Highlander (Britisch Langhaar)

FCI Kassifikation:

Widerrist:

Farbe: fast alle Farben in allen Kombinationen

Fell: mittellang, dicht, mit Unterwolle

Gewicht: Kater: 5,5 bis 7 kg; Kätzinnen: 3,5 bis 4,5 kg

Lebenserwartung: 12 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

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Zuchtverbaende:

Was macht die Highlander Katze so einzigartig?

Die Highlander Katze ist eigentlich eine Britisch Kurzhaar (BKH) im Wuschellook und, weil Adel auch immer verpflichtet, ein wenig „british“, eben vornehm reserviert. Die langen Haare der Highlander waren eigentlich unerwünscht und diese halblanghaarigen Varianten der Britisch Kurzhaar wurde früher einfach totgeschwiegen. Häufig wurden sie sogar als Mischlinge einfach verschenkt.

Wie kam es zur Zucht der Highlander Katze?

Immer wieder kam es vor, dass in einem BKH-Wurf ein langhaariges Katzenkind auftauchte, denn in vielen der Britisch Kurzhaar schlummert das Langhaar-Gen der Perserkatze. Diese wurden damals immer wieder eingekreuzt, um die Fellqualität der BKH zu verbessern oder um neue Farben zu erhalten. Außerdem sollte die BKH ein rundes Gesicht bekommen, sodass sie sich deutlich von der Europäischen Kurzhaarkatze unterschied. So ist die populäre BKH entstanden, die ihre nahe Verwandtschaft zu den Perserkatzen nicht verleugnen kann, und das obwohl ihr plüschiges Fell doch kurz ist. Offiziell tauchten die ersten langhaarigen Briten erst vor zehn Jahren auf, aber seitdem hat ihre Beliebtheit stark zugenommen.

Wie sieht die Highlander Katze aus?

Ihr rundes Gesicht mit dem längeren plüschigen Fell, das an ein Bärchen erinnert, entzückt ganz viele Katzenliebhaber. Menschen, die die plattnasigen Perser oder kurzhaarige Katzen nicht mögen, finden in der Highlander Katze ein liebevolles Wesen mit einem runden Gesicht, großen Augen, kleinen Ohren und einem niedlichen kleinen Näschen genau ihre Traumkatze. Irgendwann haben dann die Züchter erkannt, dass diese Katze eine ganz besondere Ausstrahlung besitzt und das üppige Fell mit ihrer dichten Unterwolle macht sie einzigartig. Ganz besonders bezaubernd ist ihr rundes Püppchengesicht. Seit kurzer Zeit wird die Highlanderin vom WCF und der TICA wenigstens vorläufig als Britisch Langhaar anerkannt, von den anderen Verbänden aber wird sie im Moment noch ignoriert. In den europäischen Ländern ist sie auch als Britannica oder Lowlander bekannt.

Und so sieht der Zuchtstandard der Highlander aus

Bislang ist die Highlander Katze sowohl bei der WCF als auch bei der TICA nur vorläufig anerkannt. Und so wünschen sich die Zuchtrichter die „perfekte“ Highlander Katze:

  • Körperbau: mittelgroße bis große, kräftige Katze, muskulös und stämmig
  • Beine: gut proportioniert mit kräftigen, runden Pfoten
  • Schwanz: kurz und dick mit abgerundeter Spitze
  • Kopf: rund und breit mit einem kräftigen Kinn und einem kurzen Hals, Nase kurz und gerade mit einem kleinen Stopp
  • Ohren: weit gestellt und eher klein oder mittelgroß mit abgerundeter Spitze
  • Augen: groß und rund, weit auseinander gesetzt mit einer Augenfarbe passend zur Farbe des Fells; Gold, Orange, Kupfer, Blau und Grün in strahlenden Farben sind erlaubt
  • Fell: mittellang und dicht mit guter Unterwolle, Halskrause und Knickerbocker-Höschen erwünscht
  • Schwanz: buschig und gut behaart
  • Farben: fast alle Farben in Kombinationen, einfarbig in Black, White, Blue, Red, Cream, Chocolate, Lilac; Tabby in Classic, Mackarel und Spotted; Bicolour und Tricolour; Smoke; Tortie; Colourpoint; Chinchilla; Silver und Golden Shaded
  • Besonderheiten: Bis auf die Felllänge entspricht der Standard der Highlander dem der BKH

Nachgefragt: Ist dann der Highlander nichts anderes als eine BKH?

