Der Beagle – freundliches und verspieltes Wesen, ideal für Sportliche!

FCI Kassifikation: 161,

Widerrist: 33 bis 40 cm

Farbe: Alle Laufhundfarben mit Ausnahme von Leberbraun

Fell: Kurz und wetterest

Gewicht: 10 bis 15 kg

Lebenserwartung: 15 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 3

Familientauglichkeit: 2

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten: , , , , ,

Familie:

Eignung:

Zuchtverbaende:

Was macht den Beagle so wundervoll?

Der Beagle ist ein Jagdhund, der ursprünglich in England als Meutehund für die Jagd auf Hasen und Kaninchen gezüchtet wurde. Auch in Deutschland ist er ein sehr beliebter Hund für die Meutejagd zu Pferd. Der Beagle besitzt ein sehr sanftes Wesen, entwickelt eine starke Bindung an seine Familie und ist ein wundervoller Familienhund.

Die Herkunft des Beagles

Der Beagle gehört zu den Bracken und ist ein direkter Nachfahre der Keltenbracke vor mehr als 600 Jahren in England. Er ist eine der ältesten Brackenschläge überhaupt. Das klassische Einsatzgebiet des Beagles ist die Hasenjagd zu Fuß in der Meute und nicht zu Pferd, wie häufig fälschlicherweise angenommen wird. Er hat ein besonders melodisches, glockenhelles Bellen, das bei der spurlauten Jagd weithin zu hören ist. Er wurde immer zur Hasenjagd eingesetzt und daher fehlt ihm die sonst bei vielen Jagdhunden vorhandene Wildschärfe. Gelegentlich wird er aber zusammen mit Terriern in der Schwarzwildjagd eingesetzt, um diese mit seiner besseren Nase schneller an das Wild heranzuführen. Als Meutehund ist er sehr verträglich mit anderen Hunderassen, hat ein freundlich verspieltes Wesen und hat sich so zum idealen Familien- und Begleithund entwickelt. Nicht zuletzt hat er auch traurige Berühmtheit erlangt, denn mit seinem homogenen Erbgut und seiner handlichen Größe ist er zum klassischen „Laborhund“ geworden.

Zu wem passt der sanfte Beagle?

Der Beagle ist ein problemloser Familienhund, der mit seinen Menschen gerne lange Spaziergänge unternimmt. Er ist immer zu einem Spielchen aufgelegt und möchte natürlich auf regelmäßige Streichel- und Schmuseeinheiten auf gar keinen Fall verzichten. Mit genügend Auslauf und Auslastung ist er sogar in einer Etagenwohnung gut zufrieden. Leider bereitet seine Passion als Jagdhund manchmal Probleme auf Spaziergängen. Diese geht ganz gerne einmal mit dem Hund durch und schon ist er auf einer frischen Spur verschwunden, die er begeistert verfolgt. Sportliche Menschen werden in ihm einen idealen Begleiter beim Joggen oder im Hundesport finden.

Wer seinem Beagle eine Freude macht und oft mit ihm in der Natur unterwegs ist oder auch mit ihm zum Hundesport fährt, wird eine sichere Unterbringungsmöglichkeit im Fahrzeug zu schätzen wissen. Hier bietet sich für den eher kleinen Hund, der natürlich trotzdem im Auto sicher verwahrt werden muss, ein Hundebett für den Kofferraum an. Hier ist er wohlverwahrt und jede Heimfahrt mit einem nassen, verschmutzten Hund steckt so ein leicht zu reinigendes Utensil locker weg.

Der Beagle: Ein Hund mit Charakter

Der Charakter des Beagles wird geprägt eben durch seine Vergangenheit als Meutehund. Seine soziale Orientierung ist die Grundlage für seine gute Eignung als Familienhund mit einer fast grenzenlosen Kinderfreundlichkeit. Der Beagle ist stets gut gelaunt und von freundlichem, sanften und anpassungsfähigen Wesen. Seit jeher ist er jedoch auch ein Jagdhund und wird seiner Passion nachgehen, wann immer es ihm möglich ist. Bei all seiner Klugheit zeigt der Hund aus der FCI Gruppe 6 aber auch ein gutes Maß an Dickköpfigkeit. Diese Dickköpfigkeit ist aber die positive Konsequenz aus seiner Fähigkeit, selbstständig zu handeln und Problemlösungen zu finden. Der Beagle ist selbstsicher und ausdauernd und ganz besonders als Junghund ausgesprochen vital. Eines darf er aber nie sein: Scharf und aggressiv. Zur Wachsamkeit erzogen wird er stets Ungewöhnliches melden. Als Schutzhund allerdings ist er gänzlich ungeeignet. Manch einer möchte sicherlich mehr über seinen kleinen Begleiter wissen und lernen wollen. Hier kann ein kompetentes Buch über den Beagle gute Dienste leisten. Es beantwortet Fragen wie:

  • Wie gehe ich mit solch einem kleinen Dickkopf am besten um?
  • Wie reagiere ich auf seine Sturheit?
  • Wie beschäftige ich meinen Hund am besten?
  • Welche Ernährung bietet sich für meinen kleinen Vielfraß an?

