Die Englische Bulldogge: Englischer Nationalhund mit Persönlichkeit

FCI Kassifikation: 149, Gruppe 2, Sektion 2.1

Widerrist: Rüden und Hündinnen bis 40 cm

Farbe: Rot gestromt, alle anderen Farben gestromt, Weiß, einfarbig Rot, Falbfarben, Gescheckt

Fell: Kurz, glatt, nicht strohig

Gewicht: Rüden etwa 25 kg, Hündinnen etwa 23 kg

Lebenserwartung: 15 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 4

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 2

Größenklasse: 2

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , ,

Krankheiten: , ,

Familie:

Eignung:

Zuchtverbaende:

Was sind die Besonderheiten des English Bulldog?

Der „English Bulldog ist der englische Nationalhund. Er war bei weitem nicht immer so friedlich, wie wir ihn heute kennen. Seine Vorfahren waren Furcht einflößende Hunde, die den römischen Legionären kampflustig gegenüberstanden. Im Mittelalter gab man ihnen den Namen „Bulldog“, denn die massiven Hunde waren so aggressiv wie ein kleiner Stier. Über Jahrhunderte waren Bullenkämpfe auf den Dorflplätzen Englands an der Tagesordnung: Der Bulle wurde angebunden und die Hunde sollten ihn angreifen. Bei diesen Kämpfen Hund gegen Bulle waren kurze Beine, wildes Temperament und kräftige Kiefer mit Vorbiss von Vorteil für den Hund. Dieses Aussehen ist ihm bis heute geblieben. Im Jahr 1835 jedoch wurden diese Kämpfe verboten. Danach war es das erklärte Ziel der Züchter, den Englischen Bulldog zu einem friedlichen Begleithund umzuwandeln. Man nahm ihm die Angriffslust und überbetonte den plumpen Rumpf und die eingedrückte Nase.

Zu wem passt der Englische Bulldog?

Heute ist der Englische Bulldog bei uns sehr selten zu sehen und nur einen ganz kleinen Kreis von Liebhabern beschränkt. Sein mürrisches Aussehen steht im Gegensatz zu seinem absolut liebenswürdigen und geduldigen Wesen. Er ist von stoischer Gelassenheit und durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen. Darüber hinaus legt er überhaupt keinen Wert auf lange Spaziergänge oder viel Bewegung und ist damit auch in einer kleinen Wohnung zufrieden. Selbst, wenn man versucht, ihn konsequent zu erziehen, wird man nicht zu erfolgreich damit sein: Er hat eine starke Persönlichkeit und ist nur für Menschen geeignet, die seinen Charakter voll und ganz akzeptieren und damit ohne Wenn und Aber leben können. Denn ändern wird sich der charakterstarke Hund für seinen Menschen auf gar keinen Fall.

Wie sieht der Englisch Bulldog aus?

