Miniature Bull Terrier

FCI Kassifikation: 359, Gruppe 3, Sektion 3

Widerrist: nicht über 35,5 cm

Farbe: Weiß; alle Farben außer Blau und Leberbraun; Tricolor

Fell: kurz

Gewicht: Rüden ca. 15 kg, Hündinnen ca. 11 kg

Lebenserwartung: 14 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 4

Familientauglichkeit: 3

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , ,

Krankheiten: , , ,

Familie:

Eignung:

Zuchtverbaende:

Weshalb ist der Miniatur Bull Terrier so ein besonderer Hund?

Man mag es kaum glauben, aber seit dem Jahr 2006 steht der Miniatur Bull Terrier beim Britischen Kennel Club auf der Liste der bedrohten Hunderassen. In Deutschland aber erfreut sich diese Rasse immer noch großer Beliebtheit. Der Miniatur Bull Terrier ist in Deutschland kein Listenhund wie sein großer Verwandter.

Woher kommt der kleine Bull Terrier?

Die Wiege des Bull Terriers steht im englischen Birmingham. Hier entstand durch Kreuzung von White English Terriern mit English Bulldogg und Dalmatiner der Bull Terrier. Das Ziel war, einen für die damals beliebten Bullenkämpfe geeigneten Hund zu schaffen. Bis heute sieht der Standard für diese Rasse keine Idealgröße vor. Die Hunde sollen nur einen kräftigen, muskulösen und gut proportionierten Körper haben. Als im Jahr 1835 die Hundekämpfe verboten wurden, wurde der Bull Terrier als Wach- und Begleithund weitergezüchtet. Der Bull Terrier besitzt eine hohe Reizschwelle, aber er kämpft unerbittlich weiter, wenn diese einmal überschritten ist. Er packt sehr fest zu und fügt damit seinem Gegner meistens erhebliche Wunden zu. Seinen Mut und seine Schärfe machte man sich von je her auch bei der Jagd zunutze. Auf alten Gemälden schon sind Bull Terrier bei der Jagd abgebildet. Als „Saupacker“ sind sie auch heute noch zur Wildschweinjagd einsetzbar, allerdings aber auch die Ausnahme.

Was kennzeichnet den Miniatur Bull Terrier ebenso wie seinen großen Vetter?

Der Bull Terrier ist ein treuer, zuverlässiger und zu Menschen im Regelfall freundlicher Begleithund, der allerdings viel Auslauf und eine gründliche Erziehung benötigt. Sein Wach- und Schutzdienst sind sehr stark ausgeprägt. Ein bekannter und stark strapazierter Spruch geht so: „Er lässt einen Einbrecher wohl hinein in die Wohnung, aber nicht wieder hinaus.“ Der Miniatur Bull Terrier hat vergleichbare Eigenschaften wie sein großer Verwandter. Seit Beginn der Zucht des Bull Terriers gab es eine große und eine kleinere Variante, den damals sogenannten „Toy Bull Terrier“. Dieser war von Beginn an stets weniger beliebt als sein großer Verwandter und verschwand bald ganz aus dem Zuchtbuch des Kennel Clubs. Erst mit Wiederbelebung der Rasse durch Gründung eines Zuchtclubs für Miniatur Bull Terrier tauchte er wieder auf und wurde 2011 von der FCI anerkannt. Die ersten Miniatur Bull Terrier kamen im Jahr 1972 nach Deutschland und erfreuen sich seitdem steigender Beliebtheit.

Wie sieht der Miniatur Bull Terrier aus?

