Der Rhodesian Ridgeback: Freundlicher und selbstbewusster Begleiter

FCI Kassifikation: 146, Gruppe 6, Rassekürzel RHR

Widerrist: Rüden 63 - 69 cm, Hündinnen 61 - 66 cm

Farbe: Weizen, Rotweizen, Dunkelweizen

Fell: kurz, glatt und eng anliegend mit wenig oder gar keiner Unterwolle

Gewicht: Rüden: 36,5 kg; Hündinnen: 32 kg

Lebenserwartung: 14 Jahre

Erziehungsaufwand: Lässt sich nicht dressieren und sollte durch freundliche Konsequenz angeleitet werden.

Familientauglichkeit: Der Ridgeback eignet sich auch für große Familien.

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand: Lässt sich nicht dressieren und sollte durch freundliche Konsequenz angeleitet werden.

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten: , , , ,

Familie:

Eignung: ,

Zuchtverbaende:

Was ist das Besondere am Rhodesian Ridgeback?

Der Rhodesian Ridgeback ist die einzige anerkannte Hunderasse, die aus Südafrika stammt. Sein ursprüngliches Heimatland ist das ehemalige Rhodesien. Der Ridgeback hat seinen Namen von dem Kamm (Ridge) auf seinem Rücken erhalten, der mit zwei Haarwirbeln, den Crowns, in Schulterhöhe beginnt. Er ist mit einem Haarbogen, dem Arch, verbunden, und endet bei den Hüfthöckern. Entlang dieses Kammes wachsen die Haare des Rhodesian Ridgeback gegen den Strich.

Woher kommt der schöne Ridgeback genau?

Schon in Berichten der alten Ägypter und Phönizier werden Hunde wie der Ridgeback erwähnt. Von den Portugiesen existieren schriftliche Aufzeichnungen aus dem Jahr 1480, die auf ihren Reisen durch Afrika diese Hunde mit der seltsamen Haarbildung auf dem Rücken als einzige Haustiere der Ureinwohner beschreiben. Als im Jahr 1652 die ersten weißen Siedler das Kap erreichten, fielen ihnen ebenfalls sofort die Hunde mit dem Rückenkamm auf. Es folgten gezielte Kreuzungen mit den aus Europa mitgebrachten Hunden und es entstand schließlich der Rhodesian Ridgeback.

Zu wem passt der Rhodesian Ridgeback?

In seinem Heimatland ursprünglich zur Löwenjagd eingesetzt ist der Ridgeback ein kräftiger, muskulöser Hund. Bei uns aber wird er kaum jagdlich geführt und hat sich aber einen festen Liebhaberkreis erobert, der ihn als Familien- und Begleithund nutzt. Er eignet sich für die Begleithundeausbildung, die Fährten- und Rettungsarbeit und für den Hundesport. Der Ridgeback ist kein Ein-Mann-Hund, sondern eignet sich auch für große Familien. Ein Ridgeback lässt sich nicht dressieren, nur mit Geduld und Einfühlungsvermögen erziehen. Aus diesem Grund sollte er eine gründliche Erziehung mit viel Auslauf und Beschäftigung erhalten. Er bleibt nicht gern allein – ein Überbleibsel aus der Zeit, als er für die Jagd im Rudel gehalten wurde. Seine Jagdleidenschaft als Sichtjäger hat er bis heute nicht verloren. Der Rhodesian Ridgeback ist ein sehr freundlicher und selbstbewusster Hund. Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend, dabei aber weder scheu noch aggressiv. Er rauft nicht und verteidigt sich nur, wenn er angegriffen wird. Und für Menschen mit Nachbarn angenehm: Er bellt nur, wenn er einen guten Grund dafür hat.

Wie sieht der Rhodesian Ridgeback aus?

