Briard (franz. Berger de Brie) – temperamentvoller, freundlicher Hüter

FCI Kassifikation: 113

Widerrist: Rüden 62 bis 68 cm, Hündinnen 56 bis 64 cm

Farbe: Schieferfarben; Fauve (Falbfarben); Gris (Grau); Blau

Fell: lang mit wenig Unterwolle, ziegenähnlich

Gewicht: Rüden und Hündinnen bis ca. 40 kg

Lebenserwartung: 13 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 3

Größenklasse: 3

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , ,

Krankheiten: ,

Familie:

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Zuchtverbaende:

Was macht den Briard so besonders?

Der Briard wird auch Berger de Brie genannt und ist ein auffälliger, großer Hund. Ursprünglich für das Hüten von Schafen gezüchtet, ist der Briard aufmerksam, wendig und ausdauernd. Seite Hütehundeigenschaften und der damit verbundene Sinn für das selbstständige Erledigen von Aufgaben sind ihm bis heute erhalten. Er ist sehr anpassungsfähig und geduldig mit Kindern. Und so kommt es, dass der Briard heute anstelle der Schafe eine Familie „hütet“.

Wo steht die Wiege des Briard?

Der Berger de Brie oder Briard stammt von Hof- und Bauernhunden Frankreichs ab. Ihre vorherrschende Farbe war Schwarz und vermutlich gehörte zu seinen Vorfahren auch der Beaucheron und der Barbet. Karl der Große und Napoleon sollen Briards besessen haben, aber wie weit ihr Ursprung tatsächlich zurückliegt, ist nicht belegt. Im Jahre 1809 wurde diese Rasse das erste Mal beschrieben und der erste Rassestandard wurde im Jahr 1897 festgelegt.

Was kennzeichnet den Charakter des Briards?

Der Briard ist ein treuer Familienhund und für die Zwingerhaltung ganz und gar nicht geeignet, denn der andauernde Kontakt zu seinen Menschen ist ihm das Wichtigste. Der Briard möchte überall dabei sein und wird sich immer einen Platz mitten im Geschehen aussuchen. Erstaunlicherweise behandelt dieser große Hund Kinder tatsächlich wie Kinder und es überrascht, wie vorsichtig und sanft dieser temperamentvolle Hund mit ihnen umgeht. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend, aber nicht unfreundlich. Gerne tut er den ersten Schritt und geht auf den Mensch zu.

Wie sieht der passende Mensch zum Briard aus?

Der Briard ist ein Hirtenhund und sollte als solcher wachsam, wetterfest, ausdauernd, anspruchslos und misstrauisch allem Fremden gegenüber sein, was er sich bis heute auch weitgehend bewahrt hat. Heute wird der Briard als temperamentvoller, freundlicher Begleit- und Familienhund gehalten, der Fremden gegenüber zunächst reserviert, aber keinesfalls aggressiv ist. Als Hütehund ist er sehr bewegungsfreudig und eignet sich bestens für Hundesportarten wie Agility oder auch Hundeturniersport. Er ist der ideale Begleiter für Jogger oder Radfahrer und wünscht sich in jedem Fall ausgiebigen Auslauf. Früher wurden die Ohren dieser Hunde kupiert, was aber heute zum Glück verboten ist. Die lange Rute bildet am Ende einen charakteristischen Haken und sein leicht gewelltes Haar ist lang und dem Ziegenhaar recht ähnlich. Dieses lange Haar ist recht pflegebedürftig, darf aber keinesfalls geschoren werden.

Wie sieht der ideale Briard aus?

Der lebhafte, aufgeweckte Briard ist ein rustikaler Hund, der sich geschmeidig bewegt und muskulös ist. Er ist nicht aggressiv oder ängstlich und besitzt ein ausgeglichenes Wesen. Er sollte ruhig und furchtlos sein. Der Kopf ist kräftig, lang und von Fell umgeben, das Kinn- und Schnauzbart sowie Augenbrauen bildet. Der Schädel ist kräftig mit ausgeprägtem Stopp. Die Nase des Briard ist immer schwarz, nur blaue Hunde haben eine blaue oder bläuliche Nase. Der Fang ist kräftig, ausreichend breit und niemals zugespitzt. Der Briard hat kräftige Kiefer mit weißen Zähnen, die ein Scherengebiss bilden. Die Augen sind oval, ziemlich groß und dunkel. Bei den blauen Hunden sind auch hellere Augen zulässig. Die hoch angesetzten Ohren liegen nicht am Kopf an und sind eher kurz. Sie sind immer flach und mit langem Haar bedeckt. Falls sie kupiert sind (in Ländern, in denen kein Kupierverbot besteht), sollten sie aufgerichtet getragen werden. Der Hals ist muskulös und gut von den Schultern abgesetzt. Die Rute wird tief getragen mit einem Haken am Ende in Form eines „J“. In der Bewegung kann die Rute höher getragen werden, d.h. bis zur Verlängerung der Rückenlinie. Die Gliedmaßen sind gut bemuskelt mit kräftigem Knochenbau. Die Schulter ist schräg, gut gewinkelt und mäßig lang. Die Pfoten sind kräftig und rund mit harten Ballen. Die Krallen sind immer schwarz. Die Zehen stehen eng und sind gut geschlossen. Traditionsgemäß wurden bei den Hütehunden die Afterkrallen erhalten und bestehen aus klar getrennten Zehen mit Kralle, die ziemlich nahe am Fuß angesetzt sind. Die Bewegungen sind gleichmäßig, leicht und harmonisch und der Hund sollte seine Bewegungen und seine Arbeit sichtbar mit einem Minimum an Anstrengung ausüben können. Das Haar hat eine ziegenartige Struktur, ist trocken, geschmeidig und lang mit wenig Unterwolle. Die Fellfarbe ist schwarz, fauve, fauve mit schwarz überdeckt (wenig oder mittel) oft mit Maske, grau oder blau. Beim warmen Fauve-Ton können die Extremitäten hellere Partieen im gleichen Farbton enthalten und solche Ton-In-Ton-Partien können auch bei den Farben Schwarz, Grau und Blau vorkommen. Alle Fellfarben können mehr oder weniger ergrauen. Die Größe der Rüden liegt zwischen 62 und 68 Zentimetern, die der Hündinnen zwischen 56 und 64 Zentimetern.

