Der Malteser: Ein problemloser Begleiter für ältere Menschen

FCI Kassifikation: 65,

Widerrist: Rüden 21 bis 25 cm, Hündinnen 20 bis 23 cm

Farbe: Weiß, blasse Elfenbeinfärbung ist zulässig

Fell: sehr lang und pflegeintensiv

Gewicht: Rüden und Hündinnen 3 bis 4 kg

Lebenserwartung: 12 bis 16 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 5

Größenklasse: 1

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten: , , ,

Familie:

Eignung: ,

Zuchtverbaende:

Was ist das Tolle an einem Malteser?

Der Malteser ist eine sehr alte Hunderasse. Ihn gibt es nachweislich schon seit mehr als 2.000 Jahren. Obwohl es zahlreiche Hinweise gibt, ist seine Entstehung nicht vollständig geklärt. Er ist der ideale Begleithund für Menschen, die zwar gern und regelmäßig, aber nicht übermäßig lange, spazieren gehen können oder wollen. Er fühlt sich in einer Stadtwohnung wohl und ist auch für ältere Menschen ein wunderbarer und treuer Begleiter.

Wo liegen die Ursprünge des Maltesers

Alle Kynologen sind sich darüber einig, dass der Malteser einer der ältesten Zwerghunde der Welt ist und für Hunderassen, die so früh entstanden sind, ist es so gut wie unmöglich, den wahren Ursprung der Rasse zu ergründen. Ein so weit zurückliegender Zeitpunkt – beim Malteser sind es immerhin über 2.000 Jahre – lässt sich einfach nicht zurückverfolgen. Die ersten Abbildungen stammen aus der Zeit der Pharaonen und dem alten Griechenland. Hier waren weiße, langhaarige Zwerghunde zu sehen. Im alten Rom waren sie sehr begehrte Schoßhunde reicher und mächtiger Menschen. Als gesichert gilt aber, dass der Malteser von der inzwischen im Meer versunkenen vor der Dalmatischen Küste gelegenen Insel „Meliaea“ stammt. Daraus leitete sich wohl irrtümlich der Name „Malteser-Hündchen“ ab. In der Renaissance hat er auch seinen Weg in die europäischen Adels- und Königshäuser gehalten. Diese Hunde kamen mit den Handelsschiffen, auf denen sie wohl ursprünglich eher die Funktion eines Ratten- oder Mäusefängers gehabt haben mögen. Bald wurden sie eher als Statussymbol als für einen besonderen Zweck dienlich gehalten. Der Prestige-Gedanke wurde dadurch verstärkt, dass die Rasse sorgfältig bewacht wurde. Besitzer solcher Tiere waren nur in der Oberschicht zu finden. Der Umstand, dass ihr Haar keine Unterwolle bildet, weist darauf hin, dass der Ursprung der kleinen Hunde aus der FCI Gruppe 10 im warmen Klima liegt – also dem Mittelmeerraum.

Die Gretchen-Frage: Terrier oder Spaniel?

Kleine Hunde wurden von den Händlern auch als Geschenke an einflussreiche Personen im Orient gegeben, was eine Fortsetzung der chinesischen und tibetanischen Tradition war, denn dort tauschten schon die Kaiser von China und die Dalai Lama in Tibet kleine Hunde – den Pekinesen und den Lhasa Apso – bei besonderen Gelegenheiten aus. Im 19. Jahrhundert entstanden die ersten Zuchtverbände und Vereine in Großbritannien und im englischen Kennel Club gab es viele Diskussionen darum, ob der Malteser denn nun den Terriern oder den Spaniels zuzuordnen sei. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eine Einigung: Der Malteser wurde zu einer eigenständigen Rasse.

Unser Buch-Tipp: Wissenswertes zum Malteser

Der Malteser ist ein echter Charmeur – eben ein Hund mit Pfiff. Hier ist ein kompetenter Ratgeber die richtige Lektüre, wenn es um alle Fragen im Alltag mit dem hübschen, flauschigen Hund geht. Ganz gleich ob Tipps und Ideen zu Haltung, Erziehung, Pflege, Gesundheit … ein kompetenter Ratgeber ist niemals die falsche Wahl. Und ganz ehrlich: Eine Lektüre über den geliebten Hund ist doch immer eine willkommene Freizeitbeschäftigung.

Wie wünscht man sich den Malteser?

Die kleinen Malteser erreichen eine Schulterhöhe von 21 bis 25 cm bei Rüden und 20 bis 23 cm bei Hündinnen.

