizeitkamerad sein.

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Der Beardie ist ganz klar der ideale Hund für sportliche Menschen. Der agile Hütehund verführt einfach zum Sport mit Hund. Ein passender Ratgeber bietet Ideen für Spiel und Spaß in freier Natur. Mit diesem Buch werden Ihnen die Ideen garantiert nie ausgehen:

Was muss bei der Erziehung des Beardie berücksichtigt werden?

Ein Beardie muss die Möglichkeit bekommen, Aufgaben und Übungen zu bewältigen. Gibt man ihm ein Kunststück auf, wird er seinen Menschen dafür lieben. Ein Beardie braucht eben das Gefühl, einen Beitrag für sein „Menschenrudel“ zu leisten. Niemals darf man einen Beardie anbrüllen oder grob anfassen. Mit einem Choleriker kommt dieser Hund nicht klar und braucht einen Menschen, der ebenso liebevoll ist wie er selbst. Ganz wichtig: Der Bearded Collie mag keinen Stress und kann darauf mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren.

Gibt es Besonderheiten bei der Ernährung des Beardie?

In der Fütterung ist der Bearded Collie meist völlig unproblematisch. Er verträgt gutes Nassfutter ebenso wie Trockenfutter. Verträgt er etwas nicht, kann er mit Haut- oder Fellproblemen reagieren. Die meisten Beardies sind obendrein noch so instinktsicher, dass sie selbst wissen, was und wie viel sie an Futter brauchen. Bei Welpen ist unbedingt darauf zu achten, dass sie nicht zu schnell wachsen. Also kein hoch vitaminisiertes Premiumfutter geben, denn das kann zu Knochenproblemen führen. Und wichtig ist auch: Kein Calcium zufüttern.

Wie fällt nun unser Fazit zum schönen Bearded Collie aus?

Der Bearded Collie ist ein sehr intelligenter Hütehund. Agil und arbeitswillig möchte er immer in der Nähe seiner Familie sein. Er ist sehr menschenbezogen und würde es nicht verstehen, wenn er ohne seine Menschen zurückbleiben müsste. Auf dem Land mit einem großen Garten fühlt der Beardie sich sehr wohl, Probleme hätte er mit einer lauten Umgebung in der Stadt. Auch ein hektischer und lauter Haushalt ist dem Beardie ein Graus. Gesundheitlich sind Bearded Collies insgesamt wenig anfällig und auch an die Fütterung stellen sie keine besonderen Anforderungen. Besitzer sagen über ihren Hund ganz liebevoll: „Das ist kein Hund. Das ist ein Mensch in einem Hundekostüm.“ Dieser Hund ist eben ein Kamerad mit Charakter.

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