Die Englische Bulldogge ist kurzhaarig, sehr untersetzt, tief gestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt. Der Kopf ist im Verhältnis zu seinem Körper recht groß, es darf aber kein Merkmal so übermäßig ausgeprägt sein, dass die Ausgewogenheit insgesamt gestört ist, der Hund missgebildet erscheint oder in seiner Bewegung beeinträchtigt ist. Das Gesicht ist relativ kurz, der Fang breit, stumpf und etwas – aber nicht übermäßig – nach oben gerichtet, Hunde mit erkennbarer Atemnot sind höchst unerwünscht. Ihr Körper ist ziemlich kurz, gut zusammengefügt und ohne jegliche Neigung zur Fettleibigkeit. Hündinnen sind nicht so mächtig und stark entwickelt wie Rüden. Insgesamt vermittelt er den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität. Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig und grimmig sieht er aus, ist aber liebenswürdig in seinem Wesen. Von der Seite gesehen ist der Kopf sehr hoch und mäßig kurz. die Stirnpartie ist flach, die Haut auf dem Kopf und um ihn herum ist etwas lose mit feinen nicht übertriebenen Falten, die weder abstehen noch das Gesicht überdecken dürfen. Die Stirnknochen ausgeprägt, breit, kantig und hoch, das Gesicht ist vom vorderen Teil der Backenknochen bis zur Nasenspitze relativ kurz, die Haut darf leicht faltig sein. Der Schädelumfang der Bulldogge ist relativ groß mit ausgeprägtem Stopp. Vom Stopp verläuft bis zur Mitte des Schädels eine breite und tiefe Stirnfurche, die bis zur Hinterhauptspitze fühlbar ist. Die Nase ist breit und schwarz, keinesfalls leberfarben, rot oder braun. Kurz, breit, aufwärts gebogen und vom Augenwinkel bis zum Lefzenwinkel sehr tief. Die Nasenfalte ist – falls vorhanden – ganz oder unterbrochen und darf niemals nachteilig die Augen oder die Nase stören oder überdecken. Zusammengedrückte Nasenlöcher und schwere Nasenfalten sind unerwünscht. Der Kiefer ist breit, kräftig und kantig, der Unterkiefer überragt vorn leicht den Oberkiefer und ist mäßig aufgebogen. Die Zähne sind groß und kräftig und bei geschlossenem Fang nicht sichtbar. Von vorne gesehen steht der Unterkiefer direkt unter dem Oberkiefer. Die Augen sind sehr dunkel, nahezu schwarz, und dürfen kein Weiß zeigen, wenn der Hund geradeaus schaut. Der Bulldog darf keine sichtbaren Augenprobleme aufweisen. Die Ohren sind klein und dünn, an der hinteren Seite nach hinten gerichtet, wobei das Ohrinnere sichtbar wird. Der Hals ist mäßig lang, dick und kräftig und darf eine leichte Wamme bilden. Der Bauch des Hundes ist aufgezogen und keinesfalls hängend.

Noch eine Besonderheit: Der Gang des English Bulldog

In der Bewegung scheint der Hund mit kurzen, schnellen Schritten auf den Zehenspitzen zu gehen. Er hebt die Hinterpfoten nicht hoch, so dass sie über den Boden zu streifen scheinen und beim Laufen werden die Schultern abwechselnd etwas vorgeschoben. Eine gesunde Bewegungsfähigkeit ist dabei aber trotzdem von äußerster Wichtigkeit.

Wie ist die Fellbeschaffenheit beim Englischen Bulldog?

Das Haar ist von feiner Struktur, kurz, dicht und glatt aber nicht drahtig. Die Farbe des Bulldog ist einfarbig oder einfarbig mit schwarzer Maske oder schwarzem Fang (Smut) in folgenden Färbungen:

  • Nur einheitliche Farben, leuchtend und rein in ihrer Art,
  • gestromt,
  • rot in allen Schattierungen (falb, rehbraun usw.),
  • weiß und gescheckt (Weiß in Kombination mit einer der erlaubten Farben),
  • „Dudley“ (mit unpigmentierter Nase),
  • Schwarz und Schwarz mit Loh sind höchst unerwünscht.

Problemhund English Bulldog

Durch die verkürzten Nasengänge kommt es bei den Englischen Bulldogs zu Atemproblemen: Die Hunde schnaufen und leiden unter Schweratmigkeit. Bedingt durch die breiten Köpfe gibt es schon bei der Geburt der Welpen Probleme, sodass sie meistens mit Kaiserschnitt geholt werden müssen. Mittlerweile ist der Bulldog leider zum Fanal der Qualzucht geworden. Ihr verkürzter Schädel und Fang führen zu ernsten Gesundheitsproblemen. Außerdem ist die extreme Faltenbildung am Kopf ein weiteres Qualzucht-Merkmal, das erst in den letzten Jahren in Mode kam und von der Show-Bulldog-Szene in mit an Respektlosigkeit grenzende Art und Weise jenseits des Wohles der Hunde als wünschenswert bewertet wird.

