Der Chihuahua – Intelligenz gepaart mit starker Persönlichkeit

FCI Kassifikation: 218,

Widerrist: 18 bis 23 cm

Farbe: Alle Farben erlaubt außer Merle.

Fell: Kurzhaar- und Langhaarvariante

Gewicht: Idealgewicht zwischen 1,5 und 3 kg.

Lebenserwartung: 10 bis 19 Jahre

Erziehungsaufwand: Die Kurzhaarvariante benötigt eine etwas festere Hand bei der Erziehung als der langhaarige Typ.

Familientauglichkeit: Guter Begleit- und Familienhund

Pflegeintensitaet: Verglichen mit anderen Rassen ist der Chihuahua sehr pflegeleicht. Beide Varianten, sowohl die lang- als auch die kurzhaarige, brauchen nur ein Minimum an Fellpflege. Es genügt völlig, sie einmal in der Woche zu bürsten. Die Hunde sind sehr reinlich und somit geht die Körperpflege wie von selbst.

Erziehungsaufwand: Die Kurzhaarvariante benötigt eine etwas festere Hand bei der Erziehung als der langhaarige Typ.

Groessenklasse:

Bewegungsintensität: Sehr agiler, beweglicher kleiner kesser Hund

Erziehungsaufwand: 3

Familientauglichkeit: 5

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , ,

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung: ,

Zuchtverbaende:

Was macht den Chihuahua so besonders?

Der Chihuahua ist die kleinste Hunderasse der Welt und auch die Älteste. Die Wiege der kleinen Energiebündel liegt wohl in Mexiko, denn dort sind mindestens bis ins 7. Jahrhundert v.Cr. die Spuren eines sehr ähnlichen Hundes nachzuweisen. Der Chihuahua soll der heilige Hund der Tolteken gewesen sein. Mit ihren großen, leuchtenden Augen sollten sie ihrem Herrn nach dessen Tod den Weg ins Paradies zeigen. Deshalb wurden sie auch oft mit ihm zusammen nach dessen Tod verbrannt. Irgendwann kamen die Hunde von Ägypten nach Malta, wo sie auch heute noch zu finden sind. Nicht geklärt ist bisher, wie die Chihuahua nach Amerika gekommen sein könnten. Gesichert ist aber, dass der Chihuahua bereits im 8. Jahrhundert gehalten worden ist und er zu den Lieblingen der aztekischen Prinzessinnen zählte.

Der Chihuahua – ein weitgereister kleiner Hund

Als die Wiege dieser zauberhaften kleinen Geschöpfe galt lange Zeit Mexiko. Und tatsächlich lässt sich ihre Spur dort bis ins 9. Jahrhundert vor Christus hinein zurückverfolgen, da hier mindestens bis ins 7. oder 9. Jahrhundert ähnliche Hunde vorhanden waren. In Chihuahua, einem mexikanischen Bundesstaat, leben auch heute noch verwilderte kleine Hunde, auf die die Abstammung des Chihuahua zurückgehen soll. Diese Legende hat den Hunden auch ihren Namen gegeben.

Die zweite Legende ist eben die, dass der Chihuahua der heilige Hund der Tolteken und dann später der Azteken gewesen sein soll. Leider mussten bei der Beerdigung ihrer Herren auch viele Chihuahua ihr Leben lassen und wurden zusammen mit ihm verbrannt, denn die Azteken glaubten, dass die Hunde ihren Herren mit ihren großen, leuchtenden Augen den Weg in Jenseits weisen würden, was verständlicherweise nicht lebendig gelang. Das allein war schon unangenehm genug für die kleinen Hunde, obendrein sollen sie auch Bestandteil des Speiseplans der mexikanischen Indianer gewesen sein. Eine andere Theorie besagt, dass der Chihuahua überhaupt nicht aus Mexiko stammt, sondern um 700 v. Chr. von Ägypten nach Malta gelangt ist und von dort aus auf ungeklärte Weise auf den amerikanischen Kontinent. Weiter wird erzählt, dass der Chihuahua aus China käme wie der bekannte Bonsai. Hier würden Bonsaibäume, Miniatur-Fische und eben auch Miniatur-Hunde gezüchtet. Über Händler, die ihre Waren um die ganze Welt brachten, sollen sie dann irgendwie von China nach Mexiko gekommen und mit den Nackthunden gekreuzt worden sein. Eine gewagte Theorie, die aber genau so wenig belegt ist wie alle anderen. Man weiß es eben nicht.
Fest steht aber mittlerweile, dass Mitte des 19. Jahrhunderts Bauern in der Provinz Chihuahua ihre kleinen Hunde vermehrt an die Touristen zu verkaufen begannen. Diese brachten sie dann als Souvenir mit nach Nordamerika und im Jahr 1904 wurde erstmals neben anderen Hunderassen ein Chihuahua dort registriert. Im Jahr 1923 wurde der erste Standard aufgestellt. In England tauchten die ersten Exemplare bereits im 16. Jahrhundert auf, wegen des rauen Klimas aber starben diese Hunde meinst kurz nach ihrer Ankunft. Sie waren umso wertvoller, je kleiner sie waren. Die später aus Amerika importierten Chihuahuas tauchten vermehrt ab 1900 auf und waren robuster als ihre Vorgänger, ebenso wie die ersten Hunde, die 1956 in Deutschland eingetragen wurden.

