Staffordshire Bullterrier

FCI Kassifikation: 76, Gruppe 3, Sektion 3

Widerrist: Rüden 36 bis 41 cm, Hündinnen 33 bis 38 cm

Farbe: Rot; Falbfarben; Weiß; Schwarz; Blau; eine der vorgenannten Farben mit Weiß; gestromt in jeder Schattierung oder gestromt mit Weiß

Fell: glatt, kurz, dicht

Gewicht: Rüden 11 bis 17 kg, Hündinnen 10 bis 16 kg

Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 4

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , , ,

Krankheiten: , , , ,

Familie:

Eignung: ,

Zuchtverbaende:

Was ist das Besondere am Staffordshire Bullterrier?

Der kernige und muskulöse Hund wird bei uns als Familien-und Begleithund gehalten und ist seiner Familie gegenüber treu und anhänglich. Er muss konsequent erzogen werden und braucht viel Auslauf. Für verschiedene Hundesportarten oder als Begleiter für sportliche Menschen beim Joggen oder Radfahren ist er sehr gut geeignet. Terriertypisch geht der Staffordshire Bullterrier oder „Staff“ wie viele seiner Artgenossen einer Rauferei mit anderen Hunden selten aus dem Weg, besonders dann, wenn er provoziert wird. Aus diesem Grund ist es für den Staff ganz besonders wichtig, dass er schon im Welpenalter und auch später eine Hundegruppe besucht, damit er möglichst gut sozialisiert wird. Wenn er eine solide Ausbildung genossen hat, ist er ein zuverlässiger und sehr angenehmer Begleithund für sportliche Menschen. Nicht ohne Grund zählt der Staffordshire Bullterrier in Großbritannien heute noch zu beliebtesten Hunderassen.

Woher kommt der „Staff“?

Der Staffordshire Bullterrier kommt ursprünglich aus Großbritannien und wurde früher zu Kämpfen mit Ratten und Artgenossen, ja sogar mit Stieren, verwendet. Ursprünglich aber war es seine Aufgabe, Ratten zu vernichten. Ab etwa 1810 aber war diese Rasse die bevorzugte Rasse für den Kampf Hund gegen Hund. Sie wurden zum Statussymbol der Arbeiterklasse in den Kohlegebieten, die sich mit den Kämpfen und Hunderennen ein Zubrot verdienten. Die Hunde entstanden aus Kreuzungen zwischen Bulldogs und Terriern. Vom Bulldog erbten sie ihre Kraft und Zähigkeit, vom Terrier ihre schnelle Auffassungsgabe und Wendigkeit. Als 1835 die Hundekämpfe in England verboten wurden, wurden nur die Eigenschaften züchterisch gefördert, die sie zu einem zuverlässigen Begleithund machten. Erst sehr spät, im Jahr 1998, wurde der Staffordshire Bullterrier von der FCI anerkannt.

Wie sieht der Rassestandard des Staffordshire Bullterriers aus?

Der Staffordshire Bullterrier ist sehr kräftig für seine Größe, muskulös, aktiv und beweglich. Der Kopf der Hunde ist kurz mit schwarzem Nasenschwamm. In den starken Kiefern sitzen große Zähne, die ein perfektes Scherengebiss bilden. Sie haben sehr ausgeprägte Wangenmuskeln. Die Augen sind rund und von mittlerer Größe, dunkle Augen werden bevorzugt. Die Ohren sind Rosen- oder Halbstehohren, weder groß noch schwer. Der Körper ist gedrungen, mit breiter Front. Der Brustkorb ist tief und muskulös. Die Rute ist von mittlerer Länge, mit tiefem Ansatz in eine Spitze auslaufend. Sie darf nicht stark gebogen sein. Die Beine stehen auf gut gepolsterten, kräftigen Pfoten von mittlerer Größe. Bei einfarbigen Hunden sind die Krallen immer schwarz. Das Haarkleid ist kurz, glatt und dicht. Die Fellfarbe ist rot, falb, weiß, schwarz oder blau, oder eine dieser Farben mit weiß, gestromt in jeder Schattierung oder gestromt mit weiß. Die erwünschte Widerristhöhe liegt zwischen 35,5 und 40,5 cm. Rüden erreichen ein Gewicht von 12,7 bis 17 kg, Hündinnen sind etwas leichter mit 11 bis 15,4 kg.

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Zu wem passt der Staffordshire Bullterrier?

