Der Whippet: Eleganter Begleiter und „Rennpferd“ in einem!

FCI Kassifikation: 162, Gruppe 10, Sektion 3

Widerrist: Rüden 47 bis 51 cm; Hündinnen 44 bis 47 cm

Farbe: jede Farbe oder Farbrichtung

Fell: kurz, fein

Gewicht: 9 bis 12 kg

Lebenserwartung: 15 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse: 2

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung: , ,

Zuchtverbaende:

Was macht den Whippet so einzigartig?

Der Charakter des Whippet ist einfach nur als großartig zu bezeichnen. Zum einen ist er der anschmiegsame Hund, der den Menschen sucht und damit der ruhige Familien- und Wohnungshund und zum anderen der temperamentvolle und sportliche Sprinter, der im atemberaubenden Tempo durch das Gelände flitzt.

Woher stammt der Whippet?

Über die Geschichte des Whippet gibt es keine Aufzeichnungen, aber alte Gemälde lassen seine Existenz bis ins fünfzehnte Jahrhundert zurückverfolgen. Der heutige Whippet ist vermutlich eine Kreuzung aus dem Greyhound, dem italienischen Windspiel und Terriern. Im achtzehnten Jahrhundert wurde der Whippet in England von Bergleuten und Fabrikarbeitern für die Hasenjagd und für Rennen gezüchtet. Daher erhielten die Whippets auch den Beinamen „Rennpferd des armen Mannes“. Der Whippet ist ein sehr wendiger Hund, der extrem schnell ist und Haken schlage kann wie ein Hase. Damals war die Hasenjagd verboten und so musste der Hund klein genug sein, um versteckt in einem Rucksack transportiert zu werden. Später dann wurden die Rennen mit ihnen sehr populär. Die ersten Hunde wurde um 1900 in Deutschland ins Zuchtbuch eingetragen und waren auf Ausstellungen zu sehen. Whippets gehören zu den kleineren Windhunden, erreichen aber Geschwindigkeiten von über 50 km/h. Damit zählen sie zu den schnelleren Rassen und gelten auf der Rennbahn als besonders zuverlässig.

Wie ist das Wesen des eleganten Whippet?

Die mittelgroßen, temperamentvollen Hunde sind in der Haltung anspruchslos und ruhig. Dabei sind sie wachsam, bellen aber nicht viel und sind aggressionsfrei. Sie sind sehr liebesbedürftig und suchen den engen Kontakt zu ihren Menschen. Die Verbreitung der Whippets in Deutschland wurde durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges gestoppt und noch heute sind nur sehr wenige Hunde in Deutschland eingetragen. Der Whippet ist ein idealer Begleiter: Sehr anpassungsfähig an seine Umgebung, freundlich, liebenswürdig und ausgeglichen. Ein Whippet ist auf der Rennbahn wild, aber anschmiegsam und ruhig in seiner Familie.

Wie sieht der Whippet aus?

Der Körper des Whippet ist für Geschwindigkeit und Leistung konstruiert. Er ist anmutig, vermittelt aber trotzdem den Eindruck von Kraft und Stärke. Der Rücken ist breit, gut bemuskelt und kernig. Die Brust ist sehr tief mit viel Platz für Herz und Lunge. Die untere Profillinie ist deutlich aufgezogen. Die Rute ist lang, ohne Befederung und wird in Aktion mit feiner Aufwärtsbiegung, aber nicht über dem Rücken, getragen. Die Schulter des Whippet ist schräg und muskulös. Die Pfote der Hunde sind klar umrissen mit dicken, starken Ballen. Das Gangwerk des Whippet ist leichtfüßig mit weit ausgreifenden Schritten, die Hinterläufe greifen gut unter den Körper für kraftvollen und starken Schub. Das Fell ist kurz, fein und anliegend. Die Farbe des Whippet spielt in der Zucht keine Rolle, es gibt ihn in allen Farbe und Farbschattierungen. Die Schulterhöhe sollte bei Rüden 47 bis 51 cm und bei Hündinnen 44 bis 47 cm betragen. Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde sind von der Zucht ausgeschlossen.

