Bandwurm beim Hund

© ESCCAP /…die so genannte Finne

Ein Bandwurm beim Hund wird über Zwischenwirte, wie etwa Flöhe, Nagetiere oder Nutztiere auf den Hund übertragen. Der Hund nimmt die so genannte Finne – eingekapselte Zwischenform des Bandwurms – z.B. über einen Floh auf. Im Darm entwickelt sich die Finne zum ausgewachsenen Bandwurm beim Hund, der über seine Endglieder Eier abgibt. Diese werden beim Kotabsatz ausgeschieden. Würmer schädigen die Darmwand und können Durchfall verursachen. Außerdem nehmen sie dem Hund wichtige Nährstoffe weg – struppiges Fell, Abmagerung trotz gutem Appetit und allgemeine Schwäche sind die Folge.

  Symptome

  •   Durchfall
  •   Gewichtsverlus
  •   gesteigerter Appetit
  •   struppiges Fell
  •   „Schlittenfahren“: Hund rutscht auf dem Hinterteil
  •   oft aber auch völlig ohne Symptome

  Therapie

Der Kot des Hundes sollte regelmäßig auf reiskornähnliche Bandwurmausscheidungen untersucht werden. Gegen Darmparasiten gibt es Präparate in Tablettenform oder als Injektion. Der Tierarzt klärt über ein individuelles Entwurmungsschema auf, das vom Alter, vom Gesundheitszustand von den Lebensumständen des Hundes abhängt. Wichtig ist, den Hund nach jedem Flohbefall gegen Bandwürmer zu behandeln, denn dies ist die Hauptübertragungsquelle. Etwa zwei Wochen nach der Flohbekämpfung sollte ein Bandwurmmittel verabreicht werden.

  Veteri-Tipp

  Keine Innereien oder rohes Fleisch verfüttern. Den Kot des Hundes regelmäßig untersuchen. Vorsicht, Bandwürmer gibt es in verschiedenen Gattungen. Der typische Hundebandwurm (Echinococcus granulosus) ist auch auf den Menschen übertragbar! Die Finne kann sich in Leber, Gehirn oder Herz bis zur Kindskopfgröße entwickeln. Der Hundebandwurm ist jedoch nur noch sehr selten anzutreffen. Gefährdet sind vor allem Jäger, die ihren Hunden zur Belohnung rohes Wildfleisch zu fressen geben. Der ebenfalls gefährliche Fuchsbandwurm spielt bei Hunden übrigens keine große Rolle. Denn dieser wird nur durch Spitzmäuse übertragen, die von Hunden in der Regel nicht gejagt und gefressen werden.
  Weitere Infos finden Sie auch der Seite der ESCCAP