Cavalier King Charles Spaniel – Familienhund und munterer Begleiter

FCI Kassifikation: 136, Gruppe 9, Sektion 7

Widerrist: Rüden und Hündinnen 31 bis 33 cm

Farbe: Black and tan, Tricolor, Ruby, Blenheim

Fell: Lang, seidig, keine Locken

Gewicht: 5,5 bis 8 kg

Lebenserwartung: 13 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 1

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 3

Größenklasse: 1

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , ,

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung:

Zuchtverbaende:

Der Cavalier King Charles – ein Hund des Adels und der Kunst

Ab dem 13. Jahrhundert tritt der kleine Cavalier King Charles Spaniel vermehrt in Erscheinung und man kann seine Entwicklung sehr gut verfolgen, denn auf den Werken berühmter Künstler der nachfolgenden Epochen ist er zu finden. Zu diesen Malern zählen Berühmtheiten wie van Dyck, Tizian oder der viktorianische Maler Sir Edwin Landseer. Zahlreiche dieser Gemälde zeigen kleine Spaniels, die Gruppen von Kindern begleiten, auf dem Schoß vornehmer Damen sitzen oder an den Rändern von Bildern auftauchen, die das Familienleben an den Königshöfen Europas darstellen. Der kleine Hund fand auch viele Anhänger am englischen Königshof. Er zählte zu den Lieblingshunden der Adeligen und wurde von König Charles I von England (1600 bis 1649) mit besonderen Privilegien ausgestattet – König Charles I. und sein Nachfolger Charles II. standen Pate für den Namen „King Charles Spaniel“. In den folgenden Jahren wurden weitere kurznasige Rassen wie zum Beispiel der Mops populär und so wurde es auch bei den Spaniels Mode, sie mit immer kürzeren Nasen zu züchten, solange bis sie geradezu den Pekinesen ähnelten. Im Jahr 1926 setzte der Amerikaner Rosewell Eldridge ein Preisgeld aus für einen King Charles Spaniel mit einem längeren Fang. Die Gewinner dieses Preises bildeten die Zuchtbasis für den Cavalier. 1928 stellte man den ersten Standard auf und 1945 wurde diese Rasse dann endgültig anerkannt.

Welche Menschen lieben den kleinen Cavalier King Charles?

Der Cavalier ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Sein sanftes Gesicht, sein seidiges Fell und seine Anhänglichkeit sind die Gründe dafür. Er ist ein fröhlicher, anpassungsfähiger Kamerad, der sich gern auf langen Spaziergängen austoben möchte. Dabei fühlt er sich aber auch durchaus in einer Stadtwohnung wohl. Sein sanftes Wesen lässt ihn zum idealen Begleiter für ältere Menschen werden. Er ist gelassen und verträglich mit anderen Hunden, er ist problemlos zu erziehen und daher auch für Anfänger in der Hundehaltung geeignet. Als Familienhund ist er freundlich und stets ein munterer Begleiter. Wer möchte, kann mit ihm sogar auch an geeigneten Hundesportarten teilnehmen.

Wie sieht der kleine Spaniel aus?

Die gesamte Erscheinung des Cavalier King Charles Spaniel ist aktiv, anmutig, ausgewogen und mit sanftem Ausdruck. Der Schädel ist zwischen den Ohren flach mit flachem Stopp. Die Nase ist schwarz und ohne fleischfarbene Markierungen. Die Lippen sind gut entwickelt und nicht hängend. Der kleine Hund besitzt recht kräftige Kiefer in einem perfekten Scherengebiss. Die Augen sind groß, dunkel und rund, dabei aber nicht vorstehend. Die Ohren sind lang, hoch angesetzt und mit reichlicher Befederung. Der Hals ist mäßig lang und leicht gebogen. Die Länge der Rute steht im Einklang mit dem Gebäude und gut angesetzt und lustig, wird aber niemals deutlich über der Rückenlinie getragen. Die Pfoten sind kompakt, gepolstert und gut befedert. Das Haar ist lang, seidig und ohne Locken. Eine leichte Welle ist allerdings erlaubt. Die üppige Befederung, darf absolut nicht getrimmt werden. Der Cavalier King Charles wird in folgenden Farbschlägen gezüchtet:

  • Black and tan,
  • Tricolor,
  • Ruby,
  • Blenheim.