Das Fell des Rhodesian Ridgeback ist kurz und glatt und eng anliegend. Er besitzt nur sehr wenig bis gar keine Unterwolle. Dadurch wird die Körperwärme in der Hitze sehr gut abgeleitet, was eine Anpassung an das heiße Klima der ursprünglichen Heimat darstellt. Deshalb sollten bei Eis und Schnee die Hunde die Möglichkeit bekommen, sich durch Bewegung ausreichend zu erwärmen. Der Ridgeback ist ein ausgewogen gebauter, starker, muskulöser, wendiger und aktiver Hund, symmetrisch im Profil. Das Hauptaugenmerk beim Aussehen des Rhodesian Ridgeback liegt auf Eleganz und Beweglichkeit ohne jede Tendenz zu einer massigen Erscheinung. Der Rückenkamm muss klar abgegrenzt, symmetrisch und zu den Hüfthöckern hin schmaler werdend unmittelbar hinter den Schultern beginnen und bis zu den Hüfthöckern reichen. Der Rückenkamm darf nur zwei Wirbel (crowns) aufweisen, die beide dieselbe Form haben und sich gegenüberliegen. Ein guter Durchschnittswert für die Breite des Rückenkamms ist 5 cm. Der Schädel sollte von mittlerer Länge, flach und breit sein. In entspannter Haltung gibt es keine Faltenbildung am Kopf. Die Augen sollten rund, klar, funkelnd und mit intelligentem Ausdruck sein und mit der Fellfarbe harmonieren. Der Hals ist lang, kräftig und ohne lose Kehlhaut. Die Brust sollte nicht zu breit sei, dabei aber tief und geräumig. Die Rute ist im Ansatz kräftig, zur Spitze hin dünner werdend, aber nicht zu grob. Sie wird leicht gebogen getragen und ist niemals geringelt. Die Fellfarbe ist hell bis rot weizenfarben, dabei ist ein wenig weiß an Brust und Zehen statthaft. Eine ausgedehnte weiße Behaarung in diesem Bereich ist unerwünscht. Zu viele schwarze Haar im Fell sind ebenfalls nicht gewünscht.

Unser Tipp: Das Buch zum Rhodesian Ridgeback

Ursprünglich als Gehilfe der Großwildjäger gezüchtet, hat sich der Ridgeback zum beliebten Wach- und Familienhund entwickelt, über den es viel Interessantes zu lesen gibt. Ein kompetentes Fachbuch lässt auch den Halter eines Ridgeback noch viel Neues entdecken:

Was zeichnet den Charakter des Rhodesian Ridgeback aus?

Der Alternativbegriff „Löwenhund“ hat zum Teil dazu beigetragen, dass diese Rasse kurioserweise in manchen Bundesländern den Einzug in die Liste der „Kampfhunde“ gehalten hat. Tatsächlich aber handelt es sich beim Rhodesian Ridgeback um einen klassischen Jagdhund, der nicht nur mit einer vorzüglichen Nase ausgestattet ist, sondern als Sichtjäger mit einer ausgezeichneten Sehleistung punkten kann. Der Ridgeback gehört zu den spätreifen Rassen, sowohl in körperlicher als auch in geistiger Hinsicht. In seiner Heimat wurde er ursprünglich zur Löwenjagd eingesetzt, wobei die Hunde meist im Rudel gejagt haben. Hierzulande findet er seine Verwendung vorwiegend als Familien- und Begleithund. Sein Wach- und Schutztrieb ist sehr gut ausgeprägt. Der Rhodesian Ridgeback ist ausgesprochen verfressen, weshalb ihm sein Futter konsequent zugeteilt werden sollte. Ein Ridgeback ist aufgeweckt, wissbegierig und für jeden Spaß zu haben, dabei aber auch immer irgendwie überschwänglich und stürmisch. Daher sollte er als junger Hund bis zum Alter von 18 bis 24 Monaten und einem Kind bis zum Vorschulalter immer nur sorgsam und unter Aufsicht zusammen sein. Danach sind Ridgebacks und Kinder die besten Kumpel fürs Leben. Auch mit Katzen kann er sich gut verstehen, wenn er von Anfang an an sie gewöhnt wird.

