Zwergschnauzer

FCI Kassifikation: 183, Gruppe 2, Sektion 1

Widerrist: Rüden und Hündinnen 30 bis 35 cm

Farbe: Pfeffer-Salz, Schwarz, Schwarz-Silber, Weiß

Fell: drahtig, hart und dicht

Gewicht: Rüden und Hündinnen 4 bis 8 kg

Lebenserwartung: 14 bis 15 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 2

Familientauglichkeit: 5

Pflegeintensitaet: 3

Größenklasse: 2

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten: , , ,

Familie:

Eignung: ,

Zuchtverbaende:

Was ist das Besondere am Zwergschnauzer?

Genaue Aufzeichnungen, wie der Zwergschnauzer tatsächlich entstanden ist, fehlen und ursprünglich trugen diese Hunde tatsächlich den Namen „Pinscher“. Der Name Schnauzer leitet sich ab von dem imposanten Bart der Hunde. Man weiß es nicht genau, aber es gibt Vermutungen, dass die schwarze Farbe bei den Zwerschnauzern durch das Einkreuzen von Zwergspitzen (Pomeranian) herleitet. Auf einer alten Illustration ist eine Gruppe von schwarzen Pomeranians zu sehen, die sich im Besitz der Zuchtstätte „Heilbronn“ befanden, jener Zuchtstätte, die lange als Zentrum der Zucht für schwarze Zwergschnauzer gegolten hat. Und in der Schweiz und in Tirol entdeckte man Skelettreste von Hunden, deren Nachkommen in ganz Europa ihre Verbreitung fanden. Eine Variante dieser Hunde, der sogenannte Stallpinscher, lebte auf den Bauernhöfen Bayerns und Baden-Württembergs.

Wie soll der „ideale“ Zwergschnauzer aussehen?

Der Zwergschnauzer erscheint klein, kräftig, eher gedrungen als schlank, rauhhaarig, elegant, und dabei das verkleinerte Abbild des großen Schnauzers, ohne die Mängel zwerghafter Erscheinungen. Seine Klugheit, Unerschrockenheit, Ausdauer und Wachsamkeit machen den Zwergschnauzer zu einem angenehmen Haushund, ebenso aber auch zum Wach- und Begleithund, der selbst in einer kleinen Wohnung problemlos gehalten werden kann. Der Kopf ist kräftig und langgestreckt, der Stopp erscheint durch die kräftigen Brauen deutlich ausgeprägt. Der Nasenschwamm ist stets schwarz mit einer gut ausgebildeten Nasenkuppe. In den kräftigen Kiefern sitzt ein perfektes Scherengebiss mit 42 Zähnen. Die Augen sind mittelgroß, oval, nach vorne gerichtet, dunkel und mit einem lebhaften Ausdruck. Die Klappohren sind hoch angesetzt und V-förmig. Die Rute der Hunde ist naturbelassen. Zuchtziel ist eine Sichel- oder Säbelrute. Die stämmigen Beine stehen auf kurzen, runden Pfoten. Die Zehen sind eng aneinander liegend und gewölbt (Katzenpfoten), mit kurzen, dunkeln Nägeln und derben Ballen. Das Haar der Hunde soll drahtig hart und dicht sein, mit einer dichten Unterwolle und dem keineswegs zu kurzen, harten, am Körper gut anliegenden Deckhaar. Das Deckhaar ist rauh und lang genug, um seine Textur überprüfen zu können, dabei weder struppig noch gewellt. Das Haar an den Läufen neigt dazu, nicht ganz so hart zu sein. An der Stirn und den Ohren ist es kurz. Als typisches Kennzeichen bildet es am Fang den nicht zu weichen Bart und die buschigen Brauen, die die Augen leicht überschatten. Die Farben des Zwergschnauzers sind

  • Rein schwarz mit schwarzer Unterwolle,
  • Pfeffersalz,
  • Schwarzsilber
  • und rein weiß mit weißer Unterwolle.

