Der Rottweiler – Vertreter einer der ältesten Hunderassen

FCI Kassifikation: 147, Gruppe 2, Sektion 2.1

Widerrist: Rüden 61 bis 68 cm, Hündinnen 56 bis 63 cm

Farbe: schwarz

Fell: Mittellang, derb, dicht, straff anliegend

Gewicht: Rüden 50 kg, Hündinnen 42 kg

Lebenserwartung: 12 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 1

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung: , ,

Zuchtverbaende:

Was ist es, das den Rottweiler zu einem besonderen Hund macht?

Der Rottweiler ist ein stämmiger Hund, dessen kräftige Gestalt auf große Kraft und Ausdauer schließen lässt. Seine Grundstimmung ist immer freundlich, er ist kinderliebend, sehr anhänglich und gehorsam. Gegenüber seiner Umwelt reagiert er immer sehr aufmerksam.

Wie ist die Geschichte des schönen Rottweilers?

Der Rottweiler zählt zu den ältesten Hunderassen. Die Vorfahren des Rottweilers wurden in der Römerzeit als Hüte- und Treibhunde gehalten. Sie gelangten mit den römischen Legionen über die Alpen und wurden als Wachhunde und Viehtreiber genutzt. Rund um die schwäbische Stadt Rottweil vermischten sie sich mit den einheimischen Hunden. Ihre Hauptaufgabe war, ihre Menschen mit ihrem Hab und Gut zu bewachen und deren Vieh zu treiben. Die Metzger in diesem Landstrich verschrieben sich später ihrer Zucht und so entstand der „Rottweiler Metzgerhund“. Dieser war ein hervorragender Hüte- und Treibhund, der auch als Zughund eingesetzt wurde. Wegen seiner guten Eignung als Schutzhund wurde er im Jahr 1910 als Polizeihund anerkannt. Heute zählt der Rottweiler zu den klassischen Schutzhundrassen.

Für wen eignet sich der kräftige Rottweiler?

Der Rottweiler ist ein stämmiger Hund, dem man seine Kraft und Ausdauer auch ansieht. Seine Grundstimmung ist durchweg sehr freundlich mit einer sehr hohen Reizschwelle. Dabei ist er nervenfest, mutig und selbstsicher. Eine gute, verständnisvolle Erziehung und konsequente Führung macht aus ihm durchaus einen guten Familienhund. Bei uns erfreut er sich einer großen Beliebtheit, ist allerdings nur für Menschen geeignet, die ihn schon vom frühesten Welpen-Alter an gut sozialisieren und mit der nötigen Konsequenz und Geduld erziehen. Der Rottweiler ist sehr selbstbewusst und ordnet sich nur dann unter, wenn er seinen Rudelführer akzeptiert. Dieser muss ihm natürlich auch körperlich gewachsen sein. Besonders ausgeprägt ist der Hang zur Dominanz bei den Rüden. Dennoch lässt sich der Rottweiler gut erziehen und ausbilden und ist auf dem Hundeplatz bei allen Aufgaben mit Freude bei der Sache. Er ist für die Ausbildung zum Begleit- und Schutzhund gut geeignet und auch für den Turnierhundesport zu begeistern. Rasante Hundesportarten wie Agility sind allerdings nicht sein Ding.

Wie sieht der engagierte Rottweiler-Züchter das Aussehen seines Hundes?

Die Rottweilerzucht strebt einen kraftstrotzenden Hund von schwarzer Farbe mit rotbraunen, klar abgegrenzten Abzeichen an. Bei seiner wuchtigen Gesamterscheinung lässt er trotzdem seinen Adel nicht vermissen. Der Rottweiler ist mittelgroß bis groß, ein stämmiger Hund, weder plump noch leicht oder hochläufig. Seine im richtigen Verhältnis stehende, kräftige Gestalt lässt auf große Kraft, Wendigkeit und Ausdauer schließen. Seine Grundstimmung ist freundlich und friedlich. Er ist kinderliebend, sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig. Er ist selbstsicher, nervenfest und unerschrocken. Der Rottweiler reagiert mit hoher Aufmerksamkeit gegenüber seiner Umwelt. Der Kopf ist mittellang, zwischen den Ohren breit, mit ausgeprägtem Stopp. Die Nase ist schwarz, die Lefzen sind ebenfalls schwarz, fest anliegend, die Lefzenwinkel sind geschlossen und die Zahnleiste ist möglichst dunkel. Die Zähne sind stark und bilden ein vollständiges Scherengebiss. Die Augen des Rottweilers sind mittelgroß, mandelförmig und von tiefbrauner Farbe, die Lider gut anliegend. Die Ohren sind mittelgroß, hängend, dreieckig, weit voneinander stehend und hoch angesetzt. Der Hals des Hundes ist kräftig, mäßig lang und gut bemuskelt, mit leicht gewölbter Nackenlinie ohne Wamme oder gar lose Kehlhaut. Der Rücken des Rottweilers ist gerade, kräftig und stramm. Die Rute ist naturbelassen und wird waagrecht in Verlängerung der Rückenlinie getragen, im Ruhezustand auch hängend. Das Haarkleid des Rottweilers ist Stockhaar, bestehend aus Deckhaar und Unterwolle. Das Deckhaar ist mittellang, derb, dicht und straff anliegend, die Unterwolle soll nicht aus dem Deckhaar hervortreten, an den Hinterläufen ist die Behaarung etwas länger. Die Haarfarbe des Rottweilers ist immer schwarz mit gut abgegrenzten Abzeichen (Brand) satter, rotbrauner Färbung an Backen, Fang, Halsunterseite, Brust und Läufen sowie über den Augen und unter der Rutenwurzel. Weiße Flecken am Hund sind nicht erlaubt.