Zu wem passt der Chihuahua?

Der Chihuahua geht mit seinem Herrn durch dick und dünn und er benötigt wie alle Hunde ausreichend Bewegung, um nicht zu dick zu werden und ausreichend geistige Beschäftigung, um ihn im Kopf rege und beweglich zu erhalten. Er besitzt eine ausgeprägte Persönlichkeit und nimmt seinen Besitzer voll und ganz in Beschlag, in seinem Umfeld duldet er keine Langeweile. Ansonsten ist er aber recht anspruchslos und pflegeleicht. Chihuahuas sind sehr bewegungsfreudig und sprühen vor Energie. Und trotzdem genügt eine etwas längere Bewegungsrunde und mehrere kleine am Tag. Sie sind ausreichend für sie und ganz wichtig: Auch bei Wind und Wetter geht es für diese Hunde nach draußen. Eine passende Wetterschutzkleidung leistet dabei gute Dienste. Mit einer guten Grundkondition kann er mit seinem Herrn durchaus eine Runde joggen oder am Fahrrad mitlaufen. Da er eine sehr starke Bindung zu seinen Besitzern entwickelt, ist der Chihuahua nicht gerne allein. Da er sich obendrein schnell langweilt, sollte er nie lange allein zu Hause bleiben.

Unser Tipp für den Spaziergang bei Wind und Wetter

Für einen so kleinen Hund, der auch bei Wind und Wetter draußen sein möchte, bietet sich eine Hundejacke für den Schutz bei Nässe und großer Kälte an. Eine wasser- und schmutzabweisende Jacke, die sich auch in der Waschmaschine leicht säubern lässt sieht nicht nur richtig hübsch aus, sie leistet bei jedem Wetter gute Dienste. Klettverschlüsse sorgen für leichtes An- und Ausziehen.

So sieht der Chihuahua aus

Als die kleineste Hunderasse der Welt wiegt der Chihuahua kaum mehr als drei Kilogramm. Als ideal gilt ein Gewicht zwischen 1,5 und 2,5 kg. Er ist ein kleiner, kesser Hund, der nicht furchtsam ist. Da kann die Begegnung mit größeren Hunden schon einmal etwas kritisch werden, denn das Selbstbewusstsein der Kleinen ist deutlich größer als ihre Statur. Es existiert eine kurz- und eine langhaarige Variante, wobei die kurzhaarigen Hunde schon in ganz früher Zeit erwähnt und die langhaarigen erst in unserem Jahrhundert durch Einkreuzen fremder Rassen in Amerika entstanden sind.

Der Langhaar-Chihuahua:

  • Weiches, manchmal gewelltes Haar, befranste Ohren und ein ausgeprägter Halskragen
  • Alle Fellfarben kommen vor.

Erstaunlich ist, dass sich die kurz- und die langhaarigen Hunde aus der FCI Gruppe 9 auch charakterlich etwas voneinander unterscheiden: Der kurzhaarige Chihuahua ist als der ursprüngliche Typ noch etwas selbstbewusster und benötigt eine etwas straffere Hand bei der Erziehung. Sonst wird er schnell versuchen, seinen Besitzer zu dominieren. Der langhaarige Chihuahua ist der sanftere und nachgiebigere Hund, der aus diesem Grund leichter zu erziehen ist.