Der Miniatur Bull Terrier ist ein kräftig gebauter, muskulöser, harmonischer und aktiver Hund. Er vermittelt einen entschlossenen und intelligenten Ausdruck. Sein einzigartiges Merkmal ist sein „downface“ und der eiförmige Kopf. Er ist mutig, lebhaft und hat ein verspieltes Wesen, dabei ist er ausgeglichen und sehr diszipliniert. Es wird erwartet, dass Rüden maskulin und Hündinnen ausgeprägt feminin aussehen. Der Kopf ist lang und stark, aber nicht grob. Der Nasenschwamm sollte schwarz sein mit gut geöffneten Nasenlöchern. Der Unterkiefer ist tief und kräftig, mit tadellosen Zähnen, sauber, stark und von guter Größe. Die Hunde sind ausgestattet mit einem perfekten, vollständigen und makellosen Scherengebiss. Die Augen der Hunde erscheinen schmal, sind schräg eingesetzt und dreieckig. Ihre Farbe ist Schwarz oder so Dunkelbraun wie möglich um nahezu wie schwarz zu wirken, mit einem durchdringenden Glitzern. Blaue oder teilweise blaue Augen sind unerwünscht. Die Ohren sind klein und dünn und ein Bull Terrier sollte in der Lage sein, die Ohren steif aufgerichtet zu halten, wenn sie gerade nach oben zeigen. Die Rute ist kurz, tief angesetzt und wird horizontal getragen. Sie ist dick am Ansatz und verjüngt sich zu einer feinen Spitze. Die Beine stehen auf runden und kompakten, gut aufgeknöcherten Pfoten. Die Haut ist dicht anliegend mit kurzem, glatten und ebenmäßgen Fell, das sich bei feinem Glanz aber doch recht hart anfühlt. Im Winter kann eine feine Unterwolle vorhanden sein. Bei weißen Hunden bedeutet es ein reines Weiß. Bei farbigen Hunden muss die jeweilige Farbe vorherrschend sein. Blau und leberbraun sind höchst unerwünscht. Die Widerristhöhe sollte 35,5 cm nicht überschreiten. Im Standard ist keine Gewichtsgrenze vorgeschrieben.

Was gibt es zur Haltung des Miniatur Bull Terrier zu sagen?

Typisch für den Bull Terrier in beiden Varianten ist seine eigentümliche Kopfform mit der Ramsnase. Bei reinweißen Tieren kann es vermehrt zu Taubheit kommen. Die gestromte Färbung wird bei diesen Hunden im Allgemeinen bevorzugt. Der Zuchtstandard ist bis auf die Größe völlig identisch. Er ist kompakt und sehr muskulös. Eine offizielle Gewichtsbegrenzung gibt es nicht, die Rüden wiegen etwa 15 kg, das Gewicht der Hündinnen liegt bei etwa 11 kg. Der Miniatur Bull Terrier ist ein sehr aktiver, mutiger und verspielter Hund. Und ganz gegen die allgemeine Meinung ist er auch ein sehr freundlicher, kinderlieber Hund. Er ist sehr bewegungsfreudig, anhänglich und braucht sehr viel Zuwendung. Als Zwingerhund ist er also auf gar keinen Fall geeignet. Und er ist beileibe kein Anfängerhund, in dessen Sozialisierung und Erziehung man sehr viel Zeit investieren muss.

Welche rassebedingten Erkrankungen sind beim Miniatur Bull Terrier zu finden?

An sich ist der Miniatur Bull Terrier eine sehr robuste und gesunde Rasse. Es gibt aber ein paar Krankheiten, die immer wieder vorkommen. Dazu gehören die Primäre Linsen Luxation (PLL), für die es seit 2009 einen DNA-Test gibt, und verschiedene Herzerkrankungen wie die Aortenstenose und die Mitralklappen-Dysplasie. Am besten wie bei allen anderen Hunderassen, aber ganz besonders bei dieser liebenswürdigen Rasse ist es, nichts zu überstürzen. Informieren Sie sich bei einem Züchter für den Minatur Bull Terrier über seinen Charakter und seine gesundheitlichen Dispositionen. Seriöse Züchter nehmen ungeeignete Tiere aus der Zucht und werden jedem Interessenten nicht nur ihre zauberhaften Bull Terrier Welpen präsentieren, sondern die frischgebackenen Besitzer auch nach dem Kauf noch mit Rat und Tat unterstützen.

Achtung: Der Miniatur Bull Terrier ist kein Listenhund!

