Dackel (Dachshund): Vielseitig einsetzbarer, zuverlässiger Jagdhund

FCI Kassifikation: 148,

Widerrist: Nicht gemessen, sie Größenklassifikation

Farbe: Braun, vorwiegend saufarben

Fell: Kurz- und Langhaarvarianten

Gewicht: Normalschlag 7 bis 9 kg, Zwerg-Dachshund etwa 4 kg, Kaninchen-Dachshund etwa 3 kg

Lebenserwartung: 16 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 3

Familientauglichkeit: 3

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter:

Krankheiten: , , , , ,

Familie:

Eignung: , ,

Zuchtverbaende:

Der Dackel ist ein ganz wunderbarer Hund

So ein Dackel ist ein sehr selbstbewusster kleiner Hund. Er ist sehr intelligent und auch ausgesprochen zäh. Jedes Eigentum, das man ihm anvertraut, wird er mutig verteidigen. Dieser kleine, selbstbewusste und etwas eigensinnige Hund ist liebevoll erzogen ein freundlicher Begleiter. Auch jagdlich geführt ist er bei der Bau- und Drückjagd ein toller Hund und einfach super geeignet auch für die Stöber- und Fährtenjagd.

Wie ist die Rasse „Dackel“ entstanden?

Die Vorfahren des Dackels waren niedrig gebaute Bracken und vermutlich weist die Bezeichnung „Dachshund“ nur auf seine geringe Größe, nicht aber auf seine Eignung für die Dachsjagd hin, denn früher wurde der Dackel tatsächlich für die Jagd auf Fuchs und Dachs gezüchtet. Die Urform des Dackels ist die rauhaarige Variante, die aus der Verpaarung von Terrier- und Schnauzerrassen entstanden ist. Maßgeblich an der Entstehung beteiligt war wohl der Dandie Dinmont Terrier. So erklärt sich auch, warum der Rauhaardackel mehr „Schneid“ als seine kurz- und langhaarigen Verwandten besitzt. Gerade deshalb wird er bis heute überwiegend jagdlich eingesetzt. Die Langhaardackel entstanden durch Kreuzungen mit langhaarigen Hunden: Irish Setter, Collie, Spaniel und Wachtelhund. Das macht sie für die Hundehaltung als Familien- und Begleithund sehr geeignet.

Der Dackel – eine alte Nutzhunderasse

Im Mittelalter war die Nachfrage an kleinen Nutzhunden, die selbstständig unter der Erde eingesetzt werden konnten, extrem hoch. Die Gesellschaft war noch ländlich geprägt und lebte zumeist von der Landwirtschaft. Füchse und Dachse, die die Hühner der Bauern rissen, wurden oft zu einem Problem. Sie konnten von den Jägern nicht erreicht werden, da sie ihre Baue unter der Erde hatten. Deshalb waren Hunde mit kurzen und krummen Beinen, die zum Graben und zur schnellen Fortbewegung unter der Erde geeignet waren, und Hunde mit einem ausgeprägten Jagdtrieb der Wunsch der Jäger. Es wurden gezielte Zuchtversuche unternommen und bis zum 18. Jahrhundert wurden die unterschiedlichen Richtungen „Tachs-Krieger“, Tachs-Kriecher“ und „Tachs-Schlieffer“ genannt. Hier wurde auch der Name „Dachshund“ oder „Teckel“ abgeleitet und wohl nicht fälschlicherweise von der Furchtlosigkeit der Hunde, auch auf den Dachs zu gehen.

Welche Schläge unterscheidet man in der Dackelzucht?

Seinen Durchbruch erlebte der schon seit 1560 gezüchtete Hund von 1879 bis 1888. Im Jahr 1879 war es auch, als die ersten Rassekennzeichen aufgestellt wurden. Neun Jahre später wurde der „Deutsche Teckelclub“ gegründet, dem heute noch mehr als 25.000 Mitglieder angehören. Nachdem sich die Dackel im Kampf gegen Dachs und Fuchs bewähren konnten, wurde der Wunsch nach einem noch kleineren Hund wach, der auch Kaninchen jagen konnte. Heute unterscheidet man bei diesen Hunderassen drei Dackelschläge:

  • Standard mit einem Brustumfang von über 35 cm und einem Gewicht von 7 bis 9 kg
  • Zwerg-Dachshund mit einem Brustumfang von 31 bis 35 cm und einem Gewicht von etwa 4 kg
  • Kaninchen-Dachshund mit einem Brustumfang von bis zu 30 cm und einem Gewicht von etwa 3 kg

