Deutscher Schäferhund: Der Schutz- und Begleithund Nummer eins!

FCI Kassifikation: 166,

Widerrist: Rüden 60 bis 65 cm, Hündinnen 55 bis 60 cm

Farbe: Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen; Schwarz; Grau it dunkler Wölkung, schwarzem Sattel und Maske

Fell: Stockhaar, Langstockhaar

Gewicht: Rüden 30 bis 40 kg, Hündinnen 22 bis 32 kg

Lebenserwartung: 13 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 1

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 2

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Charakter: , ,

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Zuchtverbaende:

Der Deutsche Schäferhund: Beliebteste Hunderasse Deutschlands

Hund weltweit. Der Schäferhund ist der Schutzhund schlechthin und ist aus dem Polizei- und Rettungsdienst einfach nicht wegzudenken. Aber warum ist das eigentlich so? Die Gründe dafür liegen sicherlich in seinem Lerneifer und seiner Leichtführigkeit. Er ist sehr nervenstark und selbstsicher, dabei aber von großer Gutartigkeit und Unterordnungsbereitschaft. Ideale Voraussetzungen also für fast alle Einsatzbereiche, ganz gleich ob man einen Familienhund, einen Schutzhund oder einen Partner für den Hundesport sucht. Mit einer liebevollen und gründlichen Erziehung wird aus ihm der treueste und zuverlässigste Begleiter und Hausgenosse, den man sich überhaupt nur vorstellen kann. Mit seinem aufmerksamen Gesichtsausdruck mit den spitzen Stehohren und der hübschen dunklen Maske ist der Schäferhund ein Hund, der das Herz jedes Hundeliebhabers zu gewinnen weiß.

Der Schäferhund: Ein Hund mit Wolfsblut

Der Deutsche Schäferhund ist gerade erst einmal etwas mehr als einhundert Jahre alt. Schon bevor im Jahr 1899 der erste Deutsche Schäferhundeverein gegründet wurde, gab es bereits einen Rassestandard in der Schweiz. In der Zeit zwischen 1870 und 1900 wurden immer wieder Wölfe mit eingekreuzt. Ein eigener Rassestandard für die Deutschen Schäferhunde wurde im Jahr 1891 festgelegt. Die Hunde wurden nach ihrer Fellbeschaffenheit in drei Klassen eingeteilt: rau-, glatt- und langhaarige Tiere. Die durchschnittliche Größe der Hunde sollte zwischen 50 und 55 Zentimetern liegen und die Fellfarbe durfte schwarz, weiß, rotgelb oder grau sein. Im Jahr 1894 schließlich wurden die Deutschen Schäferhunde erstmals in einer Ausstellung öffentlich vorgestellt und erregten sogleich einiges Aufsehen. Der erste im Zuchtbuch eingetragene Deutsche Schäferhund war „Horand von Grafrath“, Stammhündin der Zucht war „Mari von Grafrath“.

Ein dunkles Kapitel: Der Schäferhund in der NS-Propaganda

Traurige Bekanntheit erreichten die Hunde über die NS-Propaganda, da sie über die gewünschten Eigenschaften wie Mut und Treue verfügten. Ihre Instrumentalisierung reicht von der Hündin „Blondi“ – von Hitler werbewirksam in Szene gesetzt – über die vielen Fotos von Schäferhunden in Konzentrationslagern. Dabei darf man eines nicht vergessen: Mit ihrer Intelligenz und ihrem Mut wurden sowohl im Ersten wie auch im Zweiten Weltkrieg viele Hunde zum „Kriegsdienst“ eingezogen, den aber nicht viele überlebten. Im Grund zeugt diese Verwendung und die Vorliebe der Heerführer für Deutsche Hunde für deren Beliebtheit schon zu frühen Zeit und für deren charakterliche Qualitäten.

Wie sieht die Haltung des Schäferhundes aus?

In früherer Zeit als Hütegebrauchshund gezüchtet, wurde auf die Hüteeigenschaften des Deutschen Schäferhundes bald nicht mehr so viel Wert gelegt. Aus diesem Grund sieht man diese Hunde aus der FCI Gruppe 1 heute kaum noch bei der Arbeit an der Herde. Der Schäferhund wird heute als der Schutzhund schlechthin angesehen und ist damit aus dem Polizei- und Rettungsdienst einfach nicht wegzudenken. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Lerneifer
  • Leichtführigkeit
  • Unterordnungsbereitschaft