Rüden und Hündinnen erreichen eine Widerristhöhe zwischen 30 und 35 cm und das Gewicht bei beiden liegt zwischen 4 und 8 kg.

Unser Buchtipp: Der Praxisratgeber zum Zwergschnauzer

Wie halte ich meinen Zwergschnauzer gesund? Was ist typische Charakterzüge eines Zwergschnauzers? Wie erziehe ich meinen Zwergschnauzer? Diese und mehr Fragen stellen sich, wenn man sich zum Kauf eines Zwergschnauzers entschlossen hat. Hier kann ein reich bebilderter Praxisratgeber hilfreich sein und die meisten dieser Fragen beantworten. Und selbst der erfahrene Zwergschnauzer-Besitzer wird hier noch fündig:

Was charakterisiert den Zwergschnauzer?

Im Jahr 1899 begann man mit der Trennung der Rassen Zwergschnauzer und Affenpinscher. Im Grunde unterscheidet nur das Fell die beiden Hunderassen. Und so begann erst zu diesem Zeitpunkt die Geschichte des Zwergschnauzers. Genutzt wurden diese kleinen, struppigen Hunde auf Höfen und in Ställen zur Vernichtung der Ratten. Sie mussten hierfür schnell und mutig sein. Bis heute sind sie diese wenigen kleinen Jäger geblieben. Der kleine, temperamentvolle Zwergschnauzer ist ein idealer Familien- und Begleithund. Er fühlt sich in einer Stadtwohnung wohl und ist ein fröhlicher Begleiter für ältere Menschen. Aufmerksam und wachsam ist er trotz seiner geringen Größe ausgesprochen mutig. Er ist mit regelmäßigen Spaziergängen zufrieden, tobt gerne draußen herum und kann sich für den Hundesport begeistern. Wachsam wie er ist, meldet er jeden Fremden, dem er zunächst durchaus misstrauisch gegenüber steht. Ein wenig dickköpfig ist er schon, sodass man bei seiner Erziehung nicht nur liebevoll, sondern auch konsequent vorgehen muss. Das raue Haarkleid des Zwergschnauzers besteht aus drahtigem Grannenhaar und dichter Unterwolle. Es ist erforderlich, dass es hin und wieder getrimmt wird. Der typische Bart, der ihm auch den Namen gegeben hat, und die buschigen Augenbrauen müssen regelmäßig gepflegt werden, sonst verfilzen sie. Auch die Haare am Kopf, an den Ohren, am Hals, am Bauch und am After sollten etwas gekürzt werden. Früher wurde die Rute der Schnauzer recht kurz kupiert, heute jedoch legt man Wert auf kräftige und gut behaarte Sichel- oder Säbelruten.

Wie sind die Zwergschnauzer entstanden?

Eine Variante dieser Hunde, der sogenannte Stallpinscher, lebte auf den Bauernhöfen Bayerns und Baden-Württembergs. Er war ein dicht behaarter, ganz handfester Bursche, von dem man nicht weiß, wann und wie er genau entstanden ist. Seine Aufgabe war das Begleiten und Bewachen von Postkutschen, an deren Seite er geduldig lange Strecken zurücklegte. Die kleinen, starken Zähne konnten fest zupacken und schlugen fast jeden Schurken in die Flucht. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Zwergschnauzer die Führung bei den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Auch in den USA liegen sie an der Spitze der Beliebtheitsskala.

Was ist bei der Ernährung der Zwergschnauzer zu beachten?

Keine Frage: Der Zwergschnauzer hat einen gesunden Appetit. Kaum steht das Futter da, geht es auch schon los. Bei der Zusammensetzung des Futters ist wie bei allen anderen Hunden auch auf Vollwertigkeit zu achten. Ein Zuviel an Protein schadet auch dem Zwergschnauzer. Eine gute Fertignahrung ist völlig ausreichend.

Unser Tipp zum Schnauzer:

Zum Schnauzer haben wir noch einen kleinen Tipp: Wählen Sie Trockenfutter, wenn Sie Fertigfutter bevorzugen, sonst bleibt die Hälfte des Futters im schönen Bart des Schnauzers hängen!