  • Idealgewicht bei beiden Geschlechtern: zwischen 3 und 4 kg
  • Farbe des Felles reinweiß, wobei eine leichte Elfenbeintönung zulässig ist
  • Augen offen, mit einem lebhaften, aufmerksamen Ausdruck, größer als üblich
  • Augenfarbe: dunkel ocker
  • Ohren fast dreieckig und hoch über dem Jochbein angesetzt, kaum abgehoben und hängend getragen
  • Hals aufrecht getragen, keine lose Haut
  • Rute in der Verlängerung der Kruppe angesetzt, dick an der Wurzel und dünn an der Spitze. Sie formt einen einzigen großen Bogen, eine seitwärts zu einer Rumpfseite hin gekrümmte Rute wird aber toleriert.
  • Pfoten rund, die Zehen gut geschlossen und gewölbt, Mittelballen und die Zehenkissen schwarz, die Nägel sind ebenfalls schwarz oder zumindest von dunkler Farbe
  • Haar dicht, glänzend, schimmernd, schwer herabfallend und seidig, auf dem ganzen Körper lang und bleibt in ganzer Länge glatt ohne Spuren von Locken oder Kräuselung. Locken und Flocken sind nur zulässig an den vorderen Gliedmaßen vom Ellbogen bis zur Pfote und an den hinteren Gliedmaßen vom Knie bis zur Pfote.

Hat der Malteser tatsächlich Heilkräfte?

Früher einmal wurden dem Malteser medizinische Heilkräfte zugesprochen. Kranke Menschen setzten sich den kleinen Hund auf ihren Körper, wenn sie Schmerzen in der Brust oder im Bauch hatten. Wahrscheinlich war es aber nur die Wärme der kleinen Körper, die in diesen Fällen für Linderung sorgte – eine Wärmeflasche hätte den gleichen Zweck erfüllt. Der Glaube, dass das weiße Haar der Hunde bei Rheuma hilfreich sei, kam noch dazu. Bis in die Neuzeit hat sich dieser Glaube sehr hartnäckig gehalten. In Großbritannien kann man tatsächlich heute noch Handschuhe oder Schals kaufen, die aus ihren Haaren gefertigt worden sind.

Für wen ist der Malteser der passende Begleiter?

Der Malteser hat ein ausgeglichenes Temperament und neigt nicht zu übermäßigem Bellen. Er schließt sich seinen Menschen sehr treu an und ist trotz seiner geringen Größe mutig und wachsam. Nicht selten werden diese Hündchen mehr als 15 Jahre alt und dieser lebhafte kleine Kerl ist noch oft bis in sein hohes Alter munter und verspielt. Wer sich für einen Maltester entscheidet, sollte sich darüber bewusst sein, dass die Pflege dieser schönen Hunderasse sehr anspruchsvoll ist und regelmäßig durchgeführt werden muss, damit die Haare nicht verknoten und verfilzen. Idealerweise wird das Fell täglich entwirrt und mit einer weichen Bürste vom Schmutz befreit. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, das Fell etwas zu schneiden. Viele Menschen kennen den kleinen, weißen Hund mit seinen wehenden Haaren als Wirbelwind in den Parks der Städte: Der Maltester ist meist gut gelaunt und liebt es, ausgelassen im Freien zu spielen. Dabei ist er ein wahrer Stimmungs-Aufheller, der als kleiner Gaukler seinem Menschen unter allen Umständen gefallen möchte. Lange galt der Maltester als bloßer Schoßhund und hohe Summen wurden für diese sanften Kerlchen bezahlt. Heute sind diese Zeiten passé und er wird als kluger, mutiger und unerschrockener Bursche erlebt. Die Erziehung der aufgeweckten, manchmal frechen und draufgängerischen Hunde ist einfach und gelingt auch Anfängern in der Hundehaltung, denn ihm fehlt der Hütetrieb, er hat keinen ausgeprägten territorialen Anspruch und kaum Jagdtrieb. Die Malteser Hündchen sind sehr von sich überzeugt und gehen mit hoch erhobenem Kopf durch die Welt.

Braucht mein Malteser eine spezielle Ernährung?

Grundsätzlich hat der Malteser-Züchter mit dem passenden Welpenfutter den Grundstein für einen gesunden Hund schon gelegt. Hunde sehr kleiner Rassen brauchen eine passende Zusammensetzung von Proteinen und Omega-6 und -3-Fettsäuren. So füttert man gesund und ausgewogen.

Wie sieht es mit den Rassekrankheiten beim Malteser aus?