Was ist das Typische am Charakter eines Beagles?

Der Beagle ist ein sehr neugieriger Hund und als typischer Meutehund ausgesprochen gesellig. Freundlich geht er auf kleinere und größere Artgenossen zu und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch auf den Menschen. Den Beagle zeichnet eine unglaubliche Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit aus: Hat er sich etwas in den Kopf gesetzt, will er sein Ziel auch unbedingt mit allen Mitteln erreichen. Und: Alles Gelernte in der Erziehung vergisst er bei seinem Jagdtrieb – die Witterung eines Hasen muss er auf jeden Fall verfolgen, ganz gleich, was sein Mensch dazu meint. Als Mitglied einer Meute hat es sich in seinem Erbgut verfestigt, dass nur der wirklich satt wird, wer in Windeseile das Futter vertilgt und ganz genau so wird er es auch im Alltag außerhalt der Hundemeute halten. Wegen seines Erbes als Meutehund liebt er klare Strukturen in seinem „Rudel“, in dem er einen festen Platz hat, sonst wird er immer wieder versuchen, sich selbst zum Rudelführer zu machen, was nicht wirklich spaßig für seine Familie ist.

Beagle sind Laufhunde und brauchen demnach Bewegung und außerdem: Beagle sind äußerst intelligent, was sich aber nicht in außergewöhnlichem Gehorsam niederschlägt, sondern in größtmöglicher Eigenständigkeit bei der Jagd. Der Beagle braucht eine konsequente und liebevolle Erziehung, um seine vielen Eigenwilligkeiten zu zähmen – wenigstens halbwegs. Und als ein Hund, der Beschäftigung braucht und es liebt, wenn immer etwas los ist, liebt er Trubel um sich herum. Und eines braucht der liebenswerte Beagle neben so viel Trubel aber auch ganz sicher: Einen gemütlichen Rückzugsplatz. Hier bietet sich ein Hundebett an, das robust und pflegeleicht auch einen nassen und schmutzigen Beagle verzeiht, der nach seinen Erkundungstouren nur noch eines möchte: Sein Körbchen …

Offen gesagt: Der Beagle ist verfressen

Eine ganz ausgeprägte Eigenschaft des Beagles ist sicher seine bereits angesprochene Verfressenheit, die seinem Erbe als Meutehund entstammt. Aus diesem Grund ist er mit seinem Futter oft nicht wählerisch. Für Ihren gerade erst erworbenen Junghund wird der Beagle Züchter Ihnen einen Fütterungsplan mit einem guten Welpenfutter mit auf den Weg geben. Für den erwachsenen Beagle genügt dann eine gute Vollnahrung. Beagle Welpen bis zu einem Jahr dürfen ruhig etwas pummelig aussehen, erwachsene Hunde aber weder windhunddünn noch rundlich.

Für den erwachsenen Beagle, die leider ihr Idealgewicht verloren haben, kann man mit einer kalorienreduzierten, aber trotzdem vollwertigen Hundenahrung den Hund so füttern, dass er ein gutes Sättigungsgefühl bei reduzierter Kalorienzahl erreicht.

Das Erscheinungsbild des Beagles

Der Beagle ist ein robuster und kompakter Hund ohne dabei grob zu wirken. Der Kopf ist von mäßiger Länge mit deutlichem Stop. Feiner ist er bei der Hündin, ohne Runzeln und Falten. Die Nase ist breit und vorzugsweise schwarz, bei helleren Hunden ist eine Pigmentierung statthaft. Die Laufhunde besitzen kräftige Kiefer mit einem perfekten Scherengebiss. Die Augen des Beagle sind dunkel- bis haselnussbraun, ziemlich groß und weit voneinander eingesetzt mit einem sanften, gewinnenden Ausdruck. Die Ohren sind lang und unten abgerundet, tief angesetzt und dünn. Sie werden mit der Vorderkante an der Backe anliegend und sehr anmutig getragen. Der Hals ist ausreichend lang, um dem Hund mühelos das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur zu ermöglichen. Er ist leicht gebogen mit etwas Kehlhaut. Die Rute ist stark und von mittlerer Länge. Hoch angesetzt wird sie fröhlich getragen, aber nicht über den Rücken gerollt oder vom Ansatz nach vorne geneigt. Sie ist gut behaart, besonders an der Unterseite. Die Vorderläufe stehen gerade und senkrecht gut unter dem Hund mit guter Substanz mit runden Knochen. Die Läufe werden zu den Pfoten hin nicht schmaler. Das Haar ist kurz, dicht und wetterbeständig. Das Fell der Beagle gibt es in diesen Farben:

