Berner Sennenhund: Ein anhänglicher, freundlicher Familienhund

FCI Kassifikation: 45,

Widerrist: Rüden 64 bis 70 cm, Hündinnen 58 bis 66 cm

Farbe: Tricolor: Lackschwarz - Rotbraun - Weiß

Fell: Lang, schlicht mit leichten Wellen

Gewicht: Rüden 45 bis 55 kg, Hündinnen 38 bis 45 kg

Lebenserwartung: 10 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 3

Größenklasse: 3

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , ,

Krankheiten:

Familie:

Eignung: ,

Zuchtverbaende:

Was ist das Besondere am Berner Sennenhund?

Der Berner lernt sehr schnell und hat eine gute Führigkeit. Das macht ihn trotz seiner imposanten Größe zu einem angenehmen Familienhund. Wegen seiner Statur ist der Berner Sennenhund für schnelle Sportarten nicht geeignet, aber er liebt ausgedehnte Spaziergänge, kann auch heute noch als Zughund eingesetzt werden oder zum Fährtenhund ausgebildet werden.

Für wen ist der Berner Sennenhund die ideale Hund?

Der Berner Sennenhund ist der am weitesten verbreitete der vier Sennenhundrassen. Sein freundliches Gesicht, das lange wuschelige Fell und sein gutmütiges Wesen machten ihn schon fast zu einem Modehund. Wegen ihrer Körpergröße gehören die Berner Sennenhunde leider nicht zu den langlebigen Hunderassen. Sie werden selten älter als zehn Jahre. Als Familienhund braucht er Platz, eine enge Wohnung in der dritten Etage wird diesem Bedürfnis nicht gerecht. Mit Vorliebe hält sich der Berner im Freien auf und ein großer Garten, besser noch ein Bauernhof, entsprechen eher seinen Ansprüchen. Das Bewachen des Familienhauses nimmt er sehr ernst und Fremden gegenüber gibt er sich trotz seiner Freundlichkeit anfangs meist reserviert. Doch dank einer hohen Reizschwelle verhält er sich ruhig und ohne Aggressivität, selten ist sein Bellen zu hören. Für einen gesunden Berner Sennenhund gilt es, jedes Zuviel an Bewegung zu Beginn seines Lebens zu vermeiden. Die weichen Knochen und Gelenke müssen unbedingt geschont werden und ausgedehnte Ruhepausen müssen sein. Auch später ist ein Agility-Training wegen der hohen Anforderungen an Wendigkeit und Schnelligkeit für den durchaus temperamentvollen Hund nicht die beste Wahl. Stattdessen ist er für lange Wanderungen zu begeistern und das möglichst mit einem großen Anteil an Wasserspielen.

Nachgefragt: Was bitte ist der „Dürrbächler“?

Der Berner Sennenhund wurde früher tatsächlich „Dürrbächler“ genannt – nach dem Ort „Dürrbach“. In dieser Gegend lebten große, starke, langhaarige und dreifarbige Hunde, die ihre Verwendung vorwiegend als Zughunde bei fahrenden Händlern fanden. Die Fähigkeiten des Hundes sprachen sich bis Bern herum. So erlangte die Rasse weltweite Verbreitung. Er wurde als Hofwächter, Treibhund oder eben auch als Zughund eingesetzt und sehr geschätzt. Im Jahr 1902 nahmen die ersten Dürrbächler an einer Ausstellung teil und bald darauf begann die Reinzucht der Rasse. Der Berner gilt als sehr ausgeglichen und ausgesprochen gutmütig, ist aber auch sensibel. Er ist sehr anhänglich, dabei Fremden gegenüber freundlich.

Wenn man mehr wissen möchte über die kinderfreundlichen und gemütlichen Hunde ist man sicherlich mit dem passenden Buch gut beraten. Neben einer spannenden Lektüre erfährt man so ganz nebenbei das notwendige Hundewissen über den passenden Züchter, die Erziehung und eine abwechslungsreiche Beschäftigung.

Wie sieht er aus, der Berner Sennenhund?

Der Berner Sennenhund ist ein imposanter Hund. Er ist ein langhaariger, dreifarbiger, übermittelgrosser, kräftiger und beweglicher Gebrauchshund mit stämmigen Gliedmassen, aber doch harmonisch und ausgewogen. Der Kopf ist kräftig mit jedoch nicht zu ausgeprägtem Stop und einem kräftigen, mittellangen Fang mit einem kräftigen Scherengebiss. Die Augen sind dunkelbraun und mandelförmig. Die Ohren sind dreieckig, leicht abgerundet, hoch angesetzt und mittelgroß und liegen in der Ruhe flach an. Der Körper ist kräftig und kompakt, der Bauch nicht aufgezogen. Die Rute des Hundes aus der FCI Gruppe 1 ist buschig, in Ruhestellung hängend und wird in der Bewegung schwebend auf Rückenhöhe oder leicht darüber getragen. Die Pfoten sind kurz, rund und geschlossen mit gut gewölbten Zehen. Die Hinterpfoten dürfen nicht nach außen gedreht sein. Er bewegt sich mit raumschaffendem, gleichmäßigen Bewegungsablauf in allen Gangarten, mit ausgreifendem, freien Vortritt und gutem Schub aus der Hinterhand. Das Haar ist lang, schlicht oder hat leichte Wellen, niemals aber ist es gelockt. Der Berner Sennenhund hat eine tiefschwarze Grundfarbe mit sattem braunrotem Brand an den Backen, über den Augen, an allen vier Läufen und auf der Brust, eine weiße, saubere symmetrische Kopfzeichnung mit Blesse und Fangzeichnung und eine weiße, mäßig breite, durchgehende Kehl- und Brustzeichnung. Er hat weiße Pfoten und eine weiße Rutenspitze.