Wichtig ist auch, dass Ihr Miniature Bull Terrier das volle Papier eines solchen Hundes besitzt, denn nur damit werden sie auch als Nicht-Listenhunde gezählt. Vernachlässigt man das, ist Ärger vorprogrammiert. Machen Sie Gebrauch von unserer Züchterliste für den Miniature Bull Terrier und lassen sich die Vorzüge dieser Rasse und die Voraussetzungen für ein angenehmes Leben mit diesen quirligen, tollen Hunden erläutern. Eine Liste kompetenter Züchter finden Sie selbstverständlich in unserer Züchter-Datenbank.

Was ist bei der Ernährung des Miniatur Bull Terriers zu beachten?

Die Gefahr, dass der Miniatur Bull Terrier mit Übergewicht zu kämpfen hat, ist gering bzw. tendiert gegen null. Er ist sehr „sparsam“ mit seinem Futter und nimmt sich gerade so viel wie nötig ist, damit er satt ist. Er würde niemals so viel fressen wie möglich. Darüber hinaus gilt für den kleinen Bull Terrier das, was für alle Hunde gilt: Wichtig ist eine ausgewogene und passende Ernährung je nach Alter, Gesundheitszustand und Aktivität des Hundes.

Nachgefragt: Wie viel Bewegung ist nötig?

Der Miniatur Bull Terrier fühlt sich zuhause schon recht wohl und ist nicht der typische Laufhund. Kilometerweite Fahrradtouren oder stundenlanges Joggen sind seine Sache nicht. Trotzdem sind diese kleinen Bull Terrier sehr agil und gern bei einer maßvollen Laufrunde dabei. Eine wunderbare Hilfe auch beim maßvollen Laufen oder sogar beim Spaziergang ist ein Bauchgurt mit einer einhakbaren Hundeleine. Der Hund kann sich frei bewegen … und Herrchen auch.

Der Hund im Auto

Man kann es nicht oft genug sagen: Hierzulande gilt ein Hund im Auto als „Ladung“, die es zu sichern gilt. Hört sich für den Hundefreund nicht nett an, ist aber nicht zu ändern. Und man hält sich besser daran, möchte man sich und seinen Hund nicht in Gefahr bringen. Obendrein droht ein saftiges Bußgeld, wenn man ertappt wird. Sicher genug und bequem ist der kleine Bull Terrier auf der Ladefläche oder im Kofferraum des Autos untergebracht. Hier kann er sich bequem ausstrecken, hat eine gute Rundumsicht und der Kontakt zu seinen Menschen ist auch garantiert. Das Fahrzeug ist geschützt vor Haaren, Feuchtigkeit und Schmutz. Ergänzend hierzu kann man seinem Vierbeiner den Gefallen tun und ihm das Einsteigen über eine Hunderampe erleichtern. Diese Rampe ist eine wirkliche Hilfe für ältere oder kranke Hunde und schont auch beim jüngeren, gesunden Hund die Gelenke … und nicht zu vergessen: Die Ladekante des PKW.

Der Miniatur Bull Terrier in Kürze

Der Miniatur Bull Terrier hat im Wesentlichen alle Charakterzüge seines größeren Vetters. Der Bull Terrier ist ein charakterstarker Hund mit grenzenloser Liebe zu Menschen. Der an sich agile Hund fühlt sich im Haus recht wohl und benötigt zum Wohlergehen keine stundenlangen Spaziergänge oder kilometerlanges Mitlaufen am Fahrrad. Die „Bullis“ sind sehr pflegeleicht, trotzdem aber beileibe keine Anfängerhunde.

Unser Tipp zum Schluss: Das „Ruhebettchen“

Gönnen Sie ihrem Bull Terrier ein formstabiles Hundebett aus Kunstleder. Diese Hundebetten sind hochwertig und einfach zu reinigen. Das hygienische Material hat den Vorteil, dass sich in ihm weder Flöhe noch Milben festsetzen können. Nicht zu vergessen: Dieses Hundebett ist, anders als ein Textilbett, auch für Allergiker geeignet.

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