Ist der Rottweiler wirklich ein Listenhund?

In manchen Bundesländern wird der Rottweiler zu den gefährlichen Hunden (Listenhunden) gezählt, deren Haltung mit bestimmten Auflagen verbunden ist. Vor der Anschaffung sollte man sich daher nach den aktuellen Bestimmungen am Wohnort erkundigen. In vielen Bundesländern werden die Rassen pauschal in „gefährlich“ bzw. „vermutet gefährlich“ eingeteilt oder lt. Volksmund „Kampfhund Kategorie 1“ und „Kampfhund Kategorie 2“. Für die Hunde der Kategorie 1 sind die Restriktionen am größten, die Kategorie 2 sieht das dagegen wesentlich variabler. Zu den Konsequenzen für Listenhundehalter gehört:

  • Anmeldepflicht
  • Pflicht zur sicheren Haltung
  • Führen des Hundes durch Dritte
  • Kennzeichnungspflicht
  • Leinenpflicht
  • Maulkorbpflicht
  • Mitführen von Bescheinigungen
  • Halterwechsel meldepflichtig

Der Rottweiler gehört zur Kategorie 2. In dieser Kategorie können die Beschränkungen durch einen „Wesenstest“ aufgehoben werden.

Welche Krankheiten sind beim Rottweiler vermehrt zu finden?

Leider ist auch der Rottweiler wie viele große Hunderassen auch teilweise von Erbkrankheiten betroffen. Bekannt ist die Hüftgelenksdysplasie (HD). Sie ist eine recht häufig anzutreffende Krankheit beim Rottweiler, aber auch bei anderen Hunderassen. Als Folge der Fehlbildung des Hüftgelenks können mit zunehmendem Wachstum Fehlbelastungen, Dehnungen der Gelenkkapsel sowie arthrotische Veränderungen im Gelenk auftreten, die den Tieren Schmerzen bereiten und bis zur Bewegungsunfähigkeit führen können. Allgemein anerkannt ist eine genetische Veranlagung zur Ausprägung von HD, was aber natürlich nicht bedeutet, dass ein solches Tier auch wirklich krank werden muss. Es kann bei entsprechenden Umweltbedingungen krank werden oder aber auch gesund bleiben. Auffällig bei der HD ist, dass es sehr große Rassenunterschiede gibt und dass große und schwere Rassen hiervon stärker betroffen sind als kleine und leichte. In den letzten Jahren werden bei Hunden als Ursache für Lahmheiten im Bereich der Vordergliedmaßen immer häufiger Erkrankungen des Ellbogengelenkes diagnostiziert. Es handelt sich dabei meist um chronische degenerative Arthropathien, die in den weitaus meisten Fällen ihre Ursache schon in Erkrankungen des Gelenkes während der Wachstumsphase beim Junghund haben. ED ist röntgenologisch zu diagnostizieren. Da es in jedem Fall ratsam ist, einen Hund bei einem erfahrenen und seriösen Rottweiler-Züchter zu erwerben, kann man sich im Vorfeld schon hier aufklären und beraten lassen. Ein kompetenter Züchter wird sicherlich jedes Für und Wider mit Ihnen vor dem Kauf beleuchten. Eine Liste kompetenter und seriöser Rottweiler-Züchter finden Sie in unserer Datenbank.

Wie steht es um den Charakter des Rottweilers?