Der Deutsche Schäferhund ist ein ausgeglichener, robuster und sehr belastbarer Hund. Er zeichnet sich aus durch seine hohe Intelligenz, seine große Lernfähigkeit und seinen ausgeprägten Arbeitswillen aus. Hunde aus Leistungs- und Showlinien unterscheiden sich in Bezug auf Arbeitswillen und Trieb. Schäferhunde sind aufmerksam, selbstbewusst und sehr wachsam. Seinem Herren und dessen Familie sind sie treu ergeben und äußerst anhänglich. Bei entsprechend guter Sozialisierung ist der Schäferhund ein sehr verträglicher und freundlicher Hund. Er ist eine aktive Hunderasse, die viel Auslauf und Beschäftigung benötigt. Um ihn zu beschäftigen empfiehlt sich jede Art von Hundesport. Wird er richtig ausgelastet ist der Schäferhund ein leichtführiger, sehr angenehmer Hausgenosse. Weil die Rasse aber so außerordentlich viel gezüchtet wird, sollte man bei der Anschaffung eines Schäferhundes unbedingt auf gute Anlagen achten, was sowohl die charakterlichen Eigenschaften als auch die körperliche Konstitution betrifft.

Eine gute Vorbereitung: Die passende Lektüre

Der Schäferhund sieht nicht nur attraktiv aus, Intelligenz und Lernbereitschaft zeichnen diese Hunderasse ebenso aus. Seine absolute Leichtführigkeit bedeutet nun nicht, dass der Schäferhund sich selbst erzieht. Ein wenig Vorbereitung muss schon sein, auch – oder vielleicht gerade dann – wenn man den Besuch einer Hundeschule plant. Und sicherlich macht es Spaß, es sich mit einem Buch über den geliebten Hund gemütlich in die Leseecke zurückzuziehen und viel Wissenswertes über Erziehung und Haltung zu erfahren.

Wie viel Bewegung braucht mein Schäferhund?

Tiere benötigen unbedingt ausreichenden Auslauf mit einer geistigen und körperlichen Auslastung. Neben seinen täglichen Spaziergängen sollte man mit dem Schäferhund auf jeden Fall auch arbeiten oder einen Hundesport ausüben. Hier ist er für so gut wie alle Bereiche ausgezeichnet geeignet, wie zum Beispiel Beigleithundeausbildung, Fährtenarbeit, Rettungshundearbeit, Schutzdienst, Agility und vieles mehr. Gut ausgebildet und sozialisiert ist er nicht nur ein guter Gebrauchshund, sondern auch ein ausgezeichneter Familienhund.

Unser Tipp: Ein Hundegeschirr

Für keinen Hund ist es angenehm, wenn Herrchen oder Frauchen am Halsband zieht und ruckelt. Ganz vermeiden lässt sich das natürlich nicht und so ist sicherlich ein Hundegeschirr für den Deutschen Schäferhund eine wunderbare Alternative. Der Hund ist sicher an der Leine zu führen und die Wirbelsäule leidet nicht. Obendrein sieht das Geschirr auch noch recht dekorativ und sportlich an diesem sportlichen Hund aus.

Ein Wort zur Schäferhunde-Zucht

Der Deutsche Schäferhund wird außerordentlich viel gezüchtet und so sollte man bei der Anschaffung seines Wunschhundes unbedingt auf gute Anlagen achten. Hier sind sowohl die charakterlichen Eigenschaften als auch die körperliche Konstitution gemeint. Es ist außerordentlich wichtig, nur Welpen von möglichst HD-freien Eltern mit einem einwandfreien Wesen zu erwerben. Die Lebenserwartung eines Schäferhundes aus der FCI Gruppe 1 beträgt im Durchschnitt 12 Jahre. Natürlich benötigt auch der Deutsche Schäferhund in dieser langen Zeit seine Schmuseeinheiten sowie wenigstens drei Spaziergänge am Tag, besser noch sind vier. Ein seriöser Schäferhund-Züchter wird seinen sorgfältig sozialisierten Welpen seinem Alter entsprechend geimpft, entwurmt und gechipt an den neuen Besitzer übergeben. Alle medizinischen Behandlungen sind im Impfbuch des Tieres festgehalten und umfassen z.B. die folgenden Impfungen:

  • Staupe
  • Leptospirose
  • Hepatitis
  • Zwingerhusten
  • Tollwut
  • Parvovirose

Außerdem werden seriöse Züchter ihre Tiere immer mit einem schriftlichen Kaufvertrag abgeben. Bei Züchtern für den Deutschen Schäferhund wird wahrscheinlich eine Klausel im Kaufvertrag enthalten sein, nach der sich der Käufer verpflichtet, sein Tier im Alter von etwa einem Jahr auf Hüftgelenksdysplasie (HD) untersuchen zu lassen. Für den Züchter sind diese Ergebnisse sehr wichtig im Hinblick auf seine Weiterzucht, denn sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Muttertier.