Zu wem passt der intelligente Zwergschnauzer?

Zwergschnauzer lassen sich leicht erziehen, sind überdurchschnittlich intelligent und haben einen starken Charakter. Zwergschnauzer sind sehr robust und lassen sich eine Krankheit oft erst anmerken, wenn der Zustand bereits bedenklich geworden ist. Selbst dann sind sie noch unermüdliche Kämpfer und denken gar nicht daran, aufzugeben. Zwergschnauzer brauchen unbedingt die Zuwendung und Aufmerksamkeit ihrer Menschen, sonst stumpfen sie ab und werden misstrauisch. Zwergschnauzer lieben Kinder und Kinder, die es gelernt haben mit Hunden umzugehen, finden in den kleinen Hunden einen wunderbaren Spielkameraden. Darüber hinaus sind sie wunderbare und intelligente Wachhunde, die eine Gefahr nur so lange melden, wie sie besteht oder der Besitzer erscheint, um die Lage zu klären. Sie sind auf gar keinen Fall Kläffer.

Unser Tipp für den sportlichen Schnauzer:

Der Zwergschnauzer ist ein echter kleiner Sportler und freut sich über jede Art von Fitnessprogramm. Perfekt für den Schnauzer ist die Agility Wippe. Das Üben auf der Wippe hält den Hund fit und vertieft durch die Zusammenarbeit die Beziehung zwischen Mensch und Hund.

Welche rassetypischen Erkrankungen gibt es beim Zwergschnauzer?

Gute Gesundheit können alle Zwergschnauzer-Züchter ihren Hunden bescheinigen, nur manchmal kommt es zu Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen, Blasensteinen oder dem Schnauzer-Komedo-Syndrom, das auch in unserem Lexikon der Krankheiten beschrieben ist. Bei einem kompetenten Züchter kann man auch mit den zauberhaften Zwergschnauzer-Welpen Bekanntschaft geschlossen werden. Hier kann man in aller Regel wenigstens ein Elterntier kennenlernen und sich ein Bild von den Hunden machen. Nur ein gewissenhafter und seriöser Züchter für den Zwergschnauzer ist die Garantie für einen gut sozialisierten und gesunden Hund. Solche Züchter finden Sie in unserer Züchter-Datenbank. Machen Sie einen Termin und schließen Freundschaft mit dieser zauberhaften Hunderasse.

Welche Pflege braucht das Fell des Schnauzers?

Das raue Haar des Schnauzers braucht eine regelmäßige Pflege und der Hund muss regelmäßig getrimmt werden. Der üppige Bart sollte regelmäßig geschnitten werden und auch die Rute muss in ihrer typischen Form gehalten werden. Anzustreben ist laut Rassestandard für den Zwergschnauzer eine quadratische, dennoch aber natürlich wirkende Hundegestalt.

Unser Fazit zum schönen Zwergschnauzer

Wie sein „großer Bruder“ ist auch der Zwergschnauzer sehr lernfähig. In dem Zwergschnauzer hat man einen zuverlässigen Wachhund, der Meldung macht, sobald er jemanden näher kommen hört. Leider hat seine sprichwörtlich große Klappe einen Nachteil: Manchmal ist es einfach ein wenig zu viel des Guten. Obwohl durchaus ein wenig dickköpfig, ist der Zwergschnauzer doch folgsam. Für Kinder ist er der ideale Spielgefährte und hat ein überschäumendes Temperament, das nur schwer zu zügeln ist. Viel Auslauf und Bewegung im Freien ist für den kleinen Schnauzer das A und O, sodass ein Haus mit Garten das ideale Domizil für den Zwergschnauzer ist.

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Der Zwergschnauzer ist eine sehr wachsame kleine Hunderasse. Wer nach Alternativen zu diesem zuverlässigen kleinen Wächter sucht, findet sie vielleicht bei diesen Rassen:

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