Notfall – Was tun?

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Woran unterscheide ich als Besitzer, dass es sich um einen Notfall handelt oder um eine eher harmlose Verletzung, die ich selbst versorgen kann?
Viele Verletzungen können relativ stark bluten, obwohl sie nur oberflächlich sind, dagegen gibt es schwerwiegende Notfälle, welche auf den ersten Blick dem ungeübten Auge harmlos erscheinen.

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Gut zu wissen!

Grundsätzlich gilt

  • Wenn man ein wirklich ungutes Gefühl hat, behandelt man den eigenen Hund wie einen notfälligen Patienten und fährt zum Tierarzt.
  • Hab immer die Telefonnummer deines Tierarztes bereit liegen.
  • Rufe ihn IMMER vorher an und melden den Notfall an. Es ist nicht gut, wenn der Tierarzt bspw. nicht mehr im Haus ist. Zudem kann die Praxis sich auf den Notfall einstellen und einen Raum entsprechend vorbereiten.
  • Hab auch immer eine Notfallnummer einer Klinik oder eines 24h Tierarztes parat – für die Nächte und Wochenenden.

Bissverletzungen

Bissverletzungen sind häufige Notfälle in der Praxis. Gerade an den Wochenenden, wenn viele Menschen unterwegs sind um ausgedehnte Spaziergänge mit ihren Hunden zu unternehmen kommt es zu Konflikten zwischen Hunden.

Meist sind die Tiere nach kurzer, lauter Auseinandersetzung wieder von ihren Besitzern getrennt. Man schaut einmal kurz sein Tier an glaubt es ist nichts passiert. Tatsächlich stehen die Tiere so unter Stresshormonen, dass es oft erst später zu Blutungen kommt. Zudem kann man Einbisslöcher in langem Fell oft nicht sehen.

Es macht Sinn seinen Hund immer noch vor Ort gründlich zu untersuchen, denn die Tierarztkosten können erheblich sein und im besten Fall haben beide Hundehalter eine Hundehaftpflichversicherung.

Manchmal sind äußerlich nur kleine, nicht blutige Wunden sichtbar. Dennoch liegt nicht selten eine dramatische Verletzung vor. Durch reißen und schütteln können große Teile der Unterhaut abgerissen sein. Dies kann innerhalb kurzer Zeit zum lebensbedrohlichen Schock führen.

Bisse an Ohren, Schwanz und Beinen dagegen bluten oft dramatisch sind aber meist nicht lebensbedrohlich.

Jeder Hundebesitzer sollte in der Situation einer Beißerei eines bedenken – den Selbstschutz. Hunde erkennen in einer solchen Situation meist nicht wer Freund und wer Feind ist und nicht selten ist so mancher Besitzer anschließend selber ins Krankenhaus gefahren.

Bissverletzungen sollten immer einem Tierarzt vorgestellt werden, da sie immer infiziert sind. Und das besser noch am selben Tag, auch wenn es ein Sonntag ist. Bisse werden schnell eitrig und die Hunde fiebern schnell hoch auf 39-40 °C Körpertemperatur.

  • Häufige Verletzung bei Hunden
  • Unterscheidung in leichte und schwere Bissverletzungen
  • Häufig keine Blutung, da oberflächlich oder Schock
  • Immer infiziert, meistens Antibiose notwendig
  • Tierarztbesuch am selben, spätestens am nächsten Tag notwendig
  • Vorhergehendes Selbstversorgen gerne gesehen
  • Bitte keine Salben verwenden!!!

Daran denken, sich selber zu schützen!!!

Gut zu wissen!

Bei Verletzung von Blutgefäßen

  • Großflächige Abrisse der Haut
  • Bissverletzungen im Bereich der Beine
  • Bissverletzungen der Ohren
  • Bissverletzungen im Schwanzbereich
  • Bissverletzungen im Bereich des Brustkorbes
  • Oftmals umgehendes Aufsuchen des Tierarztes Notwendig
  • Keine übermäßige Hygiene notwendig
  • Blutungen umgehend stillen, wenn nötig mit Druckverband
  • Immer Wundauflage benutzen (z.B. Mull)
  • Auf Schocksymptome achten