Was man bei der Haltung beachten sollte

Bei beiden Varianten muss trotzdem auf eine liebevolle, aber doch konsequente Erziehung geachtet werden, sonst versuchen die drolligen Kerlchen schnell, ihren Besitzer um den Finger zu wickeln und die Führung zu übernehmen. Durch seine geringe Größe kann der Chihuahua überall mit hingenommen werden, dabei sollte man aber niemals vergessen, dass er auch Beine zum Laufen mitbekommen hat. Er ist auch mitnichten ein Schmuckstück, das man mit allerlei Firlefanz behängen kann. Er ist ein vollwertiger Hund mit einer tollen Persönlichkeit und einem super Charakter. Und trotz seiner geringen Größe kann man mit ihm selbstverständlich auch längere Spaziergänge machen und größere Strecken zurücklegen, wenn er auch nicht so viel Auslauf benötigt wie seine größeren Artgenossen. Er ist der ideale Begleithund für Menschen mit einer kleinen Wohnung, aber einem großen Herzen für Hunde, und auch ältere und körperlich eingeschränkte Menschen werden mit ihm sehr glücklich werden. Er bellt nicht sehr viel und hat einen ausgesprochen freundlichen Charakter. Zu berücksichtigen ist bei der Anschaffung, gerade bei älteren Menschen, dass ein Chihuahua leicht auch ein Alter von 18 Jahren erreichen kann. Es wäre doch sehr traurig, wenn solch eine liebe und treue Seele die letzten Jahre seines Lebens in einem Tierheim verbringen müsste, weil sein Besitzer verstorben ist.

Braucht der winzige Chihuahua ein spezielles Futter?

Beim Anblick dieser hübschen kleinen Kerlchen aus der FCI Gruppe 9 stellt sicher möglicherweise bei dem einen oder anderen diese Frage automatisch. Es sind Fragen wie diese:

  • Braucht es eine spezielle Zusammensetzung?
  • Lieber Trocken- oder Nassfutter?
  • Neigt der Chihuahua etwa zu Übergewicht?

Inzwischen gibt es im Fachhandel eine Vielzahl von Produkten der verschiedensten Hersteller, die teilweise sogar spezialisiert sind auf die verschiedenen Hunderassen. Gerade kleine Hunde wie der Chihuahua benötigen dringend besonders hochwertiges Eiweiß aus Muskelfleisch. Dabei spielt es keine Rolle, ob man zu Nass- oder Trockenfutter greift: Hochwertig muss es sein. Auch auf einen möglichst niedrigen Kalziumgehalt ist in Hinblick auf die Zahnsteinbildung zu achten.
Welpenfutter oder einem Futter für den erwachsenen Chihuahua. Welpenfutter gibt man durchschnittlich bis zum 8. Monat, es unterstützt den Aufbau der natürlichen Abwehrkräfte der Welpen. Danach kann das Futter für erwachsene Hunde zum Einsatz kommen, bei denen sogar Futter zur Zahnsteinprophylaxe erhältlich ist, das mit den Inhaltsstoffen das im Speichel enthaltene Kalzium abfängt und damit die Zahnsteinbildung reduziert.

Welche Probleme können besonders kleine Hunde bekommen?

Qualzucht kritisieren. Hier kommt es vermehrt zu gesundheitlichen Problemen und das nicht nur bei den Chihuahua-Welpen. Aufgrund der kleinen – und bei den ganz kleinen Hunden geradezu winzigen – Körpermaße sind Verdauungsprobleme, gerade mit Durchfall und Erbrechen sehr mit Vorsicht zu handhaben. Was für einen 50 kg schweren Hund völlig in Ordnung ist, kann für solch kleine Tiere schon in ernste Schwierigkeiten durch Dehydratation und Unterzuckerung bringen. Ein seriöser Chihuahua-Züchter wird bei den kleinsten Anzeichen für eine Verdauungsstörung umgehend einen Tierarzt zu Rate ziehen. Ein normal großer, das heißt zwischen 1,5 und 2,5 kg schwerer, Chihuahua ist ein sehr robuster und langlebiger Hund, der im Durchschnitt 15, aber auch ganz gerne und nicht gerade selten sogar 18 Jahre alt wird.

Schönes und Praktisches für den Chihuahua

Transportbox bietet sich hier ein Autositz für kleine Hunde an. Dieser kann auf der Rückbank oder dem Beifahrersitz befestigt und ihn ihm der Hund sicher fixiert werden. So kann bei einem plötzlichen Bremsmanöver nichts geschehen und der Hund hat Herrchen oder Frauchen immer beruhigt im Blick.

Gibt es rassespezifische Krankheiten beim Chihuahua?