Der Brustumfang wird als Referenz dafür angegeben, in welche Baugrößen der Hund noch schlüpfen kann. Sogar zum Maskottchen wurde der Dackel: Bei der Olympiade 1972 war Dackel „Waldi“ das deutsche Olympia-Maskottchen. Dabei stand er für Zähigkeit, Beweglichkeit und Widerstandsfähigkeit. Willi Daume war es, der als Dackelbesitzer die Idee dazu hatte. Leider war die Zahl der Dackel-Welpengeburten seit 1972 stark rückläufig, wie die Statistiken zeigen. Gab es 1972 noch gut 28.000 Geburten im Jahr, ließen sich 38 Jahre später nur noch 6.500 Dackel-Welpen zählen.

Stichwort: Keltenbracke

Die Vorfahren des Dackels waren vermutlich die bei den keltischen Volksstämmen heimischen Bracken, aus diesem Grund auch „Keltenbracken“ genannt. Damit sind dann die Urväter des Dackels über 2.000 Jahre alt.

Für wen eignet sich der Dackel?

Dackel sind schon seit Jahrzehnten beliebte und völlig problemlose Familien- und Begleithunde. Als Jagdhund ist der Dackel sehr vielseitig einsetzbar. Seine ursprüngliche Verwendung ist die als Erdhund und bedeutet, dass er bei der Jagd auf Fuchs und Dachs in deren Baue geschickt wurde. Ebenso kann er aber auch zum Buschieren, Stöbern und für die Nachsuche eingesetzt werden. Nach dem Deutschen Schäferhund rangiert bei uns der Dackel auf Platz zwei der Beliebtheitsskala. Viele Dackel werden noch jagdlich geführt, obwohl die meisten doch als reine Familien- und Begleithunde genutzt werden. Echte Dackelfans bleiben dieser Rasse meist ein Leben lang treu und schätzen besonders ihr pfiffiges Wesen und ihre Anhänglichkeit. Auch die Tatsache, dass die Hunderasse aus der FCI Gruppe 4 bei regelmäßigem Auslauf problemlos in einer Etagenwohnung gehalten werden können, spricht für ihre Beliebtheit.

Wissenswertes zum Dackel

Alle drei Dackelschläge unterscheidet man in die Haartypen Kurzhaar, Langhaar und Rauhaar. Insgesamt erhält man so neun verschiedene Varietäten.

Die Farben der Hunde sind nach dem Rassestandard:

  • Einfarbig Rot,
  • Rotgelb,
  • Gelb mit oder ohne schwarzem Stichelhaar
  • zweifarbig mit dunkler Grundfarbe (Saufarben, Braun, Schwarz, Schokoladenfarben) und roten bis gelben Abzeichen

Der Rassestandard des Dackels

So sieht der Rassestandard für den Dackel aus:

  • Kopf: langgestreckt, jedoch nicht spitz
  • Augen: mittelgroβ, oval, gut auseinanderliegend, mit klarem, energischen und doch freundlichen Ausdruck und nicht stechend; in der Farbe leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun bei allen Farben; Glas-, Fisch- oder Perlaugen bei mehrfarbigen Hunden sind nicht erwünscht, werden jedoch toleriert
  • Behang: hoch und nicht zu weit vorne angesetzt, ausreichend , aber nicht übertrieben lang
  • Hals ist genügend lang, muskulös und mit straff anliegender Kehlhaut
  • Rute: nicht zu hoch angesetzt und in Verlängerung der Rückenlinie getragen (im letzten Drittel der Rute ist eine geringfügige Krümmung zulässig)
  • Haar: beim Kurzhaar kurz, dicht, glänzend, glatt anliegend, fest und hart und zeigt nirgends unbehaarte Stellen (die Rute bei Kurzhaar ist fein, voll, aber nicht zu reichlich behaart und etwas längeres Grannenhaar an der Unterseite ist nicht fehlerhaft)
  • Einfarbige Hunde sind rot, rotgelb, gelb, alles mit oder ohne schwarze Stichelung (allerdings ist reine Farbe vorzuziehen und rot wertvoller als rotgelb und gelb zu anzusehen), Weiß ist nicht erwünscht
  • Zweifarbige Tiere: tiefschwarz oder braun, je mit rostbraunen oder gelben Abzeichen (Brand) über den Augen, an den Seiten des Fanges und der Unterlippe, am inneren Behangrand, an der Vorbrust, an den Innen- und Hinterseiten der Läufe, an den Pfoten, um den Anus und von dort bis etwa ein Drittel bis zur Hälfte der Unterseite der Rute, Weiß ist nicht erwünscht
  • Gefleckte Hunde: Grundfarbe ist immer die dunkle Farbe (schwarz, rot oder grau), unregelmäβige graue aber auch beigefarbene Flecken, nicht erwünscht sind groβe Platten, weder die dunkle noch die helle Farbe soll überwiegen
  • Gestromte Teckel: rot oder gelb mit dunkler Stromung