Diese Frage kann man nicht so einfach mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Sicher ist aber: Inzwischen freuen sich die meisten BKH-Züchter, wenn sie in einem Wurf auch ein Highlander-Kitten finden, denn auch die Halblanghaar-Variante hat ihre Liebhaber gefunden, die ihre ruhige und gemütliche Art zu schätzen wissen und ihr Aussehen einfach bezaubernd finden. In Temperament und Wesen ist sie der BKH tatsächlich sehr ähnlich – sie ist die ideale Hauskatze, die einfach in jede Wohnung und in alle Lebensgemeinschaften passt. Sie ist sehr ausgeglichen und liebt es ausgesprochen bequem. Die Highlander ist zwar anhänglich, liebt ihre Unabhängigkeit aber über alles und wird daher eher selten auf dem Schoß ihrer Menschen zu finden sein. Sie ist nicht aufdringlich und auch für Berufstätige bestens geeignet. Sie kommt auch in einem turbulenten Heim mit kleinen Kindern oder Hunden gut zurecht, wenn sie einen ruhigen Platz findet, an dem sie nicht ständig gestört wird. „Very british“ eben verhält sie sich oft wie eine kleine Prinzessin, die Liebesbeweise eher selten verteilt und kaum Temperamentsausbrüche bekommt. Typischerweise zeigt die kleine Britin auch gelegentlich divenhafte Züge – oft ist ihr das Futter nicht gut genug oder sie besteht auf ganz besondere Leckerbissen.

Lässt sich die schöne Highlander Katze überhaupt gezielt züchten?

Da die BKH zur Verbesserung des Fells früher mit Persern gekreuzt wurde, blieb es nicht aus, dass sich ab und zu das Langhaar-Gen durchsetzte, obwohl schon lange keine Fremdeinkreuzungen mehr stattfinden. Das Fell der Highlander ist zwar nicht so lang wie das der Perser, dafür ist ihr halblanges Fell auch nicht so pflegeintensiv. Trotzdem muss die Haarpracht gelegentlich ausgekämmt werden, denn es besitzt viel Unterwolle. Es stellt sich die Frage, ob man Highlander überhaupt gezielt züchten kann. Die Antwortet lautet „Ja und Nein“, denn das Langhaar-Gen schlummert im Verborgenen, weil viele Züchter früher ihren langhaarigen Nachwuchs ganz einfach verschwiegen haben. Eine gezielte Zucht ist dann möglich, wenn beide Elternteile das Langhaar-Gen tragen. Seit einiger Zeit tauchen immer mehr Highlander auf, die natürlich miteinander verpaart werden können. Der Gen-Pool ist momentan noch ziemlich klein und so gibt es auch nur wenige Highlander-Züchter, die sich um eine Reinzucht bemühen. Im Augenblick ist es immer noch populärer und weitaus einträglicher, Britisch Kurzhaar zu züchten, als die noch relativ unbekannte Katzenrasse weiter voranzubringen. Trotzdem freuen sich inzwischen viele BKH-Züchter, wenn ein Highlander-Kitten in einem Wurf dabei ist.

Eine Highlander Katze mit „Sonderlackierung“

Nach wie vor ist die beliebteste Fellfarbe das Blau. Eine blaue Katze, wenn sie dann auch noch eindrucksvolle orangefarbene Augen besitzt, ist einfach für viele Menschen das höchste Glück. Die Überzahl der gezüchteten blauen Briten führt auch bei den Highlandern dazu, dass sie oft in Blau vorkommt, obwohl alle Farben erlaubt sind.

Gibt es rassespezifische Erkrankungen bei der Highlander Katze?

Grundsätzlich existieren keine Krankheiten, die für die Highlander Katze typisch sind, entsprechende Tests und Untersuchungen auf gesundheitlich einwandfreie Zuchttiere sollten aber trotzdem von seriösen Züchtern für Highlander oder BKH durchgeführt werden, denn es kann immer vorkommen, dass aus früheren Rasseeinkreuzungen Krankheiten sozusagen „miteingeschleppt“ worden sind. Highlander- bzw. BKH-Züchter werden Interessenten aber sicherlich gut und umfassend beraten, bevor ein Highlander-Kitten in den Haushalt seiner neuen Familie wechselt. Eine Liste kompetenter Highlander- bzw. BKH-Züchter finden Sie in unserer Züchter-Datenbank.

Was muss ich bei der Ernährung der Highlander Katze beachten?