Rhodesian Ridgeback: Wachhund und „Menschenhund“

Als Wachhunde sind sie sehr diskret, bellen nie ohne Grund und hören auf zu bellen, wenn man es ihnen sagt – es sei denn, der Mensch hätte nicht begriffen, was ihnen der Hund zu sagen hat. Der Halter eines Rhodesian Ridgeback ist immer gut beraten, dem Gebell seines Hundes genau auf den Grund zu gehen. Als Jagdhunde mit gutem Jagdinstinkt sollten sie nicht unbeaufsichtigt auf einem nicht gut umzäunten Grundstück zurückgelassen werden. Wenn etwas ihr Interesse erweckt, können sie recht schnell auf und davon sein. Und junge Ridgebacks können vor lauter Langeweile erstaunlich große Löcher graben. Ridgebacks sind absolute Menschenhunde: Sie lieben es, genau dort zu sein, wo ihr Herrchen sich gerade aufhält. Wenn dieser es erlaubt, krabbeln sie aufs Sofa, ins Bett und auf den Schoß. Hier muss man sehr früh überlegen, wo die Grenzen gesetzt werden müssen. Junghunde beschränkt man am besten auf einen Teil der Wohnung, wo man sie im Auge behalten kann. Ältere Hunde können sich später problemlos in der gesamten Wohnung bewegen.

Der Tipp: Ein gemütliches Plätzchen für den Ridgeback

Gönnen Sie dem schönen Ridgeback ein gemütliches Plätzchen. Eine leicht zu reinigende, gemütliche Hundedecke lässt jeden Ridgeback so richtig entspannen:

Welche Krankheiten findet man beim Rhodesian Ridgeback?

Es ist genau wie beim Menschen: Auch ein Rhodesian Ridgeback bleibt nicht von Krankheiten verschont und neben den normalen Erkrankungen und Alterserscheinungen gibt es doch die eine oder andere rassetypische Erbkrankheit. Aber nur, weil es rassetypische Erkrankungen gibt, heißt das nicht, dass jeder Hund auch an ihr erkranken muss. Wie bei allen großen Hunderassen kommt auch die Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Rhodesian Ridgeback vor, ebenso die Ellenbogendysplasie (ED). Daneben können Ridgebacks auch an Degenerativer Myelopathie, Hämophilie B und Osteochondrosis dissecans erkranken.

Was muss bei der Ernährung des Ridgeback beachtet werden?

Der Rhodesian Ridgeback stellt an sein Futter einige besondere Ansprüche, wenn er lange gesund und fit bleiben soll. Leider hat der Ridgeback eine Veranlagung zum Übergewicht. Gerade bei einer ausschließlichen Fütterung mit Trockenfutter ist Vorsicht geboten. Hier sind schon geringe Futtermengen sehr reichhaltig. Allerdings ist der Ridgeback so bewegungs- und arbeitsfreudig, dass er sich die Kalorien leicht wieder abarbeiten kann. Und eine höhenverstellbare Hundebar sorgt dafür, dass ein großer Hund wie der Ridgeback entspannt fressen kann.

Unser Fazit zum Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist eine alte Jagdhundrasse aus Südafrika. Hier ist er auch heute noch ein beliebter Wach- und Schutzhund. Der Ridgeback ist ein ausgesprochen furchtloser Hund und bereit, seinen Besitzer im Ernstfall vehement zu verteidigen. Sein Jagd- und Schutztrieb ist gepaart mit viel Eigensinn, was eine gute Ausbildung so wichtig macht. Der Ridgeback ist ausgesprochen wachsam und bellt nur, wenn er wirklich einen Grund dazu hat. Neben seinen täglichen, langen Spaziergängen muss der intelligente Hund auch geistig gefordert werden.

Unser Tipp zum Transport des Ridgeback im Auto:

Ein großer Hund wie der Ridgeback muss im Auto sicher transportiert werden. Eine Schondecke für den Kofferraum gibt ihm ein geborgenes und sicheres Gefühl während der Fahrt. Eine solche Decke schützt den Kofferraum vor Schmutz und Haaren und ist leicht und hygienisch zu reinigen.

Ähnliche Rassen:

Der Rhodesian Ridgeback ist ein einmaliger Hund, bei dem Vergleiche mit anderen Rassen schwer fallen. Wer aber dennoch einen Vergleich wagen möchte, kann das bei diesen Rassen tun:

Ähnliche Rassen:

  • American Bull Ridgeback
  • Dogo Argentino
  • Dalmatiner
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