Mit seinen kurzen Schnauzen und den kleinen, runden Gesichtern neigt der Chihuahua leider zu Zahnfehlstellungen oder frühzeitigem Zahnverlust. Auch andere Krankheiten können beim Chihuahua vermehrt auftreten:

  • Herzklappen-Funktionsstörungen
  • Kniescheibenprobleme Fehlentwicklungen beim Skelett
  • Offene Fontanelle

Und oder vielleicht gerade weil Chihuahuas wegen ihrer handlichen Größe von vielen Hundeliebhabern als Modehund angesehen werden, findet bei vielen unseriösen Züchtern leider keine richtige Zuchtauswahl, sondern eine Vermehrung statt, sodass sich die Probleme häufen können. Ein Freund dieser hübschen Hunderasse, der mit dem Gedanken an eine Anschaffung spielt, ist gut beraten, seinen Chihuahua-Welpen gründlich in Augenschein zu nehmen. Ein Zuchtverband für das Hundewesen kann und wird hier eine gute Hilfe sein. Man sollte außerdem darauf achten, dass der gewählte Hund nicht einen zu ausgeprägten Kopf mit großen Augen besitzt, da das zu Augenproblemen führen kann. Wichtig ist ebenfalls zu bedenken, ob die Hunderasse zur Lebensweise passt. Man möchte dem kleinen Vierbeiner schließlich später kein Leben im Tierheim zumuten. Am besten kauft man seinen neuen Kameraden bei einem guten Chihuahua-Züchter. Renommierte Züchter für Chihuahuas finden Sie in unserer Datenbank.

Der Traum von der eigenen Chihuahua-Zucht

Früher oder später trägt sich der eine oder andere Chihuahua-Liebhaber vielleicht sogar mit dem Gedanken, selbst Züchter von Chihuahuas zu werden. Das muss nicht unbedingt ein Traum bleiben, verlangt aber eine gute Vorbereitung und einige Kenntnisse: Die Tragzeit einer der Chihuahua-Hündin beträgt im Allgemeinen 63 Tage, verschiebt sich gerne aber einmal um ein paar Tage. Generell kann man davon ausgehen, dass ab dem 57. Tag jederzeit mit dem Beginn der Geburt zu rechnen ist. Erste Anzeichen der bevorstehenden Geburt ist das Hecheln der Hündin, das etwa 6 bis 12 Stunden vor der Geburt auftritt und ihr nervöses Umherwandern, bei dem sie das Lager zwar wiederholt aufsucht, aber so recht keine Ruhe finden kann. Viele Hündinnen fressen während dieser Zeit nichts mehr oder erbrechen das Gefressene wieder, was aber völlig normal ist. Ebenso hängt der vorher recht straffe Bauch durch und das Gesäuge stellt sich auf und die Körpertemperatur sinkt von vorher 38 bis 39 °C auf 37 °C ab.
Hündinnen, die man belegen möchte, sollten ein Gewicht von 2 bis 3 kg haben. Wenn man bedenkt, dass die Chihuahua-Welpen bei ihrer Geburt schon ein Gewicht von 130 g haben und damit schon etwa 5 % der Größe der Hündin haben, kann man sich vorstellen, dass eine Hündin, die zur Zucht genutzt werden soll, eher größer als zu klein sein sollte. Beachtet man das und schließt sich vor allem auch einem Zuchtverband an, wird man sicherlich viel Freude an gesunden und vitalen Chihuahua-Welpen bekommen.

Unser Tipp: Die passende Lektüre

Wer diesen kleinen Charmebolzen verfallen ist, ist mit einer guten Lektüre bestens beraten: Sich mit einem guten Ratgeber zum Chihuahua gemütlich auf die Couch zurückziehen und allerlei Wissenswertes über diese tollen Hunde erfahren – was gibt es Schöneres für einen stolzen Chihuahua-Besitzer und vielleicht sogar den Züchter in Spe?

Der Chihuahua – kurz und knackig!

Zwar ist der Chihuahua der kleinste Hund der Welt, hält sich aber ganz gerne oft für den Größten. Er ist mutig, tapfer und charmant und – nicht zu vergessen – ein echter Herzensbrecher, der einem gerne mal das Kommando aus der Hand nimmt. Er ist so klein, dass er gut in einer kleinen Wohnung leben und überall hin mitgenommen werden kann. Er benötigt nicht viel Auslauf und kann so auch gut von älteren Menschen gehalten werden. Was bei seiner Anschaffung aber unbedingt zu beachten ist, ist das hohe Alter, das er erreichen kann, denn damit kann er seinen älteren Besitzer ganz leicht auch überleben und muss dann den Rest seines Lebens unter Umständen allein bleiben.

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Der Chihuahua ist ein mutiger und tapferer Begleiter. Aber leider ist die kleinste Rasse der Welt doch nicht ganz die richtige Wahl? Dann lohnt sich vielleicht ein Blick auf diese Hunderassen:

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