Rauhaardackel haben mit Ausnahme von Fang, Augenbrauen und Behang am ganzen Körper mit Unterwolle durchsetztes, vollkommen gleichmäβig anliegendes, dichtes, drahtiges Deckhaar. Am Fang zeigt sich ein deutlich ausgeprägter Bart. Die Augenbrauen sind buschig. Am Behang ist die Behaarung kürzer als am Körper und fast glatt. Die Rute ist gut und gleichmäβig, eng anliegend behaart. Es überwiegen hell- bis dunkelsaufarbene sowie dürrlaubfarbene Hunde. Beim Langhaar ist das mit Unterwolle versehene schlichte, glänzende Haar am Körper anliegend und verlängert sich unter dem Hals und an der Unterseite des Körpers, hängt am Behang über und zeigt an der Hinterseite der Läufe eine deutlich längere Behaarung (Befederung). Es erreicht seine gröβte Länge an der Unterseite der Rute und bildet dort eine vollständige Fahne. Im Gegensatz zu anderen Hunden wird hier die Größe nach Brustumfang klassifiziert.

Das Ruheplätzchen

Es versteht sich von selbst, dass auch ein Familienhund wie der Dackel eine Rückzugsmöglichkeit braucht und nicht nur ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen … Hier bietet sich ein pflegeleichtes Hundesofa an, das obendrein auch noch maschinenwaschbar und rutschfest ist. Außerdem sieht so ein schickes Hundesofa mit seinem trendigen Design in der Wohnung auch noch prima aus.

Und wenn man dann mit seinem munteren Begleiter aus Wind und Wetter heimkommt, tut dem Hund sicherlich eine heizbare Liegeplatte gut. Den Dackel kann weder Sturm noch Regen schrecken, aber mollige Wärme liebt auch er …

Ein Wort zum Charakter

Leider hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man einen Dackel nicht erziehen könne. Vor dem Hintergrund seiner Herkunft lässt sich aber leicht erklären, dass der Dackel gezüchtet worden ist, um selbstständig unter der Erde zu jagen. Dabei wurde er mit den Raubtieren Dachs und Fuchs auf Tiere angesetzt, die ihm eigentlich überlegen waren. Um hier bestehen zu können, mussten die Hunde mutig, selbstbewusst, entscheidungsfreudig und kämpferisch sein. Bei der Jagd in den Bauten war er ganz auf sich alleine gestellt und selbst in den gefährlichsten Situationen gab es hier niemanden, der den Hund hätte anleiten können. So ist auch erklärlich, warum die Bindungsfähigkeit der Dackel an ihren Herrn nicht so ausgeprägt ist, wie bei anderen Hunden. Ein sachkundiger und geduldiger Hundeführer wird aber trotzdem eine sehr intensive Bindung zu seinem Hund aufzubauen können, eine konsequente und liebevolle Erziehung vorausgesetzt. Der Dackel besitzt eine ausgeprägte Buddelleidenschaft und seine Besitzer nennen ihn liebevoll deshalb auch „Erdferkel“. Hundebesitzer mit Garten sollten ihrem Liebling diese Freiheit auch unbedingt gönnen. Ein liebevoll sozialisierter Dackel verträgt sich gut mit Kindern, die seine Gutmütigkeit allerdings nicht überstrapazieren dürfen. Der Dackel hat einen relativ langen Rücken, der ihn damit für den Hundesport nur eingeschränkt empfiehlt. Vor allem häufiges Springen ist schädlich für den Dackelrücken. Mit einer Lebenserwartung von bis zu 17 Jahren sind Dackel sehr langlebig. Für seinen Besitzer bedeutet das eine lange Zeit der Verantwortung für einen solchen Wirbelwind. Der älteste Dackel im Guinessbuch der Rekorde ist Dackeldame „Chanel“, die es auf stolze 21 Jahre gebracht hat, bevor sie in New York gestorben ist.

Unser Buchtipp:

Ein Dackel ist robust und freundlich und seinem sprichwörtlichen „Dackelblick“ kann wohl niemand widerstehen. Hier bietet sich ein Buch an, das sich mit der richtigen Erziehung befasst und außerdem darüber aufklärt, wie man seinen geliebten Vierbeiner richtig pflegt und gesund hält bis ins hohe Alter.

