Leishmaniose bei Katzen

© ESCCAP

Die Leishmaniose bei Katzen ist eine Infektionserkrankung, die durch Parasiten, so genannte Leishmanien, hervorgerufen wird.

Das Verbreitungsgebiet von Leishmaniose bei Katzen sind die Tropen, insbesondere Kolumbien, Peru und das östliche Afrika, aber auch Südeuropa und Asien. An Leishmaniose erkrankte Katzen in Deutschland haben sich meist auf der Urlaubsreise im Mittelmeerraum infiziert. Durch den Stich der Sandfliege gelangen die Leishmanien auf ihre Wirtstiere.

Dort befallen sie die weißen Blutkörperchen im Knochenmark. Im weiteren Verlauf können sie die Organe der Tiere ehrheblich schädigen, wie beispielsweise Leber, Milz und Nieren. Oftmals kommt es zu Nierenversagen. Die Symptome sind länderspezifisch unterschiedlich. Hautveränderungen mit haarlosen Stellen, Pigmentverlust im Nasen-Maulbereich sind häufig zu bemerken. Apathie, Appetitlosigkeit und Durchfall können begleitend auftreten.

Oftmals wird eine Infektion mit Leishmaniose nicht erkannt, da die Symptome nicht richtig zugeordnet werden und zu wenig über die Krankheit bekannt ist. Eine Katze, die über die Sandmücke mit Leishmanien infiziert wurde, kann bereits nach wenigen Wochen daran erkranken. Sie kann aber auch jahrelang ohne Ausbruch der Erkrankung leben. Die parasitäre Haut- oder Organerkrankung tritt meist bei Hunden auf. Die Krankheit gilt als hochansteckend und kann auch auf den Menschen übertragen werden.

  Symptome

  •   Hautveränderungen mit haarlosen Stellen
  •   Schuppen und Knötchen, besonders im Kopf- und Ohrenbereich
  •   leichtes und mehrfaches Einreißen der Ohrränder
  •    Leber- und Milzvergrößerung
  •   Gelbsucht, Erbrechen
  •   Augenerkrankungen
  •   Durchfall, Trägheit und Appetitlosigkeit

  Therapie

Eine vollständige Heilung von Leishmaniose bei Katzen ist meist nicht möglich. Wird die Leishmaniose bei Katzen nicht behandelt, endet dies für die Katze tödlich. Die Behandlung beim Tierarzt ist von der Schwere der Erkrankung sowie von den einzelnen Symptomen abhängig. Therapien konzentrieren sich vor allem auf die Stärkung des Immunsystems. Wird die Infektion frühzeitig erkannt, kann der Katze mit speziellen Medikamenten ein erträgliches Leben ermöglicht werden.

  Veteri-Tipp

  Steht eine Urlaubsreise in Risikogebiete an, sollte man mit speziellen Halsbändern (ähnlich wie ein Flohhalsband) und Spot-on Präparaten gegen die Überträgermücke vorbeugen. Unbedingt vor der Reise über mögliche Risikogebiete informieren! Beim Tierarzt können Leishmaniose-Antikörper schon ab der zweiten Woche nach der Infektion nachgewiesen werden, lange bevor klinische Symptome auftreten.


  Deshalb: Besonders nach dem Urlaub mit Katze im Mittelmeerraum oder anderen Endemiegebieten das Tier testen lassen. Eine mögliche Infektionen kann so frühzeitig erkennt werden.