  • schwarz, braun und weiß
  • blau, weiß und braun
  • dachsfarbig gefleckt (Badger-pied)
  • hasenfarbig gefleckt (Hare-pied)
  • zitronengelb gefleckt (Lemon-pied)
  • zitronengelb (lemon) und weiß
  • rot (red) und weiß
  • braun und weiß
  • schwarz und weiß
  • ganz weißß

Mit Ausnahme bei den ganz weißen Hunden können alle zuvor genannten Farben auch „Mottles“ (getüpfelt) sein. Es sind keine anderen Farben zulässig. Die Rutenspitze der Hunde ist weiβ. Das wetterfeste Fell braucht keine besondere Pflege.

Zu einem kleinen Jagdhund wie dem Beagle passt besonders gut ein schickes Lederhalsband, das obendrein auch noch strapazierfähig und pflegeleicht ist und das Fell rund um den Hals des Hundes schont.

Gib es beim Beagle rassespezifische Krankheiten?

Der Beagle ist nicht degeneriert und sehr robust. Den Tierarzt wird er in den allermeisten Fällen nur für die erforderlichen Impfungen zu Gesicht bekommen. Dank seines kurzen Fells ist der Beagle sehr pflegeleicht. Auch wenn der Beagle sehr robust und widerstandsfähig ist, hat er wie viele andere Hunde auch doch mit einigen wenigen rassebedingten Krankheiten zu kämpfen. Vor allem Epilepsie und Übergewicht spielen hier eine Rolle. Eine Epilepsie beim Beagle kann entweder erblich bedingt oder auf eine andere Grunderkrankung zurückzuführen sein. Generell ist sie medikamentös zu behandeln. Während Epilepsie nicht zu verhindern ist, kann man ein Übergewicht beim Beagle durch richtige Ernährung und Bewegung vermeiden. Es sollte auf eine ausreichende und ausgewogene Kost geachtet werden und da der Beagle nicht gerade wählerisch mit seinem Essen ist und alles frisst was er findet, sollte er durch Bewegungsspiele und lange Spaziergänge fit gehalten werden.

Eine weitere Krankheit des Beagle ist die Hound-Ataxie. Sie ist eine neurologische Erkrankung, bei der das Rückenmark angriffen wird und die zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr auftritt. Sie zeigt sich in Bewegungsstörungen, spastischen Lähmungen und eingeschränkten Haut- und Oberflächenreflexen, ist aber nicht schmerzhaft für den Hund. Häufiger tritt beim Beagle Hüftgelenkdysplasie (HD) auf. Sie ist für den Hund sehr schmerzhaft. HD ist vererbbar und lässt sich nicht verhindern. Durch Ernährung und gezielte Bewegung lässt sich der Verlauf aber positiv beeinflussen. Problematisch beim Beagle können auch die Augen sein, weshalb sie ständig vom Tierarzt untersucht werden sollten. Trotz allem ist der Beagle ein sehr gesunder und robuster Hund. Ein seriöser und verantwortungsvoller Beagle-Züchter wird Sie umfassend und gut vor dem Kauf beraten. Eine Liste kompetenter Züchter für den Beagle finden Sie in unserer Datenbank.

Unser Fazit zum sanften Beagle

Die Lebenserwartung des Beagle liegt mit 12 bis 15 Jahren recht hoch und das ist eine lange Zeit zusammen mit einem so agilen, intelligenten und selbstständigen Hund. Ein Beagle wird es seinem Menschen aber mit ganz viel Liebe, Treue und nicht zu vergessen unglaublich viel Spaß zurückzahlen. Der Beagle ist ein fröhlicher, temperamentvoller und lauffreudiger Begleiter für seinen Menschen. Er ist liebenswürdig und aufgeweckt, zeigt keinerlei Aggressionen oder Anzeichen für Ängstlichkeit. Dabei kann er auch ausgesprochen stur sein. Seinem Naturell nach ist er bei der Jagd zäh und zielstrebig. In Deutschland findet der Begleiter aus der FCI Gruppe 6 seine Verwendung mittlerweile fast nur als problemloser und sehr verspielter Familienhund. Seine Erziehung erfordert manches Mal ein etwas größeres Maß an Geduld, da das Gehör des Beagle bei dem Verfolgen einer Wildspur plötzlich verschwunden zu sein scheint. Sein großes Laufbedürfnis erfordert genügend Auslauf und als Meutehund fühlt er sich am wohlsten in einem Rudel, weshalb man seinen Hund am glücklichsten macht, wenn man ihm tatsächlich sogar noch einen Kumpel an seine Seite gönnt.

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