Zu den derzeit wichtigsten Qualzuchtmerkmalen beim Bulldog zählen:

  • Atemnot,
  • Verlust an Kondition,
  • Verlust an Fähigkeit zur Thermoregulation,
  • übermäßige Faltenbildung am Kopf (u.a. starke Nasenfalten),
  • Verlust der Fähigkeit zum natürlichen Deckakt (künstliche Besamung),
  • Verlust der Fähigkeit zur natürlichen Geburt (Kaiserschnitt),
  • verkrüppeltes Gebäude ( u.a. Roach Back).

Die aktuelle Zucht- und Showszene – abgesehen von vereinzelten positiven Ausnahmen – scheint keine Bereitschaft zu zeigen, eine Gesundung dieser gebeutelten Hunderasse einzuleiten. So muss im allgemeinen leider zur Zeit vom Kauf eines Bulldog-Welpen abgeraten werden! Das gilt für Hunde aus Deutschland und natürlich auch ganz besonders für Hunde aus zwielichtigen Zuchtverbänden – insbesondere solche mit verdächtigen ausländischen Papieren oder aus dem Ausland, namentlich aus Ost- und Südosteuropa, wo die Tierschutzstandards zumeist noch wesentlich schlechter sind und ganze Hundefabriken Bulldogs für den deutschen Markt produzieren.

Wie genau steht es um die gesundheitlichen Probleme des English Bulldog?

Die extreme Gestalt der Englischen Bulldoggen – mit zum Beispiel extrem verkürztem Schädel und Fang und unterentwickeltem Nasenrücken – verursacht schwere gesundheitliche Probleme, wenn sie übertrieben wird. Risikobereiche sind:

  • Atembeschwerden (Atemnot ist ein Zuchtausschluss-Kriterium),
  • übertriebener Körperbau mit fehlerhaften Bewegungen,
  • zu kurzer Fang,
  • übermäßig lockere Gesichtshaut,
  • lose Augenlider (können zu Verletzungen und Entzündungen der Augen führen), überhängende Nasenrolle und Hautfalten im Analbereich (verursachen Entzündungen).

Der Rassestandard betont sehr deutlich, dass gesunde Bewegung und uneingeschränkte Atmung absolut erforderlich sind. Leider wird zur Zeit dieses Ziel aber nicht oder fast nicht erreicht. Aus den vorgenannten Tierschutz-Gründen werden wir zur Zeit auf die Auflistung von Züchtern in unserer Datenbank verzichten müssen, da diese sehr sorgfältig im Hinblick auf mögliche Qualzucht überprüft werden müssen. Züchter für englische Bulldoggen, die später bei uns gelistet werden, legen großen Wert auf gesunde Hunde. Wir bitten noch um ein wenig Geduld.

Wie ist der Charakter des English Bulldog?

Die Englische Bulldogge soll ihrem Zuchtstandard nach den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität vermitteln. Der massige und untersetzte Hund ist bei seinem grimmigen Aussehen ein Hund von großer Liebenswürdigkeit. Sie sind freundlich zu jedem Wesen, das ihnen über den Weg läuft. Falls eines dieser Wesen aber doch einmal die Frechheit besitzen sollten den Menschen einer Bulldogge anzugreifen, können diese freundlichen Hunde aber doch gefährlich werden. Die Englische Bulldogge ist sehr anhänglich und eignet sich für Menschen mit viel Zeit, aber tatsächlich auch für Familien mit Kindern. Der English Bulldog ist ein Hund, der immer im Zentrum des Interesses seines Menschen stehen möchte. Falls das einmal nicht der Fall ist, wird er durchaus auch seine zickige Seite zeigen, wobei er durchaus eine absolut charmante Hundeseele besitzt.

Ist die Englische Bulldogge sportlich veranlagt?

Ausgedehnte Spaziergänge und Spiele bei hohen Temperaturen sollte man seinem Bulldog nicht zumuten. Außerdem sind sie mit ihrem Körperbau nicht wirklich der Sportler vor dem Herrn und als Bewegung genügt ihnen der tägliche Spaziergang mit ihrem Menschen. Als nicht so sportlicher Hund fühlt sie sich problemlos auch in einer Stadtwohnung wohl. Außerdem sind Englische Bulldoggen recht hitzeempfindlich.