Welche Krankheiten können beim Dackel auftreten?

In seiner Familie wird ein Dackel ein unbeschwertes Familienleben genießen können. Trotzdem ist natürlich eines klar: Auch der Dackel wird früher oder später einem Tierarzt vorgestellt werden müssen, denn vor den üblichen Hundekrankheiten ist er natürlich nicht gefeit und die regelmäßigen Impfungen sind für ihn natürlich ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Einige rassetypische Erkrankungen des Dackels müssen aber doch auch noch erwähnt werden. Da ist zunächst einmal die „Dackellähme“, die durch die im Verhältnis der extrem langen Wirbelsäule zu den kurzen Beinen als Sonderform des Bandscheibenvorfalls entsteht. Dabei werden die Nerven in der Wirbelsäule gequetscht und der Hund verliert die Kontrolle über seinen Körper, meist über seine Hinterbeine. Vorbeugend lässt sich durch die Vermeidung von Übergewicht und ausreichend Bewegung zum Aufbau einer starken Rückenmuskulatur gegenarbeiten. Ist die Dackellähme erst einmal da, ist sie nicht reversibel, kann aber durch Medikamente oder Operation in Verbindung mit Physiotherapie gemildert werden. Auch Harnsteine, Epilepsie, Cushing, Augen- und Hauterkrankungen gehren zu den geläufigsten Erkrankungen. Es ist überflüssig zu betonen, dass diese agilen und arbeitsbereiten kleinen Hunde auf gar keinen Fall aus einer Vermehrung erworben werden dürfen. Nur ein erfahrener und seriöser Dackel-Züchter ist auch die Gewähr für einen möglichst gesunden und vor allem gut sozialisierten Welpen. Ein Dackel-Welpe zum Wühltischpreis ist keine Option. Manchmal lohnt aber auch der Gang ins Tierheim, denn bei aller Langlebigkeit kann es gerade bei älteren Personen leider schon einmal vorkommen, dass der geliebte Dackel seinen Weg dorthin antreten musste, weil der Halter verstorben ist oder in ein Seniorenheim umziehen musste. Wer keinen großen Wert darauf legt, einen Dackel-Welpen zu erwerben, findet oftmals hier auch sein Glück und gibt dem Hund damit eine zweite Chance auf ein glückliches Familienleben.

Unser Tipp für den sicheren Transport Ihres Dackels

Für den bereits angesprochenen Weg zum Tierarzt bietet sich auf Grund der geringen Größe eine stabile Transportbox aus Kunststoff an. Diese kann bequem im Kofferraum des Autos verstaut werden und bietet dem Hund Sicherheit und Standfestigkeit. Ausreichend Lüftungsschlitze und eine stabile Tür aus Metall lassen Licht und Luft herein und auch gute Sicht nach draußen oder den ungehinderten Blick auf Herrchen oder Frauchen. Eine zusätzlich eingelegte Matte oder ein Kissen sorgen dabei für Bequemlichkeit und Rutschfestigkeit.

Fassen wir es kurz zusammen:

Das hartnäckige Vorurteil vom unerziehbaren Dackel können viele ambitionierte Dackel-Halter leicht wiederlegen. Fakt ist, dass der Dackel es in die Wiege gelegt bekommen hat, eigenständig zu denken und zu handeln. Hieraus resultiert natürlich eine gute Portion seines Eigensinns, den es bei der Erziehung unbedingt zu berücksichtigen gilt. Erzieht man seinen Dackel konsequent und liebevoll, wird man einen gehorsamen und treuen Partner an seiner Seite wissen, der mit seinem angeborenen Schutztrieb sein Herrchen auch einmal verteidigen und durch seine Pfiffigkeit obendrein viel Freude bereiten wird.

Ein Wort zur gesunden Ernährung

Mancher wird sich fragen: Braucht mein Dackel eine spezielle Ernährung? Speziell nicht unbedingt, aber hochwertig muss es natürlich sein. Für den Welpen hat der Züchter sicherlich ein gutes, ausgewogen zusammengesetztes Futter ausgesucht, das mit Kalzium und Phospor hilft, Knochen und Gelenke, gerade beim Welpen, zu schützen. Dieses Welpenfutter gibt man im Allgemeinen bis zum 10. Monat.

Danach kann man auf eine Fütterung für den erwachsenen Dackel umsteigen. Hier gilt es, neben der Gesundheit von Knochen und Gelenken auch die Muskelmasse zu erhalten. Zudem kann Natriumtriphosphat helfen, Zahnstein zu verringern.

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