Hund schläft auf Sofa
© Lars Zahner / Fotolia

So viel Schlaf braucht Ihr Hund?

Genau wie für uns Menschen, ist ausreichend Schlaf für Hunde überlebenswichtig. Während der Ruhephasen kann sich ihr Körper regenerieren und sie können die Erlebnisse des Tages verarbeiten.

Doch wie viel sollte dein Hund eigentlich genau schlafen und warum solltest du ihn dabei unterstützen, dass er das auch wirklich tut? Diese Fragen beantworten wir dir in folgendem Artikel.

Hunde brauchen viel Schlaf

Im Vergleich zu dir benötigt dein Hund deutlich mehr Schlaf, beziehungsweise Ruhepausen. Wie viel er genau braucht, hängt unter anderem von seinem Alter ab. So haben Welpen beispielsweise einen höheren Bedarf, als erwachsene Hunde.

Letztere benötigen zwischen 17 und 20 Stunden Ruhe am Tag. Bei Welpen und älteren Vierbeinern sind es, ebenso wie bei kranken Hunden, sogar bis zu 22 Stunden täglich.

Ausruhen bedeutet nicht unbedingt schlafen

Das mag sich nach viel anhören. Immerhin bleibt so vom Tag nicht mehr allzu viel übrig. Allerdings sind in diesen Zahlen sämtliche Ruhephasen deines Hundes enthalten. Dazu zählen auch dösen und ausruhen. Die Zeit, in der er tatsächlich tief und fest schläft, macht davon nur einen relativ kleinen Teil aus.

Dösen

Wenn dein Hund döst, macht das zunächst den Anschein, dass er schläft. Doch auch wenn er es sich bequem gemacht hat und die Augen geschlossen hält, bekommt er alles mit, was um ihn herum passiert.

Er hört, ob ein Auto vorbei fährt oder die Kinder von der Schule nachhause kommen und ist jederzeit bereit aufzuspringen, um nichts zu verpassen.

Ausruhen

Ebenso gehören die Zeiten, die dein Hund mit Ausruhen verbringt, dazu. Wenn er zum Beispiel mit dir auf dem Sofa liegt und sich streicheln lässt, hilft ihm das beim Entspannen.

Auch wenn dein Hund mit offenen Augen herumliegt, solltest du ihn also nicht stören. Denn das tut er nicht, weil er traurig ist sondern weil er sich gerade ausruht.

Schlafen

Die Zeit, in der dein Hund wirklich schläft, macht vielleicht 20 Prozent seines gesamten Ruhebedürfnisses aus. Wie bei dir auch, dient der Tiefschlaf nicht nur der Regeneration, sondern hilft ihm außerdem dabei, die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten.

Je nachdem, ob der Tag für ihn sehr aufregend oder vielleicht auch körperlich anstrengend war, wird sein Schlaf ruhig oder unruhig ausfallen.

Warum sich Hunde oft nicht genug ausruhen

Die meisten Hunde tun sich schwer damit, eigentlich notwendige Ruhezeiten einzuhalten. Denn der Mensch hat ihnen das im Laufe der Zeit abtrainiert. So weiß dein Hund im Grunde genommen zwar, dass er mehr Ruhe braucht, ist jedoch zu sehr auf dich fixiert.

Seine Angst etwas zu verpassen ist einfach zu groß. Anstatt zu schlafen oder sich auszuruhen, folgt er dir lieber auf Schritt und Tritt oder tobt herum.

Schlafmangel schadet deinem Hund

Genau wie dir, schadet dauerhaft zu wenig Erholung auch deinem Hund und kann mit der Zeit zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen. Dabei durchläuft deine Fellnase, je nach Dauer des Schlafmangels, verschiedene Phasen.

  1. Zuerst ist sie überdreht und wirkt aufgekratzt.
  2. Als nächstes leiden die Konzentration und die motorischen Fähigkeiten.
  3. Hält der Schlafmangel weiter an, sind Nervosität und Reizbarkeit die Folgen.
  4. Es folgen ein auffällig aggressives Verhalten und eine Anfälligkeit für Infekte.
  5. Schließlich kommt es sogar zu schweren, zum Teil chronischen, Erkrankungen.

