So machen sie einen Hund glücklich

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Was braucht ein Hund eigentlich, um lange und glücklich zu leben? Ihr Hund ist Ihr treuer Begleiter in allen Lebenslagen und eigentlich schon ein Familienmitglied – testen Sie, ob Sie ihm auch das Beste bieten.

  Feste Bezugsperson

Hunde sind sehr soziale Tiere und gehen voll in ihrem „Rudel“ – also in ihrer Familie – auf. Der Besitzer übernimmt gegenüber dem Hund die Rolle des „Alphatiers“ – der Hund orientiert sich immer an seinem Halter. Eine enge Bindung zum Tier ist deshalb wichtig. Überhaupt sind Hunde gerne überall dabei und nehmen einiges an Mühen auf sich, um ihrem Halter nahe zu sein.

  Gutes Futter

Hunde sind Allesfresser. Für welche Art der Ernährung man sich entscheidet – ob man herkömmliches Trockenfutter verwendet, Rohkost verfüttert oder selbst kocht – kommt auf den Hund an. Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien machen sich meist rasch bemerkbar. Ansonsten sollte man auf altersgerechte Ernährung achten: Welpen haben einen anderen Nährstoffbedarf als Senioren. Für die verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen oder auch krankheitsbedingte Einschränkungen gibt es Spezialfutter. Tischabfälle und Süßigkeiten sind jedoch grundsätzlich tabu: Salzige, stark gewürzte oder zuckerhaltige Speisen sind nichts für einen Hundemagen.

  Regelmäßige Bewegung tut gut!

Hunde sind Lauftiere. Lange Spaziergänge, lockeres Traben neben dem Fahrrad (gilt nicht für herzkranke oder geschwächte Tiere!) oder „Dogging“ – Joggen mit Hund – sind ideal. Bewegung hält den Hund fit, schützt vor Übergewicht und lastet das Tier körperlich aus – den ganzen Tag auf dem Sofa zu liegen ist nicht hundegerecht! Bestimmte Agility-Übungen oder abruptes Laufen und Stoppen – etwa beim beliebten Stöckchenholen – können die Gelenke auf Dauer jedoch übermäßig belasten.

  Geistige Herausforderungen

Manche Rassen – etwa Border Collie, Pudel oder Schäferhunde – gelten als besonders schlau und gelehrig. Doch um glücklich zu sein, braucht jeder Hund Aufgaben, die ihn auch geistig fordern. Das können Such- und Versteckspiele sein, das Beibringen von Kommandos oder Tricks oder auch das Einstudieren von Bewegungsabläufen etwa beim Dog Dancing. Gerade Arbeits- und Jagdhunde werden ohne feste Aufgaben und intellektuelle Auslastung schnell unzufrieden.

  Routine für Gewohnheitstiere

Ein neugieriger, tapsiger Welpe möchte toben, die Welt entdecken und ist manchmal kaum zu bremsen. Trotzdem ist eine gewisse Routine schon in jungen Jahren wichtig: Futter, Spaziergänge und Ruhepausen zu festen Zeiten geben dem Hund eine Struktur. Das Tier sollte einen festen Futter- und Schlafplatz haben. Je nach Charakter des Tieres können neue Menschen, Gerüche, Artgenossen oder auch Situationen Stress auslösen. Das Tier genau beobachten und nicht überfordern.

  Eindeutige Kommunikation

Der Hund lernt während seiner Erziehung, bestimmte Kommandos mit erwünschten Verhaltensweisen zu verknüpfen. Doch auch abseits von „Sitz!“ oder „Aus!“ sollte man den Hund nicht mit widersprüchlichen Erwartungen verwirren, sondern klar und eindeutig kommunizieren. Deshalb gemeinsam in der Familie festlegen, was der Hund darf und was nicht – ist das Sofa beispielsweise tabu, sollte dies dem Hund von allen Haushaltsmitgliedern vermittelt werden. Das gibt dem Hund einen festen Rahmen und sorgt für Vertrauen.

  Bedürfnisse und Eigenarten akzeptieren

Auch Hunde haben bestimmte Eigenschaften und Vorlieben – teilweise bedingt durch die Rasse, zum Teil aber auch durch Sozialisation erworben. Diese „Charakterzüge“ oder Bedürfnisse sollte man respektieren. Aus einem Hund, der Kinder eher als Bedrohung ansieht oder durch wildes Spielen und Toben gestresst ist, wird kein Familienhund werden. Ein fordernder Jagdhund ist dagegen nichts für ältere Menschen, die schlecht zu Fuß sind. Zu oft landen Hunde im Tierheim, weil die Besitzer überfordert sind oder die Bedürfnisse nicht richtig eingeschätzt wurden. Deshalb: Vor der Anschaffung des Tieres genau überlegen: Welcher Hund passt zu mir? Was kann ich dem Hund bieten? Wird sich der Hund bei mir wohlfühlen?

  Regelmäßige Tierarztbesuche

Ein gesunder Hund hat schönes, glänzendes Fell, klare Augen und eine kalte Schnauze. Damit dies so bleibt, sollte man den Hund schon als Welpen regelmäßig untersuchen lassen und alle erforderlichen Schutzimpfungen durchführen lassen. Gefährliche Infektionskrankheiten lassen sich dadurch vermeiden. Außerdem kann der Tierarzt den Allgemeinzustand beurteilen. Viele Erkrankungen nehmen – rechtzeitig erkannt und behandelt – einen günstigeren Verlauf.