Devon Rex

FCI Kassifikation:

Widerrist:

Farbe: Alle Farben, Schattierungen und Muster

Fell: relativ kurz, wellig bis lockig, weich

Gewicht: 2,5 bis 4 kg

Lebenserwartung: bis 20 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

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Groessenklasse:

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Zuchtverbaende:

Warum ist die Devon Rex so bemerkenswert?

Die Devon Rex wird von vielen auch der „Kobold mit der Dauerwelle“ genannt. Schon beim ersten Blick in ihre runden Kulleraugen kann man es nicht leugnen können – diese Katze hat den Schalk im Nacken. Die Devon Rex ist immer neugierig und erkundet alles voller Interesse. Sie ist sehr aufgeschlossen und voller Tatendrang spielt sie oft den Clown, denn sie untersucht einfach alles und funktioniert es zum Spielzeug um.

Woher kommt die Devon Rex?

Im Jahr 1960 wurde in der Grafschaft Devonshire in England ein Kater gesehen, der ein ungewöhnliches Fell hatte – es war gelockt. Dieser Kater konnte niemals eingefangen werden und verschwand einige Zeit später spurlos. Trotzdem hinterließ er seine Gene in einem Wurf Hauskätzchen, das „Kirlee“ genannt wurde und als Stamm der Devon Rex-Zucht gilt. Der Name der Katze setzt sich zusammen aus dem Fundort „Devonshire“ und aus dem Namen der damals bekannten ebenfalls gelockten Rex-Kaninchen. Bereits im Jahr 1965 wurden die ersten Katzen ausgestellt. Hier gingen die Meinungen oft weit auseinander, denn viele Besucher fanden diese gelockte Katze einfach nur hässlich, andere wieder waren von ihrem „Pudel-Look“ absolut begeistert.

Katzen im Kräusellook

Katzen mit gewelltem Fell gab es schon immer in den verschiedensten Regionen der Welt, schon Jahre vorher tauchten in der Grafschaft Cornwall gelockte Katzen auf: Die Cornish Rex. Bei der Verpaarung der Devon mit der Cornish kamen aber nur Kätzchen mit glattem Fell zur Welt und man vermutete, dass der Gen-Ort für das gelockte Fell bei den Devon ein anderer war als der der Cornish. So entschloss man sich, sie wieder getrennt voneinander zu züchten. Bereits 1967 gab es genügend gelockte Nachzucht, sodass beide Katzenrassen in England anerkannt wurden. Mittlerweile gibt es außer der Devon und der Cornish auch die Selkirk und die German Rex. Sie alle tragen zwar ein gelocktes Fell, unterscheiden sich aber in Körperbau und im Gesicht teilweise sehr deutlich. In den USA entstand die Amerikanisch Drahthaar (American Wirehair) mit ebenfalls stark gekräuseltem Haar, das teilweise sogar eingerollt ist. Es fühlt sich eher rau an wie Schafwolle. Hier entstand auch die La Perm mit ihrem gewellten oder gelockten Haar.

Wie sieht die Devon Rex aus?

Die Devon Rex unterscheidet sich von den anderen Rex-Katzen durch ihren leicht keilförmigen Kopf mit hervorstehenden Backenknochen und einer kurzen Nase. Das Zuchtziel der Züchter spaltete sich anfangs: Die einen bevorzugten die interessante Kopfform mit den großen Ohren und die anderen legten mehr Wert auf die Fellqualität. Inzwischen hat sich aber der Typ gefestigt. Mit ihren übergroß erscheinenden Ohren und ihren großen Augen hat die Katze einen koboldhaften Ausdruck. Das Fell ist kurz und wellig und da selbst die Schnurrhaare gekräuselt sind, brechen sie oft ab, sodass meist nur die kurzen Stoppeln stehen bleiben. Mit ihrem doch sehr kurzen und feinen Fell hat die Devon Rex eine höhere Körpertemperatur und damit kommt sie auch in kälteren Gegenden gut zurecht. Allerdings ist ihr ein wärmeres Plätzchen deutlich lieber und Sonnenbäder genießt sie mit Wonne. Sie ist eine mittelgroße Katze mit langen Beinen und einem langen Schwanz. Und so sieht der Zuchtstandard diese bemerkenswerte Katze:

  • Körper: mittelgroße Katze, muskulös und schlank
  • Kopf: kurzer Keil mit gerundeter Stirn; sehr hervortretende Backenknochen; volle Wangen; kurze Schnauze mit kräftigem Kinn; Schnurrhaare gekräuselt und ziemlich kräftig
  • Ohren: sehr groß, sehr breit am Ansatz; zu gerundeten Spitzen zulaufend; mit kurzen Härchen besetzt; sehr tief angesetzt
  • Augen: groß, oval, gut auseinandergesetzt; leuchtend, rein und klar in der Farbe
  • Beine: lang und schlank; Vorderbeine zum Körper hin angewinkelt, sodass der Eindruck von O-Beinen vermittelt wird; kleine und ovale Pfoten
  • Schwanz: lang, dünn und sich verjüngend; gut mit kurzem Haar bedeckt
  • Fell: sehr kurz und fein; weich, wellig und/oder gelockt
  • Farben: alle Farben und Muster sind anerkannt, einschließlich der Farben mit Weiß; jede Menge Weiß ist erlaubt

Wie entwickelt sich das Fell der Devon Rex Kitten?