Was kennzeichnet das Wesen des Briards?

Es ist schon bezeichnend, wie der Briard von seinen Freunden und Züchtern genannt wird: Ein Herz mit Haaren drumherum. Er ist ein intelligenter, sensibler und sehr bewegungsfreudiger Kamerad für aktive Menschen. Seine Bewegungen ähneln denen einer Raubkatze, so elegant und geschmeidig sind sie. Liebhaber dieser Rasse behaupten, dass so viel Eleganz und Schönheit bei keiner anderen Rasse zu finden ist. Er ist sehr gelehrig und in der Lage, selbstständig zu arbeiten, was dazu führte dass er im Ersten Weltkrieg als Suchhund für Verwundete und Überbringer von Nachrichten Verwendung fand. Als Hütehund wird er heute kaum noch eingesetzt, sodass er seine Fähigkeiten, die er bis heute nicht verloren hat, für seine Familie einsetzt, die er behüten und bewachen möchte. Für Kinder ist er ein liebevoller, anhänglicher und fürsorglicher Begleiter und Freund. Der nicht einfache Charakter des Briard allerdings verlangt von seinen Menschen Hundeverstand. Seiner Familie gegenüber ist er treu ergeben, sehr verschmust und anhänglich, dabei aufgeweckt und lebensfroh. Wegen seiner Anhänglichkeit ist der Briard auf keinen Fall ein Zwingerhund. Das Bewachen liegt dem Briard immer noch im Blut und er ist immer bemüht, die ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen und es seinen Menschen recht zu machen. Vielleicht lieg gerade in dieser überschäumenden Begeisterung für Arbeit auch das Problem in seiner Ausbildung.

Was muss ich bei der Ernährung des Briards beachten?

Für einen so großen Hund frisst der Briard erstaunlich wenig. Der Briard braucht eine ausgewogene Ernährung, vor allem, solange er noch im Wachstum ist.

Gibt es Erbkrankheiten beim Briard?

Leider leiden Briards so oft an einer Erbkrankheit, die als EU (ektopischer Ureter) bezeichnet wird, dass sie aus der Zucht nicht mehr wegzudenken ist. EU ist eine Missbildung der Harnleiter, die aber durch verschiedene Untersuchungsmethoden festgestellt werden kann. Tiere mit festgestellter EU werden nicht zur Zucht zugelassen. Leider kann es aber vorkommen, dass auch EU-negative Tiere davon betroffene Nachkommen haben können. Was es genau mit EU auf sich hat, kann Ihnen jeder kompetente und seriöse Briard-Züchter genau erklären. Auch wird er sie über mögliche Folgen bei daran erkrankte Welpen aufklären können, denn Therapie ist möglich. Wie alle großen Hunde können auch die Berger de Brie von Hüftgelenksdysplasie (HD) betroffen sein. Da für die Zucht eine Untersuchung auf HD vorgeschrieben ist, wird jeder Züchter für den Briard einen Interessenten auch hier umfassend informieren können. Züchter für den Berger de Brie finden Sie in unserer Datenbank.

Die Fellpflege

Der Briard hat ein langes Haarkleid und trotzdem ist der Hund relativ pflegeleicht. Das ist er allerdings nur, wenn sein Fell hinsichtlich der Qualität dem Zuchtstandard entspricht. Der Standard schreibt ein ziegenhaarartiges, trockenes Haar mit wenig Unterwolle vor. Dieses Fell neigt nicht so schnell zum Verfilzen. Alle ein bis drei Wochen benötigt der Briard eine gründliche Haarpflege mit einem grobzinkigen Kamm. Wenn man hinsichtlich der Fellpflege unsicher ist, fragt man am besten einen Briard-Züchter.

Der sportliche Briard

Der Briard ist ein sehr agiler Hund, der sich ausgesprochen gerne für den Hundesport begeistern lässt. Sportarten wie Treibball und Agility liegen dem bewegungsfreudigen Hirtenhund einfach im Blut.

Kurzportrait: Treibball

Treibball ist eine noch recht junge Hundesportart, die immer mehr Hunde und Menschen begeistert. Ganz besonders Hüte- und Treibhunde haben ihren Spaß an diesem Spiel mit den bunten Bällen. Wie es gespielt wird und wie man seinen Hund für diesen Sport trainieren muss, erfährt man im Hundesportverein oder aus einem guten Handbuch.

Wie fällt unser Fazit zum wunderschönen Briard aus?

Der Briard ist ein rustikaler Hund mit einem lebhaften Charakter. Er soll weder aggressiv noch ängstlich sein und ist ein Hund von auffallender Schönheit. Diese relativ alte Rasse wurde für das Hüten der Schaf- und Rinderherden in Frankreich gezüchtet. Als Hütehund verfügt er über Ausdauer gepaart mit großer Intelligenz und Eigeninitiative. Der Briard braucht unbedingt eine Beschäftigung und eignet sich für viele Hundesportarten wie zum Beispiel Agility oder Dog Dancing.

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Der Briard ist eine sehr große Hunderasse und wer sich über einen ähnlich rustikalen Begleiter informieren möchte, kann sich sehr gut auch beim Iris Wolfhound umsehen.

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