Welches Futter brauche ich für meinen Schäferhund?

 

Welche Rassekrankheiten hat der Deutsche Schäferhund?

Wie jeder andere Hund auch kann ein Schäferhund im Laufe seines Lebens einmal krank werden: Er kann sich verletzen, ein Befall mit Parasiten kann auftreten oder der Hund kann insgesamt kränklich und unwohl wirken. Das sind ganz normale Dinge, die jedem Hundebesitzer passieren können. Darüber hinaus gibt es leider aber auch noch ein paar rassetypische Erkrankungen mit genetischen Ursachen:

  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Ellenbogendysplasie (ED)
  • Degenerative Myelopathie (neurologische Erkrankungen mit Degeneration der Muskeln)
  • Kongenitales Vestibularsyndrom (Fehlbildung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr)
  • Pankreasinsuffizienz

Leider haben gerade die Schäferhunde im Zusammenhang mit der Hüftgelenksdysplasie eine traurige Berühmtheit erlangt, denn sie waren die ersten Hunde, bei denen diese Erkrankung erstmalig diagnostiziert wurde. Ob die gewünschte Stellung der Hinterhand mit der Entwicklung dieser genetischen Disposition zusammenhängt, kann man vermuten. Leider entwickelt sich bei älteren Schäferhunden – meist in einem Alter ab fünf Jahren – eine Degenerative Myelopathie, die nicht heilbar ist. Eine ererbte Fehlbildung des Innenohres, die Neigung zum Kongenitalen Vestibularsyndrom mit Gleichgewichtsstörungen und Taubheit erkennt man schon beim Welpen und ein seriöser Züchter wird ein solches Tier nicht einfach so weitergeben.

Und sonst so? Nützliches und wichtiges Zubehör für einen edlen Hund

Ohne Zubehör geht es bei keinem Haustier, da macht auch der Deutsche Schäferhund keine Ausnahme. Natürlich können und müssen wir nicht auf jedes mögliche Zubehör eingehen, zwei Dinge aber sind für jeden Hund, ganz gleich ob groß oder klein, wichtig: Ein angenehmer Schlafplatz und eine sichere Transportlösung.

Unser Tipp zum Schlafplatz:

 

Unser Tipp zum sicheren Transport:

Tierheim möchten die wenigsten Hundebesitzer ihrem Liebling zumuten. Ganz gleich, wie lang die Fahrt im PKW auch wird – der Hund soll sicher und bequem untergebracht werden. Unser Vorschlag: Eine Gitterbox mit einem stabilen Alurahmen ist extra stabil und sicher. Möglichst breite Gittereinsätze sorgen für eine gute Belüftung und eine freie Sicht des Vierbeiners. Verfügt dann die Gitterbox auch noch über abgeschrägte Seitenteile, wird der Kofferraum optimal ausgenutzt. Einige Gitterboxen bieten als Zusatzausrüstung auch noch eine rutschfeste Thermodecke. So wird der Hund gerne und entspannt mit auf Reisen gehen.

Unser Fazit:

Der Deutsche Schäferhund ist eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse. Er gehört zu den Wach- und Schutzhunden und gilt für die meisten Menschen als der Schutzhund schlechthin. Als lernwilliger, aber durchaus auch selbstbewusster Hund braucht er eine konsequente und dabei geduldige Erziehung. Der Schäferhund zeigt ein sehr ausgeprägtes Schutzverhalten und viel Auslauf und Beschäftigung, sowohl körperlich als auch geistig, ist für ihn immens wichtig. Obwohl als solcher zu Beginn gezüchtet, wird der Deutsche Schäferhund kaum noch als Hütehund eingesetzt, allerdings findet er seine Verwendung als Diensthund bei Zoll, Polizei und Militär oder auch als Rettungshund. Nach den Angaben des Vereins für Deutsche Schäferhunde e.V. sind mehr als 80 Prozent aller deutschen Diensthunde Deutsche Schäferhunde und er ist auch international die Nummer eins bei den Rettungs- und Blindenführhunden. Weltweit ist er die am weitesten verbreitete und am meisten gezüchtete Hunderasse. Grundsätzlich gilt: Kaufen Sie ihren Welpen von einem renommierten Schäferhund-Züchter. Züchter für den Schäferhund finden Sie in unserer umfangreichen Datenbank.

Ähnliche Rassen

Der Deutsche Schäferhund ist ein nervenstark, selbstsicher aber vor allem liebenswerter Hund, aber doch nicht der passende Begleiter? Dann lohnt sich vielleicht ein Blick auf diese Hunderassen:

Ähnliche Rassen:

  • Australian Cattle Dog
  • Australian Kelpie
  • Groenendael
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