Blasenentzündung beim Hund

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Eine Blasenentzündung beim Hund wird in der Regel durch Bakterien verursacht. Auch Harnsteine oder Blasengries spielen eine Rolle. Begünstigt wird die Entstehung einer Blasenentzündung durch Unterkühlung.

Sitzt der Hund beispielsweise längere Zeit auf einem kalten Untergrund, ist die Blasenschleimhaut anfälliger – Bakterien können leichter durch die Harnröhre aufsteigen. Eine Blasenentzündung ist recht schmerzhaft, der Urin wird nur noch tröpfchenweise abgegeben. Aufgrund des vermehrten Harndrangs kann der Hund unsauber werden.

  Symptome

  •   häufiger Urindrang
  •   Absetzen kleiner Urinmengen
  •   unwillkürlicher Urinabsatz
  •   ggf. Urin rötlich verfärbt
  •   vermehrtes Trinken

  Therapie

Damit die Keime nicht in die Niere aufsteigen, sollte man das Tier möglichst zügig behandeln lassen. Der Tierarzt verschreibt im Falle einer bakteriell bedingten Blasenentzündung Antibiotika. Tabletten oder Injektionen sollten mindestens eine Woche lang verabreicht werden, auch wenn die Symptome bis dahin abgeklungen sind. Wird die Behandlung zu früh abgebrochen, können die Keime überleben und resistent werden. Sind Blasensteine die Ursache für die Entzündung, wird der Tierarzt eine spezielle Therapie einleiten.

  Veteri-Tipp

Gegen Blasenentzündung beim Hund kann man gut vorbeugen, indem der Hund vor Unterkühlung geschützt wird. Schwimmen in zu kaltem Wasser und zu langes Sitzen auf kaltem Untergrund sind tabu. Wer seinem Hund während einer Blasenentzündung etwas Gutes tun möchte, kann eine Wärmflasche anbieten. Die Wärme am Bauch unterstützt den Heilungsprozess.

  Übrigens: Kann der Hund seinen Urin in der Wohnung nicht halten, das Tier nicht dafür bestrafen. Es würde dies nicht verstehen. Stattdessen viele kurze Gassi-Runden einlegen.


 Außerdem wichtig: Der Hund hat jetzt viel Durst. Immer genügend Wasser bereitstellen!