Mann zieht braunen Hund mit einem Finger am Halsband
@ MAGDALENA SZACHOWSKA / Shutterstock

Geschirr oder Halsband: was ist besser für deinen Hund?

Als Hundehalter kommst du nicht darum herum, eine Leine für deinen Hund anzuschaffen. Deren Nutzung lässt sich alleine schon aufgrund der Leinenpflicht, die in vielen öffentlichen Bereichen wie Parks gilt, nicht vermeiden.

Doch wie befestigst du die Leine am besten an deinem Hund?

Prinzipiell hast du hier zwei Möglichkeiten. Entweder du nutzt ein Halsband oder ein Hundegeschirr. Die Meinungen, welche der beiden Varianten die bessere ist, gehen auseinander und Diskussionen darüber werden nur selten sachlich geführt.

Aus diesem Grund beschäftigen wir uns in folgendem Artikel näher mit dem Thema und hoffen, dir so dabei helfen zu können, dich zwischen Leine und Geschirr zu entscheiden.

Halsbänder: praktisch, doch nicht ohne Risiko

Ein Halsband bietet deinem Hund auch beim Gehen an der Leine die größtmögliche Bewegungsfreiheit. Allerdings ist die Nutzung eines Hundehalsbands nicht ohne Risiko.

Denn wenn du oder deine Fellnase an der Leine ziehen, wirken dabei schnell große Kräfte. Bei einem Halsband verteilen sich diese auf einen sehr kleinen Bereich. Hinzu kommt, dass der Hals auch bei deinem Hund zu den empfindlichsten Regionen des Körpers gehört. Immerhin befinden sich in ihm wichtige Organe wie Kehlkopf, Luftröhre und Schilddrüse sowie Blutgefäße und die Halswirbelsäule.

All diese Dinge können aufgrund der Kräfte, welche durch das Ziehen an der Leine auf den Hals einwirken, durchaus früher oder später Schaden nehmen. Das gilt vor allem dann, wenn deine Fellnase gerne etwas wilder unterwegs ist und möglicherweise dazu neigt, nicht immer auf dich zu hören.

Natürlich muss es durch ein Halsband nicht zwangsläufig zu gesundheitlichen Problemen kommen. Doch selbst wenn Verletzungen ausbleiben, dürfte es für deinen Hund zumindest das eine oder andere mal ziemlich schmerzhaft werden.

Ein Hundegeschirr ist oft die bessere Wahl

Aus gesundheitlicher Sicht ist ein Hundegeschirr klar im Vorteil. Denn es verteilt die Kräfte, die beim Ziehen an der Leine auf den Körper wirken, auf eine größere Fläche. Zudem sind Brust und Schulter natürlich deutlich unempfindlicher, als der Hals deines Hundes.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Vierbeiner verletzt, ist somit selbst bei starkem Ziehen äußerst gering. Das macht zum Beispiel auch ein beherztes Zugreifen deinerseits in einer Gefahrensituation unbedenklich.

Voraussetzung: das Geschirr muss sitzen

Generell lässt sich also durchaus sagen, dass ein Hundegeschirr gegenüber einem klassischen Halsband im Vorteil ist. Allerdings ist das nur dann der Fall, wenn das Geschirr auch wirklich passt.

Denn ein schlecht sitzendes Hundegeschirr macht die theoretischen Vorteile schnell zunichte. Beispielsweise schränken zu breite Riemen die Bewegungsfreiheit deines Hundes ein, was auf Dauer sogar zu Haltungsschäden führen kann.

Sitzt das Geschirr zu eng, kann es außerdem die Haut aufscheuern. Sitzt es hingegen zu weit, lässt sich der Druck nicht gleichmäßig verteilen, was es dir erschwert deine Fellnase unter Kontrolle zu halten.

Entscheidest du dich für ein Hundegeschirr, ist es daher wichtig, dass du auf eine perfekte Passform achtest.

Achte neben der richtigen Größe auch auf die folgenden Kriterien:

  • Das Hundegeschirr sollte aus einem weichen und angenehm tragbaren Material bestehen.
  • Es sollte sich an den Enden öffnen lassen, sodass du es deiner Fellnase leicht anlegen kannst.
  • Ein fest vernähter Rücken-Steg verhindert Scheuerstellen auf dem Rücken deines Hundes.
  • Die Bänder des Hundegeschirrs sollten nicht zu nahe an den Achseln des Tieres sitzen.
  • Eine ausreichende Breite der Bänder sorgt dafür, dass diese nicht in die Haut einschneiden.
  • Abgerundete Verschlussschnallen ermöglichen eine Anpassung an die Körperform und erhöhen den Tragekomfort.
  • Du solltest mit deiner Hand bequem unter das angelegte Hundegeschirr greifen können.

Wie du siehst, gibt es einiges, was du beim Kauf eines Hundegeschirrs beachten musst. Im Zweifel empfehlen wir dir deshalb, dich beraten zu lassen und verschiedene Modelle auszuprobieren, bis du das richtige für deinen Hund gefunden hast.

Fazit

Ob du lieber zu einem Halsband oder einem Hundegeschirr greifst, bleibt letztlich selbstverständlich dir überlassen. Ein Halsband ist natürlich preiswerter, lässt sich einfacher handhaben und ermöglicht deiner Fellnase mehr Bewegungsfreiheit.

Vor allem wenn dein Hund die meiste Zeit ohnehin ohne Leine unterwegs ist, kann ein Halsband deshalb durchaus von Vorteil und völlig ausreichend sein.

Allerdings kann der ständige Zug am Hals zu gesundheitlichen Problemen führen. Falls du dich für ein Halsband entscheidest, sollte dein Hund deshalb unbedingt leinenführig sein. Zudem sollte das Band eine ausreichende Breite haben, um mögliche Zugkräfte am Hals zumindest etwas zu verteilen.

Wir empfehlen dir dennoch einem Hundegeschirr den Vorzug zu geben. Sofern dieses richtig sitzt, sind die Einschränkungen bei der Bewegungsfreiheit überschaubar. Gleichzeitig profitierst du von einer besseren Kontrolle über deinen Vierbeiner und setzt seine Gesundheit nicht unnötigen Risiken aus.

Und schließlich sollte die Gesundheit deines Hundes stets an erster Stelle stehen.

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