Der Staffordshire Bullterrier ist ein sehr liebenswerter Hausgenosse und ein absolut großartiger Familienhund. Er ist ein wahrer Menschenfreund und die Kinder der Familie liebt er über alles. Er ist sehr pflegeleicht und mit dem entsprechenden Angebot an Auslauf auch gut in der Stadt aufgehoben. Entsprechend seiner Vorgeschichte ist der Staff ausgesprochen mutig und unerschrocken mit einem ruhigen und fröhlichen Wesen. Der Staffordshire Bullterrier darf nicht mit dem American Staffordshire verwechselt werden. Vor etwa 250 Jahren tauchten in England die ersten Hunde auf, die die Vorfahren des Staff gewesen sein mochten: Kleine, bullige Hunde, die mit ihren Besitzern in „Black Country“, der Gegend rund um Birmingham und Staffordshire, zusammen auf engstem Raum in den Arbeitersiedlungen wohnten. Der Staffordshire Bullterrier zählt zu den Kleinhunden. Die agilen kleinen Hunde hatten zu dieser Zeit die Aufgabe, die Rattenpopulation klein zu halten und auf die Kinder der Arbeiterfamilien aufzupassen. Die kleinen Hunde sind unerschrocken und mutig, dabei aber stets ausgeglichen und fröhlich. Konsequent und liebevoll erzogen sind sie angenehme Familienmitglieder. Mit einer soliden Ausbildung ist er sehr zuverlässig.

Wieso ist der Staffordshire Bullterrier ein „Listenhund“?

In den meisten Bundesländern wird diese Hunderasse zu den gefährlichen Hunden gezählt. Ihre Haltung ist mit bestimmten Auflagen verbunden und man sollte sich vor der Anschaffung nach den aktuellen Vorschriften und Bestimmungen erkundigen. Ein kompetenter Züchter für den Staffordshire Bullterrier wird hier sehr gerne Auskunft geben und beraten.

Gibt es typische Rassekrankheiten beim Staff?

Grundsätzlich ist der Staffordshire Bullterrier ein gesunder und robuster Hund. Einige wenige Krankheiten aber gibt es, die bei ihm vermehrt auftreten. Dazu gehört neben der Neigung zu Katarakt, Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie auch L-2-HGA. L-2-HGA ist eine neurometabolische Erkrankung, die schwere Störungen im Nervensystem verursacht. Auch Patellaluxation und Katarakt (Grauer Star) kommen vor. Staffordshire Bullterrier Welpen erwirbt man selbstverständlich bei einem seriösen Züchter, der sich intensiv sowohl mit den Krankheiten als auch mit den Haltungsbeschränkungen auseinandergesetzt hat. Eine Liste dieser Züchter finden Sie in unserer Datenbank.

Der spezielle Tipp: Orthopädisches Hundebett

Die Konstruktion des Hundebettes ermöglicht eine individuelle Anpassung der Liegefläche. So wird der Bewegungsapparat beim Liegen unterstützt und entlastet. Eine optimale Druckverteilung sorgt für einen erholsamen Schlaf besonders für ältere oder körperliche beeinträchtigte Hunde (HD, ED).

Was ist bei der Ernährung des Staffordshire Bullterriers zu beachten?

Der Staffordshire Bullterrier ist ein sehr robuster Hund, der nicht sehr anfällig für Krankheiten ist, aber wie viele mittelgroße und große Hunde eine Hüftgelenksdysplasie entwickeln kann. Das kann genetisch bedingt, aber insbesondere auch in der Junghundphase durch Übergewicht oder zu schnelles Wachstum hervorgerufen worden sein. Hier ist wie bei allen Hunden darauf zu achten, dass auch der Staff vollwertig und bedarfsgerecht ernährt wird.

Unser Tipp für den Staff: Eine formschöne Futterstation

Damit der mittelgroße Staffordshire Bullterrier sein Futter entspannt einnehmen kann, ohne dass sich die Nackenmuskulatur verkrampft, bietet sich eine Futterstation mit erhöht angebrachten Futterschalen an:

Unser Fazit zum Staffordshire Bullterrier

Der Staffordshire Bullterrier stammt aus Großbritannien und ist dort auch noch eine der am häufigsten anzutreffenden Hunderassen. Der Staffordshire Bullterrier gilt in Deutschland als gefährliche Rasse, deren Einfuhr verboten ist. Bei Interesse an einem Welpen kommt man an einem kompetenten Züchter also in gar keinem Fall herum. Ein Staff braucht viel Auslauf und Beschäftigung und sollte stets konsequent erzogen und sozialisiert sein. Der Staffordshire Bullterrier ist kein Anfängerhund.

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