Wie die BKH neigt auch die Highlander ein wenig dazu, ihr Futter zu schlingen. Bei der Fütterung mit Trockennahrung kann man hier darauf achten, dass die Krokettengröße dem entgegen wirkt und die Katze zu intensivem Kauen angeregt wird. Da die Highlander Katze eine sehr muskulöse Katze ist, empfiehlt es sich ebenfalls auf einen ausgewogenen Proteingehalt zu achten, damit die Muskelmasse erhalten bleibt. Eine ausreichende Versorgung mit L-Carnitin pflegt und schützt die Gelenke.

Unser spezieller Tipp: Die automatische Futterschale

Eine bewegungsgesteuerte Futterschale öffnet sich beim Annähern der Katze und schließt sich wieder, wenn sie sich entfernt. So hält sich das Futter länger frisch, unangenehme Gerüche werden reduziert und dem Befall mit Insekten wird sicher vorgebeugt.

Braucht die gemütliche Highlander Katze einen Kratzbaum?

Diese Frage muss man ganz klar mit einem deutlichen „Ja“ beantworten. Denn ganz gleich, ob gemütlich oder agil – zur Gesunderhaltung der Krallen braucht jede Katze einen Kratzbaum. Damit die Krallen nicht brechen oder gar an ungeeigneten Stellen beim Kratzen einfach ausgerissen werden, ist der Kratzbaum ein absolutes Muss. So wird obendrein verhindert, dass die Katze ihre Spuren an Möbeln oder Tapeten hinterlässt.

Unser ganz spezieller Tipp für die Prinzessinnen unter den Katzen

Eine Highlander Katze kann wie schon angedeutet standesgemäß zur Diva mutieren. Was liegt da näher als der schönen Pelzträgerin ein ganz besonderes Kratzmöbel zu gönnen. Wie geben es gerne zu: Bei diesem zauberhaften Katzenschloss ist es sehr schwer, zu widerstehen!

Wie aufwändig ist die Fellpflege bei der Highlander Katze?

Man sollte es kaum erwarten, aber das Fell der Highlander ist nicht besonders pflegeintensiv. In den meisten Fällen reicht einmaliges Bürsten in der Woche aus, im Fellwechsel vielleicht etwas öfter. Im Gegensatz zur BKH bürstet man das Fell der Highlander auch gegen den Strich, den Schwanz nur sehr vorsichtig bzw. nie.

Die Katze und der Baldrian

Katzen lieben Baldrian. Aber Baldrian ist nicht gleich Baldrian und obwohl der echte Baldrian auf den Menschen beruhigend und schlaffördernd wirken kann, löst er bei den Hauskatzen völlig andere Reaktionen aus. Er wirkt wie ein verlockendes und aufputschendes Aphrodisiakum und der Grund dafür scheint vermutlich einfach zu sein: Die im Baldrian enthaltenen Alkaloide sollen auf beide Geschlechter wie Sexuallockstoffe wirken. Der Handel hat sich längst darauf eingestellt und so finden sich mit Baldrian gefüllte Kissen oder Spielzeuge in jedem gut sortierten Zoohandel. Aber Achtung: Nicht alle Stubentiger reagieren auf den Baldrian. Warum er einige Katzen regelrecht kalt lässt, ist noch nicht ganz geklärt. Am besten, man versucht es einfach einmal. Schädlich ist Baldrian gelegentlich und sparsam benutzt auf keinen Fall.

Wie ist unser Fazit zur zauberhaften Highlander Katze?

Die Highlander Katze mit ihrem gemäßigten Temperament eignet sich ausgesprochen gut für die Wohnungshaltung. Sie ist sehr ruhig und ausgeglichen und liebt die Gesellschaft von Menschen. Und sie liebt es, gestreichelt zu werden und häufig schließen sie sich genau deshalb sehr gerne den Kindern der Familie an, weil von diesen doch mehr Streicheleinheiten zu erwarten sind. Die Highlander sind eine gute Alternative, wenn man das lange Fell der Perser mag, nicht aber deren platte Nasen. Highlander sind sehr neugierig und ausgesprochen verspielt. Das Fell ist nicht sehr pflegeintensiv und einmal wöchentliches Bürsten reicht völlig aus. Die Highlander Katze ist sehr gelehrig und wird einmal gelernte Dinge nicht wieder vergessen.

Rassezugehörigkeit und ähnliche Rassen

Die schöne Highlanderin gehört zur Familie der Halblanghaarkatzen, zu der auch diese charmanten Rassevertreter gehören:

Ähnliche Rassen:

  • Deutsch Langhaar
  • Maine Coon
  • Nebelung
  • Neva Masquerade
  • Norwegische Waldkatze
  • Ragdoll
  • Sibirische Katze
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