Der Rottweiler ist ein ernst zu nehmender Gebrauchshund. Er ist ausgeglichen, gelehrig und folgsam, dennoch braucht er einen Menschen, den er selbst ernst nimmt und für kompetent genug hält, Entscheidungen zu treffen. Einen unsicheren und zögerlichen Menschen wird der Rottweiler irgendwann ignorieren und das Ruder in der Führung seiner Familie selbst übernehmen. Seine Familie geht dem Rottweiler über alles, er ist ausgesprochen treu und liebevoll. Hat er aber den Eindruck, es besteht Gefahr, wird er sich recht verteidigungsbereit geben. Ein Rottweiler sollte nervenfest und unerschrocken sein und auf seine Umwelt ohne jede Hysterie reagieren. Einen Jagdtrieb hat der Rottweiler kaum, gelegentlich ist er mit Artgenossen ein wenig rauflustig unterwegs. Die Erziehung sollte ausgesprochen konsequent und ruhig erfolgen. Wichtig ist, möglichst souverän, ruhig und durchdacht zu reagieren. Wutausbrüche oder Gewalt zählen nicht zu den Führungsqualitäten, die ein Rottweiler akzeptiert.

Unser Tipp: Das Buch zum Hund!

Einfach gut informiert sein über diese tolle Hunderasse!

Die richtige Ernährung für den Rottweiler

Der Rottweiler ist ein agiler und sportlicher Hund, der für seinen Tagesbedarf an Energie ein hochwertiges und auf seine Aktivität ausgerichtetes Futter benötigt. Wegen des großen Gewichtes des Rottweilers gibt es nicht selten Gelenkprobleme. Hier kann die richtige Ernährung des Welpen eine große Rolle spielen. Hier ist ein Futter vonnöten, das einen harmonischen Knochenaufbau mit einer ausgewogenen Zufuhr von Kalzium, Phosphor und Vitamin D unterstützt.

Außerdem neigt der Rottweiler wie viele andere große Hunde auch dazu, sein Futter zu schlingen. Hier kann ein Futter mit extra großen Kroketten beim erwachsenen Hund für Abhilfe sorgen. Speziell auf das Gebiss des Hundes abgestimmte Kroketten regen dabei zu einem intensiven Kauen an. Ein Futter, das EPA, DHA und Taurin enthält, unterstützt die Kraft des Herzmuskels für sportliche Hunde und L-Carnitin unterstützt Aufbau und Erhalt der Muskelmasse.

Wie beschäftigt man einen Rottweiler am besten?

Auslasten kann man einen Rottweiler sehr gut als Dienst- oder Rettungshund. Hält man ihn lediglich als Begleithund, kann man ihm auf langen Spaziergängen gut ein wenig Nasen- oder Zughundarbeit anbieten. Kindern gegenüber, die zur Familie gehören, ist er in den meisten Fällen sehr geduldig, liebevoll und auch fürsorglich. Selbstverständlich sollte ein Hund mit der Kraft eines Rottweilers keine wilden Spiele mit Kindern spielen und auch nicht mit den Kindern allein gelassen werden. Nicht etwa, weil er so gefährlich ist, sondern einfach, weil er den Kindern kräftemäßig weit überlegen ist. In der Wohnung lässt sich der Rottweiler prima mit Spielzeug beschäftigen, das seine Intelligenz fördert und fordert und zum Beispiel durch Drücken der richten Taste mit einer Futterbelohnung daher kommt.

Der Rottweiler unterwegs – was muss man beachten?

Man kann es nicht oft genug betonen: In unseren Landen gilt der Hund im Auto als Ladung, die ordnungsgemäß zu sichern ist. Das gilt ganz besonders für große und massige Hunde wie den Rottweiler. Es wäre unverantwortlich diesen Hund ungesichert im Fahrgastraum Platz nehmen zu lassen. Hier bietet sich eine stabile Transportbox aus Aluminium an, die sicher im Kofferraum des Fahrzeugs verstaut werden kann.

Unser Fazit zum Rottweiler

Der Rottweiler ist ein stämmiger Hund mit Kraft und Ausdauer. Leider hat er wegen einiger trauriger Vorfälle den Ruf, zu den „gefährlichen Hunden“ zu gehören. In einigen Bundesländern gilt er als Listenhund. Er ist ein klassischer Schutzhund mit einer durchweg freundlichen Grundstimmung und einer hohen Reizschwelle. Er ist nervenfest und mutig. Bei uns ist der Rottweiler sehr beliebt, braucht aber eine konsequente und ruhige Erziehung und einen Hundeführer, dessen Kompetenz er akzeptiert.

Ähnliche Rassen:

Wer sich mit dem Rottweiler unsicher ist, kann sich auch beim Deutschen Boxer oder dem Dobermann einmal genauer umsehen.

Ähnliche Rassen:

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am . Setzte ein Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar