Mit Kind und Köter

Mirjam Müntefering/Rita Huber/Hubertus Busch:
Mit Kind und Köter

Fazit:

Ein sehr gut durchdachtes Buch, das genau die Fragen zum Thema zwischen Hund und Kind beantwortet, die Eltern und Hundebesitzer haben.

Mirjam Müntefering/Rita Huber/Hubertus Busch: Mit Kind und Köter,
Verlag Müller Rüschlikon, 160 Seiten,

19,95 Euro

Die Kinder wünschen sich einen Hund – aber welcher soll es sein? Ein Labrador, ein Golden Retriever oder doch lieber ein kleiner Spaniel? Passen Hund und Kind überhaupt zusammen? Wie wird der Hund reagieren, wenn das „Menschenrudel“ ein Baby erwartet? 

Was passiert eigentlich, wenn sich der vermeintlich perfekte Familienhund in der Praxis als totaler Egomane entpuppt, und nicht wie gewünscht, der beste neue Freund der Kinder wird? Zunächst einmal wirft der tierische Familienzuwachs Fragen über Fragen auf. Mirjam Müntefering, Rita Huber und Hubertus Busch legen ein Buch vor, dass das Zeug hat, zum Standardwerk zum Thema “Hund und Kind” zu werden. Den Leser erwarten keine seitenlangen theoretischen Abhandlungen oder Erziehungsanleitungen. Sollte es Probleme zwischen Hund und Kind geben, müssen diese vor Ort in einer Hundeschule geklärt werden. Doch das Autorenteam beantwortet nahezu alle Fragen, die Eltern und Hundebesitzer in spé haben könnten: leicht verständlich und immer sehr praxisbezogen. Sie bereiten Familien auf mögliche Probleme vor, warnen ausdrücklich vor falschen Erwartungen und geben klare Hinweise, ab wann ein Kind Verantwortung für einen Hund übernehmen kann.

Grundlagen für ein glückliches Familienleben mit Hund

Ganz am Anfang einer Mensch-Hund-Rudelbildung steht die Auswahl des Vierbeiners. Die Autoren nennen keine bestimmte Rasse, sondern weisen auf Charakterunterschiede und Eigenheiten der Hunde hin, die zu einer Familie passen könnten – oder eben nicht. Deshalb muss sich auch die Familie, die sich einen Hund wünscht, zunächst beschreiben und selbst einschätzen. Dann folgen die “Grundlagen für ein entspanntes und glückliches Leben mit Familienhund.” Nämlich wie die Rangordnung in einer Familie mit Hund aussehen sollte und wie Sie Ihren Hund davon überzeugen, dass er auch das Kind als Chef anerkennt. Die Autoren geben wichtige Hinweise auf falsches Verhalten. Ein Ersatz für den Besuch einer Hundeschule will und kann das Buch aber natürlich nicht sein.

Aus dem Leben mit Hund und Kind

Im zweiten Teil des Buches ist dann durchaus Interessantes über die Unterschiede zwischen der Hunde- und Kindererziehung zu lesen: so groß sind die Unterschiede nämlich nicht. Das sagen zumindest Mütter, deren Kinder mit Hunden groß geworden sind. In ausführlichen Interviews berichten Mütter aus Ihrem Alltag mit Hund und Kindern, von den Problemen und von den schönen Momenten. Ein toller Ansporn vor allem für die Hundehalter, die oft gesagt bekommen: „Hund und Kinder – wollt ihr euch das wirklich antun?“

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