Dalmatiner: Auffälliges Äußeres und idealer Begleithund für Sportliche

FCI Kassifikation: 153,

Widerrist: Rüden 56 bis 62 cm; Hündinnen 54 bis 60 cm; Ideal 56 bis 57 cm

Farbe: Weiß mit rundlichen, schwarzen oder leberfarbenen Tupfen

Fell: kurz, ohne Unterwolle

Gewicht: Rüden ca. 27 kg; Hündinnen ca. 24 kg

Lebenserwartung: 13 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse: 3

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung:

Zuchtverbaende:

Was macht den Dalmatiner so besonders?

Der Dalmatiner gehört mit seiner auffälligen Fellzeichnung wohl zu den bekanntesten Hunderassen der Welt und das nicht zuletzt genau wegen dieses markanten Äußeren. Außerdem erscheint er regelmäßig in Filmen und auch in der Werbung. So gibt es wohl kaum einen, der den Film „101 Dalmatiner“ nicht kennt.

Wo liegen die Urspünge des Dalmatiners?

Ob sein Ursprungsgebiet in Dalamatien im heutigen Kroatien liegt, ist bis heute nicht endgültig geklärt, sehr wahrscheinlich ist es aber nicht. Erste Gemälde, die den Dalmatiner zeigen, stammen aus dem sechzehnten Jahrhundert und weil er auch auf Darstellen in alten Pharao-Gräbern zu finden ist, ist nicht ausgeschlossen, dass diese Hunde tatsächlich auch schon seit etwa zweitausend Jahren existieren. Im Jahr 1890 wurde der erste offizielle Rassestandard aufgestellt. Der Dalmatiner, zu finden in der FCI Gruppe 6, ist ein ganz vielseitig einsetzbarer Begleithund. In früheren Zeiten wurde er wegen seiner auffälligen Fellzeichnung gern als Zirkushund verwendet und musste dort Kunststücke vorführen. Als klassischer Kutschenbegleithund in dieser Zeit machte er den Weg frei für die Kutsche, die er begleitete. So kam er zu seinem Alternativnamen „Kutschenhund“. Im neunzehnten Jahrhundert begleitete und leitete er die Pferde, die die Feuerlöschzüge zogen, durch die Straßen.

Für wen ist der Dalmatiner als Begleithund geeignet?

Bis heute ist der Dalmatiner der ideale Begleithund für Reiter geblieben, denn mühelos legt er größere Strecken in einem zügigen Tempo zurück. Auch als Begleiter für Jogger oder Radfahrer kann er punkten und dabei seinem großen Laufbedürfnis nachkommen. Da er sehr schnell und beweglich ist, kann er sich auch für schnelle Hundesportarten wie Agility, Flyball oder den Turnierhundesport begeistern. Temperamentvoll und freundlich wie er ist, lässt sich der Dalmatiner sehr gut erziehen. Für bequeme Menschen allerdings ist er nicht der richtige Hund, denn er braucht viel Bewegung und Auslauf. Er ist wachsam, meldet jeden Besucher lautstark, ist aber nicht übermäßig bellfreudig. Mit anderen Hunden verschiedener Hunderassen kommt er in der Regel gut zurecht, allerdings gehen manche Rüden einer Rauferei nicht unbedingt immer aus dem Weg.

Unser Buchtipp zum Dalmatiner

 

Wie sieht der Dalmatiner aus?

Das Fell des Dalmatiners aus der FCI Gruppe 6 ist kurz und hat keine Unterwolle, haart aber das ganze Jahr über mehr oder weniger stark. Besonderer Pflege bedarf es aber nicht. Die Welpen werden völlig weiß geboren und die charakterischen Tupfen entwickeln sich in den ersten Lebenswochen. Tiere mit leberfarbenen Flecken kommen relativ selten vor, denn diese Farbe wird rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass beide Elterntiere das entsprechende Gen an ihre Nachkommen weitergeben müssen.
Und so sieht der Rassestandard aus:

  • Körper: rechteckig, der Hund ist kräftig und muskulös gebaut; Geschlecht des Hundes muss aus dem Körperbau klar erkennbar sein
  • Kopf: „mesocephal“ mit Ohren in Form eines Prismas
  • Nasenschwamm: groß und komplett pigmentiert, dabei muss seine Farbe den Tupfen entsprechen
  • Augen: oval und entsprechend der Tupfenfarbe pigmentiert
  • Ohren: hoch angesetzt und am Kopf anliegend getragen, von feiner Strucktur; ganz wichtig ist, dass die Ohren ebenfalls getupft sind und nicht einfarbig schwarz oder braun sind
  • Rute: am Ansatz sehr kräftig, wird zur Spitze hin gleichmäßig dünner und ist nicht zu dick, wird säbelförmig getragen, Tupfen sind erwünscht
  • Haar: kurz, glänzend, dicht und hart, Grundfarbe reinweiß mit schwarzen Tupfen beim schwarzen und leberbraunen Tupfen beim braunen Farbschlag
  • Tupfen: symmetrisch auf dem ganzen Körper verteilt sein, klar abgerundet und ohne Übergang in die weiße Grundfarbe; Größe der Tupfen möglichst gleichmäßig, zwei bis drei Zentimeter im Durchmesser sein, Tupfen auf der Rute ausdrücklich erwünscht
  • Widerristhöhe: bei Rüden zwischen 56 und 62 Zentimetern, die der Hündinnen zwischen 54 und 60 Zentimetern

Den Tupfen der Dalmatiner wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Sprenkeln, Flecken und Farbplatten auf dem Körper sind nicht erwünscht und sollen zur Abwertung führen. Extra aufmerksam werden die Tupfen auf den Ohren bewertet.