Die zerbrechlich aussehenden Maltester sind in Wahrheit robuste und sehr gesunde Hunde. Mit ihrer Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren sind sie auch ausgesprochen langlebig. Für einige Probleme und Krankheiten sind sie trotzdem anfällig, wobei es sich ausdrücklich nicht um Malteser Erbkrankheiten handelt:

  • Reizungen und Infektionen der Augen
  • Hauterkrankungen
  • Patellaluxation
  • Zahnprobleme
  • Dehydrierun

Die Augenprobleme stehen in Verbindung zu den langen Haaren, die dem kleinen Kerl häufig in die Augen hängen und dort zu Reizungen führen. Dieses Problem lässt sich durch Hochbinden der Haare relativ leicht lösen. Die Hautprobleme sind ebenfalls auf das lange Haar zurückzuführen und als Vorbeugung für Hautprobleme an sich ist die Pflege des Felles schon allein unerlässlich. Das dichte Fell des Maltesers kann mit einem dicken Wintermantel verglichen werden. Bei normalen Zimmertemperaturen oder Bewegung kann er leicht überhitzen und zum Ausgleich wird der Hund häufig hecheln. Die dabei verlorene Flüssigkeit muss möglichst rasch mit reichlich Wasser wieder ausgeglichen werden, sonst droht Dehydrierung. Typische Erbkrankheiten für den Malteser existieren nicht.

Unsere Tipps: Zubehör für sehr kleine Hunde

Natürlich möchte, wer sich für diese hübschen kleinen Hunde als Begleiter entscheidet, auch das passende Zubehör, das ebenso hübsch wie praktisch ist.

Der Schlafplatz für den Malteser

Nicht jedes Herrchen oder Frauchen möchte sein Sofa oder sein Bett mit einem Hund teilen – auch wenn er noch so niedlich ist. Und ganz ehrlich: Manchmal ist sicher unser kleiner Begleiter auch froh über ein gemütliches Ruheplätzchen, auf das er sich zurückziehen kann. Groß muss so ein Schlafplatz nun nicht unbedingt sein, aber schön flauschig und plüschig ist für die hübschen Hündchen schon ganz passend. Und wenn so ein Hundebettchen dann auch noch waschbar ist, ist es nochmal so praktisch.

Nützliches für den Ausflug mit dem Rad

Sicherlich möchte man mit seinem Hund auch gerne mal einen Ausflug mit dem Rad unternehmen. Nun ist aber der kleine Malteser nicht der typische Hund, der am Fahrrad mitläuft. Der Ausflug mit dem Malteser wird aber trotzdem zum Spaß für Hund und Herrchen mit einem Hundefahrradkorb für den Gepäckträger. So ist der Hund sicher untergebracht, hat eine prima Rundumsicht mit ausreichend Frischluft und kann mit Herrchen oder Frauchen jede noch so lange Radtour prima begleiten.

Der Malteser im Auto

Für eine Fahrt im Auto ist man mit einer Transportbox der passenden Größe immer auf der sicheren Seite. Die Box soll einem kleinen Hund im Auto genügend Sicherheit bieten, denn der kleine Passagier ist ganz sicher ungesichert im Fußraum des Beifahrersitzes oder gar auf der Rückbank am falschen Platz. Eine Transportbox, die den kleinen Mitfahrer sicher bewahrt und ganz einfach mit dem Sicherheitsgurt im Auto gesichert werden kann, ist eine gute Wahl, damit im Falle eines Falles der Hund nicht zum todbringenden Geschoss wird. Abgesehen davon wird man in einer Polizeikontrolle mit einem nicht gesicherten Hund ganz sicher zur Kasse gebeten – und das ganz unabhängig von der Größe des Hundes. Also gilt: Sicher ist sicher!

Kleiner Hund – kurzes Fazit!

Malteser sind Hunde, die sehr angenehm und problemlos sind, gut mit Kindern auskommen und auch für ältere Menschen hervorragend geeignet sind. Er besitzt keinerlei Jagdtrieb, ist aber sehr verspielt. Wegen seiner geringen Körpergröße kann der Hund aus der FCI Gruppe 10 sehr gut in einer kleineren Stadtwohnung leben, denn er ist auch mit wenig Auslauf zufrieden. Seine Fellpflege allerdings ist äußerst aufwändig und zeitintensiv. Für die Pflege sollte man täglich mindestens eine halbe Stunde einrechnen – Zeit, die man aufgrund der hohen Lebenserwartung der kleinen Hunde nicht unterschätzen sollte.

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