Ein sanftes Ruhekissen…

Nun ist der Berner Sennenhund von seiner Größe her ein Hund, den man sicherlich nicht ganz so gern auf Sofa oder Sessel sehen möchte, schon gar nicht im eigenen Bett. Das muss aber auch gar nicht sein, denn der Fachhandel hält robuste und formschöne Hundebetten bereit, die nicht für eine gute Ruhe des Hundes sorgen, sondern sich auch noch überaus dekorativ in die Wohnung einfügen. Robustes, wasserabweisendes und formstabiles Material sorgen für leichte Reinigung und lange Lebensdauer.

Ein kurzes Wort zur Auswahl des Züchters

Besonders ist darauf zu achten, dass Berner Sennenhund Welpen aus einer seriösen Zuchtstätte stammen, die auf die Erhaltung der Gesundheit und den Erhalt der guten Charaktereigenschaften dieser Rasse achtet. Leider treten bei dieser Rasse wegen ihrer Beliebtheit durch unkontrollierte Vermehrung bedingte körperliche Erbschäden sowie Wesensschwäche auf. Die Berner Sennenhunde sind leider eine Hunderasse, die mit vielen Krankheiten belastete ist und hat nur eine relativ geringe Lebenserwartung. Als Ursache sind der enge Genpool und das Züchten auf Schönheit zu nennen.

Welche Krankheiten belasten den Berner Sennenhund am meisten?

Wie bereits angedeutet, hat die Beliebtheit des Berner Sennenhundes innerhalb der Erbkrankheiten ihre unguten Spuren hinterlassen. Eine typische Krankheit beim Berner ist die Maligne Hystiozytose, eine aggressive Krebsform, die man auch bei Retrievern und Rottweilern findet. Viele Hunde erkranken daran im Alter von vier bis sieben Jahren und versterben leider sehr rasch. Zudem sind rassetypisch:

  • HD, ED und OCD
  • Ektropium und Entropium
  • Kreuzbandrisse
  • Glomerulonephritis
  • Epilepsie
  • Magendrehung
  • Cauda Equina
  • Spondylose
  • Degenerative Myelopathie
  • von Willebrand Erkrankung

Leider ist die Liste der Erkrankungen wirklich sehr lang, aber ein kompetenter Berner Sennenhund Züchter ist sich seiner Verantwortung sehr bewusst und wird die Interessenten beim Erwerb von Welpen umfangreich beraten. Ein Lexikon der verschiedenen Hundekrankheiten finden sie bald in unserer Datenbank, ebenso wie eine Aufzählung kompetenter und seriöser Züchter Berner Sennenhunde.

Muss ich beim Futter für meinen Berner etwas beachten?

Angesichts der Vielzahl der aufgezählten Krankheiten stellt sich manchem Herrchen oder Frauchen die Frage, ob man durch besonders ausgewähltes Futter seinen Hunden etwas Gutes tun kann. Wir können dazu nur sagen: Mit Sicherheit kann ein ausgewähltes, der Rasse des Hundes angepasstes Futter viel zum Wohlbefinden und zur Gesundheit des vierbeinigen Familienmitgliedes beitragen. Der Züchter hat mit einem entsprechenden Welpenfutter hier sicherlich schon gute Vorarbeit geleistet. Für den erwachsenen Hund in dieser Größe muss natürlich der Energiebedarf entsprechend berücksichtigt werden, ebenso wie der Bedarf an Protein, Mineralien und Vitaminen. Der Berner Sennenhund hat recht weiche Knochen und daher kann ein spezieller Berner Sennen-Mix viel zur Gesudheit beitragen.

Wie transportiere ich einen so großen Hund am besten in meinem PKW?

Ein so großer Hund wird sicherlich im Kofferraum bzw. auf der Ladefläche eines Kombis am sichersten untergebracht sein. Es steht außer Frage, dass er es dabei natürlich so beqeum wie möglich haben soll. Sehr gute Dienste leistet hier zum Beispiel eine Kofferraum- Schondecke, auf der der Vierbeiner bequem und sicher ruhen kann.

Herrchen und Frauchen, die den Einstieg für ihren Hund erleichtern bzw. die Laderampe ihres PKW schonen möchten, finden eine gute Ergänzung in einer Laderampe. Eine Teleskop-Rampe lässt sich prima in der Länge variieren und ist nicht nur am Auto bestens einsetzbar. Ältere Hunde sind für eine solche „Aufstiegshilfe“ auch im Haus sehr dankbar.

Zum guten Schluss unser ganz besonderer Tipp zur Fellpflege!

Der Berner Sennenhund ist ein sehr langhaariger Hund, der eine entsprechende Fellpflege verlangt. Sehr gute Dienste leistet hier ein Pflegekamm, der schonend lose Unterwolle und Haare entfernt. Manche dieser Pflegekämme können das Haaren bei konsequenter Benutzung um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Was können wir zusammenfassend über den Berner Sennenhund sagen?

Der Berner Sennenhund gehört sicherlich auch heute noch zu den beliebtesten Hunderassen. Der gemütliche Familienhund ist ausgesprochen gutmütig. Er lernt sehr schnell und ist sehr leichtführig. Wegen seiner Größe ist er sicherlich in einer ebenerdigen Wohnung mit großem Garten am glücklichsten. Ein Zuviel an Bewegung ist unter allen Umständen zu vermeiden.

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