Wie viel Bewegung braucht ein Whippet?

Der Whippet ist ein Sichtjäger und hetzt sehr gern Kaninchen und anderem Wild hinterher. Das muss unbedingt bei Freilauf in der Natur berücksichtigt werden. Aus diesem Grund ist es für Hunde dieser Rasse auch am besten, wenn man ihnen die für sie so wichtige Bewegung auf der Rennbahn verschafft. Mit ihrer Wendigkeit eignen sie sich auf für Agility, sie nehmen im Parcours mühelos und schnell einfach jedes Hindernis. Da der Whippet zu den Windhunderassen gehört, die sich leicht erziehen lassen, intelligent und gelehrig ist, taucht er bei Begleithundeprüfungen in letzter Zeit immer häufiger auf und schneidet dort auch sehr gut ab. Selbstverständlich kann man die schnellen Hunde auch ohne Leine frei in der Natur laufen lassen. Sehr schnell kommt er dann wieder zu Herrchen oder Frauchen zurück, es sei denn, ein Kaninchen taucht auf. Dann nutzt alles Rufen nichts und man muss warten, bis er nach kurzer Zeit von allein wieder zurückkommt.

Mit dem Whippet unterwegs

Mit seiner mittleren Größe findet der Whippet nicht nur in der Wohnung, sondern auch im Auto leicht ein Plätzchen. Sicher untergebracht ist er im Kofferraum, wo eine pflegeleichte Autoschondecke den schönen Begleitern ein komfortables Reisen ermöglicht. Gleichzeitig ist das Fahrzeug vor Schmutz und Haaren geschützt. Eine ideale Ergänzung ist eine Rampe, über die der Hund bequem seinen Ruheplatz im Auto erreichen kann. So werden die Gelenke der Hunde geschont und auch ältere und kranke Hunde können bequem einsteigen.

Was ist bei der Pflege des Whippet zu beachten?

Die Pflege des Whippet ist recht einfach. Einmal pro Woche muss er allerdings die Krallen geschnitten bekommen. Hierfür gibt es im Handel passende Krallenscheren. Der Whippet hat sogenannte „Katzenpfoten“, bei denen die Krallen sich nicht von allein ablaufen. Das kurze und sehr feine Fell ist sehr einfach zu pflegen, einmal die Woche bürsten reicht völlig. Auch hier gibt es eine Besonderheit bei Whippets: Er riecht selbst dann nicht nach Hund, wenn er feucht ist. Das liegt daran, dass er weniger Fettdrüsen in der Haut hat als andere Hunde.

Unser Buchtipp zum Whippet

Keine Frage, Whippets sind ganz besondere Hunde. Sie sind sehr auffällig, aber in der Haltung sehr anspruchslos. Für alle, die mehr wissen möchten über diese wunderbaren Windhunde, ist ein bebilderter Ratgeber eine wahre Fundgrube an Informationen. Selbst der langjährige Besitzer eines solchen Hundes wird immer noch wieder etwas Neues entdecken:

Benötigt der schnelle Whippet eine besondere Ernährung?

Hartnäckig hält sich das Vorurteil, dass Whippets als Windhunde anderes Futter benötigen als andere Hunde. Aber das ist so nicht richtig. Selbstverständlich benötigen sie ausgewogenes, gutes Futter. Ein Spezialfutter kommt nur bei Hunden zum Einsatz, die Rennen laufen.

Gibt es Besonderheiten bei der Haltung des Whippet?