Hunde des Farbschlags „Black and tan“ sind rabenschwarz mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, an den Innenseiten der Ohren, an der Brust, an den Läufen und an der Unterseite der Rute. Die Lohfarbe sollte dabei leuchtend sein. Tricolorfarbene Spaniels tragen gut verteiltes und gut unterbrochenes Schwarz-Weiß mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, an der Innenseite der Ohren, an der Innenseite der Läufe und an der Unterseite der Rute. Hunde der Farbe „Ruby“ sind leuchtend rot. „Blenheim“ ist ein Farbschlag mit gut unterbrochenen intensiv kastanienroten Markierungen auf perlweißer Grundfarbe. Die Markierungen am Kopf sind gleichmäßig verteilt und lassen ausreichend Zwischenraum für den sehr geschätzten „Lozenge-Flecken“, der auch „Spot“ genannt wird und ein einzigartiges Merkmal dieser Rasse ist. Das Gewicht bewegt sich zwischen 5,5 und 8 kg. Ein kleiner, sehr ausgeglichener Hund in diesen Gewichtsgrenzen ist erwünscht.

Braucht der Cavalier King Charles besondere Pflege?

Das seidige Fell des Cavalier King Charles Spaniel sollte regelmäßig gekämmt werden, um Verfilzungen vorzubeugen. Darüber hinaus benötigt es aber keine besondere Pflege. Wenn Sie Ihrem Hund täglich zehn Minuten Pflege gönnen, werden Sie immer einen sauberen Cavalier mit glänzendem Fell, ohne Zotteln und Filzknoten haben. Während des Schlafens kann sich Augensekret entwickeln und auch tränende Augen können beim Cavalier King Charles durchaus vorkommen. Als Folge entstehen manchmal unschöne Ablagerungen und Abrinnspuren unterhalb des Auges. Verwenden Sie fusselfreie Papiertücher und destilliertes Wasser und wischen damit im Augenbereich sorgsam von innen nach außen. Bei einer Augenentzündung sollten Sie selbstverständlich immer Ihren Tierarzt aufsuchen. Und ganz wichtig: Nehmen Sie zum Reinigen der Augen keine Kamillenflüssigkeit! Der Cavalier besitzt Hängeohren mit längerem Fellbewuchs und so kann es zu Verfilzungen und Haarknoten kommen, die regelmäßig und sanft ausgekämmt werden müssen. Verkrustungen im Ohrinneren durch Ohrenschmalz und Schmutz können bei ihm Ohrenentzündungen verursachen und es empfiehlt sich die Verwendung eines flüssigen Ohrenreinigungsmittels. Zur Häufigkeit der Anwendung gibt es keine generellen Angaben, dazu befragen Sie Ihren Cavalier King Charles Spaniel Züchter und lassen Sie sich auch in dessen Gebrauch einweisen. Häufiges Kopfschütteln oder Kratzen am Ohr kann auf einen Fremdkörper oder eine Entzündung im Ohr hinweisen. Natürlich ist dann der Gang zum Tierarzt unerlässlich.

Wie steht es mit Rassekrankheiten beim Cavalier King Charles?

Prinzipiell ist der Cavalier ein robuster und wenig krankheitsanfälliger Hund. Viel problematischer sind beim ihm die Erbkrankheiten, denn sie stammen mehrheitlich von einer kleinen Anzahl an Cavalieren ab und genau diese geringe genetische Variabilität der Zuchttiere führt leider dazu, dass rezessive Erbkrankheiten in der Rasse vermehrt auftreten. Es sollte selbstverständlich das Ziel eines jeden verantwortungsbewussten Züchters sein, gesundheitlich einwandfreie Hunde zu züchten und in der Regel ist das auch so. Die bei Cavalieren bekanntesten Erbkrankheiten sind das „Episodic Falling Syndrome (EFS)“ und das „Curly Coat und Dry Eye Syndrome“. EFS ist eine Erkrankung bei der spontan nach Stress oder Anstrengung Muskelverkrampfungen auftreten. Diese führen meist zu Bewegungsunfähigkeit und Umfallen des Hundes bei vollem Bewusstsein. Diese Krämpfe sind in der Regel nicht schmerzhaft und werden durch neurologische Fehlfunktionen ausgelöst. Dabei ist EFS therapierbar und hat keine weiteren Auswirkungen auf die Gesundheit des Hundes. Immerhin 12,5 % der Hunde sind Träger des EFS-Gens. Das Curly Coat and Eye Syndrome ist eine schwere, unheilbare Autoimmunerkrankung für die immerhin noch 11 % der Cavaliere Träger sind. Als „Dry Eye“ wird die durch Zerstörung der Tränendrüsen chronisch vorliegende Trockenheit der Augen bezeichnet, die schnell zu einer Hornhautentzündung führen kann und daher ständig behandelt werden muss. „Curly Coat“ findet man zusätzlich bei stark von Dry Eye betroffenen Hunden und ist von Geburt an sichtbar. Diese Krankheit ist dann schon an dem stark gelockten Fell der Cavallier King Charles Spaniel Welpen sichtbar. Später entwickelt sich eine sich schuppende, entzündete und fettige Haut, was für die betroffenen Tiere sehr schmerzhaft ist. Prinzipiell ist diese Krankheit nur schwer bis gar nicht behandelbar und betroffene Hunde müssen leider häufig eingeschläfert werden. Seit 2011 existieren DNA-Tests und ein seriöser, verantwortungsvoller Züchter wird mit diesem die Trägereigenschaft seiner Tiere ausschließen. Die Züchter arbeiten daran, die genetische Situation des Cavalier King Charles Spaniels auf lange Sicht zu verbessern. Eine Liste kompetenter Züchter für Cavalier King Charles Spaniels finden Sie in unserer Datenbank. Diese werden sie zu allen Fragen, die zum Erwerb und zur Haltung eines Cavalier entstehen, kompetent und umfassend beraten.