Unser Tipp: Mit den „Bully“ unterwegs

Ein massiver Hund wie der English Bulldog ist beim Transport im Auto sehr gut und sicher im Kofferraum aufgehoben. Hier ist Licht und Luft bei bester Rundumsicht garantiert und der Bully behält den Kontakt zu seinem Menschen. Gleichzeitig sorgt eine Kofferraumdecke für Schutz vor Haaren und Schmutz. Sie ist schmutzunempfindlich und leicht zu reinigen.

Wie erreicht aber der recht unsportliche Bully seinen Platz im Kofferraum? Eine Hunderampe erleichtert alten und unsportlichen Hunden den Ein- und Ausstieg in den Kofferraum. Die Rampe, die sich zusammenfalten lässt, ist besonders kompakt und eine Anti-Rutsch-Beschichtung sorgt für perfekten Grip:

Braucht die Englische Bulldogge eine besondere Ernährung?

Leider neigt der massige, untersetzte Hund zu Übergewicht, sodass auf eine ausgewogene Ernährung unbedingt zu achten ist. Für den Bulldog-Welpen ist auf einen angepassten Gehalt an Kalzium und Phosphor unbedingt zu achten. Eine spezielle Krokettenform regt den Bulldog-Welpen zum sorgfältigen Kauen an.

Beim ausgewachsenen Hund ist weiter auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Eine leicht verdauliche Kohlenhydrat-Quelle sollte vorhanden sein, hochverdaulich und mit einem ausgewogenen Anteil an fermentierbaren und nichtfermentierbaren Fasern sorgen für ein Minimum an Gärprozessen im Darm, was weniger Blähungen garantiert. Auch auf die Haut der Hunde sollte ein spezielles Augenmerk gelegt werden, denn Zink, Aminosäuren und Vitamine verbessern die Beschaffenheit der Haut. Nicht zuletzt sollte man auf die passende Krokettengröße achten, wenn man Trockennahrung füttert, um ein Schlingen des Futters zu verhindern.

Wie sieht unser Fazit zur Englischen Bulldogge aus?

Die Englische Bulldogge ist ein sehr mächtiger, bärbeißig dreinblickender Hund von großer Sanftmütigkeit. Bedroht irgendetwas oder irgendwer allerdings seinen Menschen, kann diese Liebenswürdigkeit in Person tatsächlich sogar gefährlich werden. Von einem sportlichen Hund ist der English Bulldog meilenweit entfernt und leider auch mit einigen gesundheitlichen Problemen behaftet. Wenn man sich für einen English Bulldog interessiert, sollte man unbedingt darauf achten, dass der Züchter die neuen Rassestandards zum Wohl des Bulldog beachten und auf den Kauf verzichten, sollte man feststellen, dass der Züchter sich nicht an diese Richtlinien hält. Im Moment überprüfen wird alle uns bekannten Züchter für die Englische Bulldogge darauf, sodass die Aufnahme von Bulldog-Züchtern noch eine kleine Weile auf sich warten lässt. Bitte haben Sie bei Interesse an einem English Bulldog noch ein wenig Geduld, Sie werden dann aber auch mit einem Hund belohnt, der es Ihnen mit Gesundheit und Lebensfreude danken wird.

Unser Tipp zum Schluss:

Gönnen Sie Ihrem liebenswerten Begleiter doch ein besonders gemütliches uns formstabiles Hundebett. Gegenüber einem Textilbett hat das Kunstleder-Hundebett den Vorteil eines elastischem Schaumstoffkerns für eine dauerhafte Formgebung und die dicke Bodenmatte sorgt dafür, dass die unangenehme Bodenkälte abgehalten wird:

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Wer sich doch noch nicht ganz für einen English Bulldog entscheiden kann oder einfach nur vergleichen möchte, kann sich bei diesen Rassen umsehen:

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