Wie lange die einzelnen Phasen genau andauern, ist unterschiedlich. Wie Untersuchungen gezeigt haben, spielt dabei vor allem die Rasse eine Rolle. Unabhängig davon sind zu wenig Ruhepausen und Schlaf ein ernstzunehmendes Problem, welches du unbedingt im Auge behalten solltest.

So kannst du ihn unterstützen

Dein Hund kann nichts dafür, dass er sich schwer damit tut, zur Ruhe zu kommen und genug zu schlafen. Hier ist deine Unterstützung als sein Herrchen oder Frauchen gefragt. Junge Hunde müssen oft regelrecht lernen, ihrem Bedürfnis nach Ruhe gerecht zu werden. Hierbei kann es helfen, wenn du dich mit deinem Vierbeiner zusammen hinlegst. So weiß er, dass er nichts verpasst, kann sich entspannen und mit dir kuscheln.

Wann immer sich dein Hund von alleine zum Dösen oder Schlafen zurückzieht, solltest du ihn darin bestärken. Sorge im Idealfall für eine ruhige Umgebung und vermeide übermäßigen Lärm, der ihn ablenken könnte.

Darüber hinaus ist ein geregelter Tagesablauf sehr wichtig. Sorge dafür, dass es feste Zeiten zum Fressen, Spielen, Gassigehen und Ausruhen gibt. Diese Gewohnheiten geben deiner Fellnase Sicherheit und helfen ihr dabei, den Schlaf zu bekommen, den sie braucht.

Der richtige Schlafplatz ist wichtig

Prinzipiell gibt es nicht den einen Schlafplatz, der für jeden Hund gleichermaßen perfekt ist. Dennoch gibt es einige Dinge, die du bei der Wahl des Ortes beachten solltest. Schließlich soll sich dein Hund dort wohlfühlen.

Dabei gilt es vor allem das richtige Mittelmaß zwischen Ruhe und Anschluss zu dir und der restlichen Familie zu finden. Denn zum einen benötigt dein Hund genug Ruhe, um nicht ständig abgelenkt zu werden. Zum anderen darf er sich allerdings auch nicht ausgeschlossen fühlen.

Eine ruhige Ecke im Wohnzimmer, von der aus dein Hund alles im Blick hat und wo er mit seinem Rücken in Richtung Wand liegen kann, ist in der Regel eine gute Wahl. Achte außerdem darauf, dass sein Schlafplatz vor Zugluft sowie direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Zudem sollte er sich nicht unmittelbar vor einem Heizkörper befindet.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Schlafplatz groß genug ist. Dein Hund sollte sich in jedem Fall strecken können. Ein Hundekorb, in dem er nur zusammengerollt Platz findet, ist deutlich zu klein.

Darum zuckt dein Hund beim Schlafen

Hast du schon einmal beobachtet, dass dein Hund beim Schlafen plötzlich zu zucken anfängt? Das sieht zwar merkwürdig aus. Ein Grund zur Beunruhigung ist es in aller Regel jedoch nicht. Denn wie du auch, träumt dein Hund, während er schläft. Vermutlich verarbeitet er dabei die Erlebnisse des Tages, was sich dann zum Beispiel in Form von zuckenden Pfoten bemerkbar macht.

Bei Welpen und älteren Tieren passiert das übrigens besonders häufig. Lass deinen Hund am besten einfach in Ruhe, wenn du ein derartiges Verhalten bei ihm beobachtest. Versuche nicht ihn zu wecken. Denn das hat er gar nicht gerne.

Fazit

Wie du siehst, braucht dein Hund seinen Schlaf genauso dringend wie du. Bekommt er diesen nicht, leidet auf Dauer seine Gesundheit darunter. Je nach Alter benötigt er ungefähr 17 bis 22 Stunden Ruhe pro Tag.

Da viele Hunde dazu neigen, ihr natürliches Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf nicht in ausreichendem Maße zu befriedigen, ist es deine Aufgabe, deine Fellnase dabei zu unterstützen. Das schaffst du unter anderem durch einen festen Tagesrhythmus, an den sich dein Hund gewöhnen kann sowie durch die Wahl des richtigen Schlafplatzes.

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