Jeder Devon Rex-Wurf wird vom Züchter mit großer Spannung erwartet, denn es kommt schließlich häufig vor, dass das Fell der Devon Rex-Kitten nicht wie gewünscht gelockt, sondern glatt ist, was man aber schon nach der Geburt deutlich erkennt. Ist in diesem Alter das Fell der Kitten wunderbar gelockt, wird es auch im Erwachsenenalter perfekte Wellen haben. Das Babyfell allerdings verliert sich durch den Wechsel zum Jugendfell in der siebten bis zehnten Woche und das Kätzchen wird zum Abgabetermin nur noch schwach und dünn gewellt daherkommen. Einige Wochen werden vergehen, bis das Fell wieder nachgewachsen ist. Unerfahrene Devon Rex-Liebhaber können da schon einmal enttäuscht sein, aber der erfahrene und seriöse Züchter kann jedes Kitten gut einschätzen und weiß genau, welches Katzenbaby später ein perfektes Fell bekommt und welches nicht dem Standard entspricht.

Zu wem passt die außergewöhnliche Devon Rex

Der Erkundungsdrang der Devon Rex kennt keine Grenzen und sie sind sehr intelligent. Nichts lässt sie aus und funktioniert alles zum Spielzeug um, was durchaus oft zu komischen Momenten führt. Sie kann sich für alles begeistern, ganz gleich ob das Spielzeug rollt oder nicht: Plüschtiere, Buntstifte, Radiergummis … alles muss gründlich untersucht werden. Die Devon Rex ist ausgesprochen anhänglich und menschenbezogen, denn neben dem Schoß ihres Menschen ist ihr Lieblingsplatz auch die Schulter, von der aus sie alles so herrlich überblicken kann. Im Alter wird die Devon Rex ein wenig ruhiger, trotzdem aber sitzt ihr noch immer der Schalk im Nacken und sie ist der ideale Kumpel für Kinder. Immer zum Spielen aufgelegt lernt sie auch schnell das Apportieren. Diese Katze ist keine Mimose und schließt auch mit Hunden im Haushalt und Kindern problemlos Freundschaft. Da die Devon Rex so außerordentlich aktiv und spielfreudig ist, ist ein Kratzbaum in der Wohnung Pflicht. Damit die Karallen der Katze nicht abbrechen und immer gut gepflegt sind, muss sie diese regelmäßig abwetzen. So werden auch die losen Krallenhülsen entfernt, die beim Nachwachsen entstehen.

Was ist bei der Pflege der Devon Rex zu beachten?

Das Fell der Devon Rex sieht nicht nur aus wie ein Persianer-Pelzmantel, es fühlt sich auch so an. Es ist aber nicht so dick. Wegen ihres nicht so üppigen Fells ist sie sehr pflegeleicht und selbst der Wechsel des Winterfells ist bei ihr nicht so stark wie bei anderen Katzenrassen. Die Devon Rex hat noch kürzere Unterwolle als andere Rex-Katzen. Und was besonders schön ist: Sie löst bei Allergikern oft fast keine Reaktion aus. Liebhaber mit Allergie können sicherlich den für sie geeigneten Tiger finden und die Devon Rex könnte einer Alternative zu haarlosen Katzen wie der Sphynx sein. Da wie schon gesagt nur der erfahrene und seriöse Züchter beim Kitten die Fellqualität abschätzen kann, ist man gut beraten, sich einem solchen Züchter anzuvertrauen. Eine Liste der Devon Rex-Züchter finden Sie in unserer Züchterdatenbank.

Absolutes Muss in jedem Katzenhaushalt: Die Katzentoilette

Gibt es rassetypische Erkrankungen bei der Devon Rex?

So richtig krankheitsanfällig ist die Devon Rex nicht, leidet aber auffällig oft an Erkrankungen des Zahnfleisches und der Zahnwurzeln. Daher ist es wichtig, die Zähne mit einer speziellen Zahnbürste vorsichtig zu reinigen. Leider können ab dem dritten Lebensmonat auch spastische Lähmungen auftreten. Häufig gehen sie einher mit Erbrechen und steifem oder taumelndem Gang. Auch eine große Nervosität ist bei den betroffenen Kitten zu beobachten. Hier sollte der erfahrene Züchter über die Krankheitsgeschichte der Elterntiere befragt werden.

Die kälteempfindliche Rex

Das sehr kurze Fell der Devon Rex bedingt, dass sie extrem kälteempfindlich ist. Ein weiches, ordentlich mit Decken bestücktes Körbchen sollte möglichst warm, vielleicht gar in der Nähe der Heizung stehen.

Ein Freigang sollte der Devon Rex gar nicht oder nur in einem gesicherten Garten oder auf einem ebensolchem Balkon gewährt werden. Für ein gesichertes Lüften und öffnen der Fenster auf Kippstellung kann auf ein spezielles Kippfenster-Schutzgitter zurückgegriffen werden:

Unser Fazit zur ungewöhnlichen Devon Rex

Die Devon Rex ist ein kleiner Kobold mit dem Schalk im Nacken und sieht auch genau so aus. Das Fell der Katzen ist gewellt bis gelockt und recht kurz. Ganz bemerkenswert ist ihr menschenbezogenes und überaus kommunikatives Wesen. Zum ersten Mal wurde diese Mutation 1960 in England in der Grafschaft Devonshire bemerkt. Eine derartige Fellmutation war schon von den Rex-Kaninchen her bekannt und aus beidem leitet sich der Name der bemerkenswerten Katzen ab.

Verwandte Rassen

Neben der Devon Rex gibt es noch die

Ähnliche Rassen:

    • German Rex
    • Cornish Rex
    • Selkirk Rex (Langhaar)

Neuere Rassen mit gelocktem Fell sind die

  • La Perm (Langhaar)
  • Bohemian Rex (Langhaar)
  • Ural Rex
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