Zwischengefragt: Was bedeutet „mesocephal“?

Bei den Hunden unterscheidet man zwischen den drei Kopfformen

  • brachycephal
  • mesocephal
  • dolichocephal

Cephal steht für das Wort „Kopf“, „brachy“ für kurz, „meso“ für mittel und „dolicho“ für lang. Dalmatinier sind also Hunde mit einem mittellangen Kopf. Außer dem Dalmatiner zählt auch der Labrador Retriever zu den Hunderassen mit einem brachycephalen Kopf. Ganz prägnante Beispiele für Hunde mit einem brachycephalen Kopf sind der Pekinese und der Mops, zu den Vertretern der Hunde mit einer dolichocephalen Kopfform gehören Collie und Whippet.

Der Dalmatiner und die Feuerwehr: Eine besondere Beziehung

Seit ihrem Einsatz als Wagenhunde werden Dalmatiner auch mit Feuerwehren in Verbindung gebracht. Die Pferde, die den Löschzug zogen, wurden von den Hunden während ihrer oft langen Wartezeiten am Brandherd ruhig gehalten, gleichzeitig dienten die mitlaufenden Hunde als „lebende Sirenen“, die den Löschzug ankündigten. Daher kommt der Dalmatiner im Wappentier einiger Feuerwehren in England, USA und Kanada.

Ein sanftes Ruhekissen für einen schönen Hund

 

Für wen ist der schöne Dalmatiner geeignet?

Der mittelgroße Dalmatiner in guter Kondition ist ein auffälliger Begleiter, der als aktiver Laufhund besondere Erwartungen an seinen Halter hat. Der Dalmatiner baut eine sehr enge Bindung an seinen Menschen auf, behält dabei aber auch seine Eigenständigkeit als Arbeitshund. So ist zu beachten, dass ein unbeaufsichtigter Dalmatiner auch gerne einmal völlig selbstständig seine Umgebung erkundet. Wegen dieser innigen Beziehung zu seiner Familie ist der Dalmatiner als Zwingerhund völlig ungeeignet. Über alle diese rassetypischen Eigenarten wird ein kompetenter Züchter seine Kaufinteressenten umfassend informieren können. Der gute und vor allem seriöse Dalmatiner-Züchter wird Ihnen ohne längere Zeit des Kennenlernens und genaue Aufklärung über die Möglichkeit von Erbkrankheiten seinen Hund ohnehin nicht überlassen, denn er investiert viel Zeit und auch Geld in die Aufzucht seines „Nachwuchses“ und man darf es nicht verschweigen: So ein Dalmatiner hat nun einmal seinen Preis.

Der Dalmatiner auf Reisen

 

Welche Rassekrankheiten finden sich bei den Dalmatinern?

Der Dalmatiner ist grundsätzlich eine sehr gesunde Rasse, aber leider finden sich auch hier Krankheiten, die gehäuft auftreten können. Dazu gehört die Hyperurikosurie, ein erhöhter Harnsäurespiegel, was ein guter Züchter für Dalmatiner den neuen Besitzern seiner Welpen nicht verschweigen wird. Auch wird er hinsichtlich der Ernährung gut beraten, da hier einiges im Bereich des Harnsäure-Spiegels beeinflusst werden kann. Leider ist es so, dass die Hunde mit Weiß- oder Merlefaktor zur Taubheit neigen. Etwa drei Prozent aller Dalmatiner-Welpen sind taub. Das ist aber kein wirkliches Problem allein der Dalmatiner-Zucht, denn genau diese Farbkombination in Verbindung mit Taubheit kommt auch bei vielen anderen Hunderassen vor. Hier gilt noch einmal und für den Dalmatiner ganz besonders: Lassen Sie sich von einem Züchter für Dalmatiner umfassend und gründlich beraten. Er weiß in vielen Dingen Rat und wird gerne weiterhelfen. Eine Liste kompetenter und seriöser Dalmatiner-Züchter finden Sie in unserer Datenbank.

Die Ernährung des Dalmatiners

Beim Dalmatiner ist eine Besonderheit im Stoffwechsel zu berücksichtigen: Als einzige Hunderasse hat er eine Besonderheit im Purinabbau. Bei diesem Hund wird statt Allantoin die Harnsäure ausgeschieden und kann über einen Defekt im Zellmembrantransportmechanismus eine Schädigung der Niere und bei hoher Konzentration sogar zur Bildung von Steinen führen. Das bedingt eine purinarme Ernährung und eine reduzierte Eiweißzufuhr, weil beide Faktoren zu einer Erhöhung der Harnsäurebildung führen. Das gilt es unter allen Umständen zu vermeiden.

Wir fassen kurz zusammen:

Der elegante Dalmatiner ist sicherlich wegen seiner außergewöhnlichen und auffälligen Fellzeichnung eine ausgesprochen beliebte Hunderasse. Es kann sogar schon von einem „Modehund“ gesprochen werden. Besonders in England wurde der Dalmatiner im neunzehnten Jahrhundert als Begleiter von Pferdekutschen verwendet. Diese Schutzmaßnahme vor Straßenräubern war wohl nur vorgeschoben, denn hintergründig ging es wohl eher um den Hund als Dekoration an sich. Der Dalmatiner ist ein sehr aktiver Laufhund mit einer engen Bindung an seinen Menschen.

Unser Tipp zum guten Schluss

Für den Dalmatiner-Fan ist er ein absolutes Muss: Der Film „101 Dalmatiner“

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Der Dalmatiner ist zwar sehr dekorativ, aber so ganz passt er dann doch nicht? Dann lohnt es sich, einmal hier hereinzuschauen:

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