Braucht der charmante King Charles eine spezielle Ernährung?

Bei der Wahl seines Futters ist der Cavalier King Charles nicht besonders eigen. Allerdings sollte der Futternapf für diesen kleinen Hund schmal und tief sein, damit die langen Ohren nicht ins Futter gelangen. Der Hund braucht etwa 100 g Fleisch, 70 g Gemüse und 70 g leicht verdauliche Kohlenhydrate, z.B. in Form von Reis oder Teigwaren. Vitamine und Mineralien sorgen zusätzlich für ein glänzendes Fell und gesunde Haut. Alles das ist in einem sehr guten Trockenfutter enthalten.

Was ist ein Carpet Spaniel?

In England hat der kleine Spaniel einen scherzhaft gemeinten Spitznamen: Dort wird er sehr gerne „carpet spaniel“ genannt – auf Deutsch „Teppich-Spaniel“. Aber mit einem Hund, der die meiste Zeit auf dem Teppich verbringt, hat der agile kleine Kerl überhaupt nichts zu tun. Er ist ein ungestümer kleiner Hund, der einfach immer Lust zum Spielen hat. Ursprünglich war der Cavalier King Charles ein Jagdhund und hat bis heute seinen Instinkt als Stöberhund nicht verloren. Er hat eine ausgezeichnete Nase und die Augen eines Adlers, denen einfach gar nichts entgeht. Der kleine Hund mag es zwar auch gerne mal bequem, ab glücklichsten aber ist er, wenn er toben kann und freut sich dann über ein Spielzeug, mit dem er sich so richtig austoben kann.

Der Cavalier King Charles und seine Familie

Fremden gegenüber ist der kleine Spaniel erst recht zurückhaltend, doch wenn er einmal Freundschaft geschlossen hat, hat man in ihm einen Freund fürs Leben. Im Umgang mit Kindern ist der Cavalier King Charles ausgesprochen geduldig und spielt gerne mit ihnen. Und auch dem älteren Hund macht es immer noch einen Riesenspaß hinter einem Ball herzurennen. Und er liebt es, bei seiner Familie zu sein.

Unser Tipp: Ein Hundebett aus atmungsaktivem Material

Der kleine Hund, der so gerne am Familienleben teilnimmt, wird sicherlich auch im Wohnraum ein gern gesehenes Familienmitglied sein. Ein hübsches Hundebett aus atmungsaktivem Material, leicht zu reinigen und schön anzusehen, bietet ihm ein gemütliches Ruheplätzchen.

Und wie lautet nun unser Fazit zum hübschen kleinen Cavalier King Charles?

Der Cavalier King Charles Spaniel ist ein lebhafter und geduldiger Familienhund, der bis ins hohe Alter fit und verspielt bleibt. Griesgram liegt ihm auch im Alter fern und er nimmt nichts so schnell übel. Mindestens viermal am Tag möchte der kleine Hund an die frische Luft und wenn seine Familie einen Garten hat, haben Blumen im Beet gegen den kleinen Spaniel nicht mehr die geringste Chance. Er ist und bleibt eben ein leidenschaftlicher Schnüffler. Und wer mehr über diesen schönen kleinen Kerl wissen möchte, ist mit einem Buch sehr gut beraten.

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Cavalier King Charles-Besitzer werden zwar vehement behaupten, dass die kleinen Hunde unvergleichlich sind. Wenn man aber vergleichen möchte, kann man sich einmal bei diesen Rassen umschauen:

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