Für die Bewegung des Whippet ist es völlig ausreichend, einmal am Tag einen längeren Spaziergang zu unternehmen. Dabei hat er natürlich wie andere Hunde auch seinen Spaß am Stöckchen- oder Bällchenwerfen. Kälte und Nässe verträgt ein Whippet nicht gut, er sollte mit einem Windhundmantel dagegen geschützt werden. Er liebt Wärme und Sofas bzw. Betten über alles und im täglichen Leben ist er ein wunderbarer Begleiter. Man kann ihn überallhin mitnehmen, er benimmt sich ausgesprochen gut – ganz gleich, ob im Restaurant, im Urlaub oder bei Besuchen. Als Wachhund eignet er sich überhaupt nicht. Gelegentlich neigt der Whippet zum Zittern und eingezogenen Schwanz. Gerne wird das als Angst oder Nervosität interpretiert, ist aber für den Whippet eine rassetypische Eigenschaft und hat mit Angst nichts zu tun, sondern ist ein Zeichen für Kälte oder Aufregung vor dem Rennen.

Der Whippet als Jäger

Über Jahrhunderte ist der Whippet auf Leistung selektiert worden. Das bedeutet, dass er auf das Jagen auf Sicht auf bewegliche Beute gezüchtet wurde. Aus diesem Grund muss man unbedingt seinen Talenten Rechnung tragen. Whippets lernen sehr schnell, wo sie jagen dürfen und wo nicht. Sie sind sehr leicht erziehbar und außer für Apportierspiele für Agility zu begeistern.

Spiel und Spaß für den Whippet

Apportieren leicht gemacht! Mit einem Snack Dummy machen Apportierspiele noch mehr Spaß, da sie mit den geliebten Leckerli befüllt werden können:

Welche rassteypischen Krankheiten sind beim Whippet bekannt?

Whippets sind eine sehr robuste und gesunde Rasse. Klinische Untersuchungen ergaben als häufigste Todesursache hohes Alter, gefolgt von Herzproblemen. Auch einige wenige Krebserkrankungen kamen vor, ebenso wie Hauterkrankungen, Erkrankungen des Gelenkknorpels und Augenentzündungen. Da es so wenige Whippets in Deutschland gibt, ist auch die Zahl der Whippet-Züchter beschränkt. Diese aber sind sehr bemüht um die Zucht gesunder und leistungsfähiger Hunde und geben sehr gerne Auskunft über mögliche Erkrankungen und Besonderheiten in der Haltung der schönen Hunde. Seriöse und kompetente Züchter für den Whippet finden Sie in unserer Züchter-Datenbank.

Unser Tipp: Das Kunstleder-Hundebett

Gegenüber Textilbetten haben Kunstlederbetten unbestrittene Vorteile. Sie sind unter anderem

  • Isolierend gegen Bodenkälte (ideal also für den wärmeliebenden Whippet)
  • Bezug abwischbar
  • Hygienisch, denn Flöhe und Milben können sich nicht einnisten

Unser Fazit zum schönen Whippet

Der Whippet wurde in Großbritannien zur Kaninchenjagd eingesetzt und war als Jagdhund beliebter als der Greyhound, weil er wegen seiner geringeren Größe günstiger zu halten war als dieser. Später wurde er dann zu Hunderennen eingesetzt, die allerdings nie Profirennen mit großen Wetteinsätzen wurden. Der Whippet ist ein auf Geschwindigkeit und Leistung gezüchteter Windhund. Er hat ein angenehmes Wesen und eignet sich gut als verschmuster und liebevoller Familienhund. Den Whippet zeichnet eine ganz besondere Reinlichkeit aus und er riecht nicht „nach Hund“ wie andere Rassen. Es ist eine ausgesprochen gesunde und langlebige Rasse mit nur vereinzelt auftretenden Krankheiten.

Ähnliche Rassen

Der Whippet ist ein wunderschöner, mittelgroßer Windhund. Wer möchte, kann sich auch bei diesen Rassen näher umsehen:

Ähnliche Rassen:

  • Greyhound
  • Sloughi
  • Afghanischer Windhund
  • Deerhound
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