Golden Retriever: Äußerst schöne und perfekt arbeitende Hunde

FCI Kassifikation: 111,

Widerrist: Rüden 56 bis 61 cm, Hündinnen 51 bis 56 cm

Farbe: Alle Schattierungen von Gold oder Crèmefarben

Fell: glatt und wellig

Gewicht: Rüden 30 bis 34 kg, Hündinnen 27 bis 32 kg

Lebenserwartung: Bis 15 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 1

Familientauglichkeit: 4

Pflegeintensitaet: 3

Größenklasse:

Bewegungsintensitaet:

Charakter:

Krankheiten: ,

Familie:

Eignung: , ,

Zuchtverbaende:

Ist der Golden Retriever wirklich so ein toller Hund?

Der Golden Retriever ist ein freundlicher Hund mit einem hohen „will top please“ und großer Lernfreude und ist mit großem Spaß bei der Sache, wenn es etwas für ihn zu tun gibt. Er ist ein idealer Familienhund. Seine große Wasserfreudigkeit, der Apportiertrieb und seine Weichmäuligkeit für die Jagd auf Wasservögel machen ihn zu einem vielseitigen Hund, der auch jagdlich gut geführt werden kann. Dieser Rassehund eignet sich nicht nur als Familien- und Jagdhund, sondern auch für den Einsatz als Rettungshund, Drogenspürhund, Therapie- und Behindertenbegleithund und ist damit eben ein Hund für alle Fälle!

Woher kommt der Golden Retriever?

Die Geschichte des Golden Retrievers begann, als ein gelber Rüde der sogenannten Wavy Coated Retriever mit einer Tweed-Spaniel-Hündin im Jahr 1868 verpaart wurde. Weitere Einkreuzungen der Ausgangsrassen mit Bloodhound und verschiedenen Irish Settern folgten. Die Hunderasse erhielt 1920 ihren endgültigen Namen und wurde erst 1931 anerkannt. Zu Beginn waren dunkle Golden Retriever sehr gefragt, aber seit den 1930er Jahren wurde auch die Farbe „€žCremeâ“ in den Rassestandard aufgenommen. Man fand immer mehr Gefallen an dieser helleren Variante.

Für wen eignet sich der Golden Retriever?

Heute unterscheidet man beim Golden Retriever je nach ihrem Einsatzgebiet verschiedene Zuchtlinien: Die Arbeitslinie, die Schönheitslinie und die weniger bekannte Dual-Purpose-Linien. „Goldens“ aus der Arbeitslinie werden seit jeher speziell für die Jagd gezüchtet. In der Regel sind sie nicht so kräftig wie die Golden aus der Schönheitslinie, sind wesentlich temperamentvoller und arbeitsfreudiger und eher dunkelgolden. Diese Hunde werden mehr nach Leistung als nach Schönheit selektiert. Der Dual-Purpose-Linie entspringen Hunde einer „Mehrzwecklinie“. Das Ziel der Züchter ist eine Kombination von äußerst schönen und gleichzeitig aber perfekt arbeitenden Tieren. Wegen seiner großen Affinität zum Wasser, dem ausgeprägten Apportiertrieb und der Weichmäuligkeit wurde der Golden Retriever zunächst zur Jagd auf Wasservögel, später dann auch auf anderes Federwild sowie Haarwild eingesetzt. Die große Lernbereitschaft und die Freundlichkeit der Golden Retriever haben dazu geführt, dass sie ihren Weg auch in den Einsatz als Blinden- und Therapiehunde fanden.
Wegen ihres Körperbaus zählen die Retriever nicht unbedingt zu den sportlichen Hunden, sind aber für jede körperliche Betätigung mit ihren Menschen schnell zu haben. Heute hat sich die Rasse vor allem wegen ihres ansprechenden Äußeren zu einem sehr beliebten „Modehund“ entwickelt, dem in den letzten Jahren allerdings sein kurzhaariger Verwandter, der Labrador Retriever, zunehmend den Rang abzulaufen beginnt. Das freundliche Wesen der Golden Retriever, ihr Wille zu gehorchen („will to please“) und ihre Lernbereitschaft machen sie zu einem idealen Familienhund. Dabei nicht zu unterschätzen ist allerdings ihr Jagdtrieb, der bei der Erziehung unbedingt Berücksichtigung finden muss und durch die Wahl der richtigen Aufgabe, wie zum Beispiel Fährtenarbeit und Dummy-Arbeit, mit etwas Hundewissen in geordnete Bahnen geleitet werden kann.

Unser Buchtipp zum Golden Retriever:

Obwohl er immer darauf bedacht ist, seinem Herrn zu gefallen, ist der Golden Retriever doch keineswegs ein Hund, der sich selbst erzieht. Dieser sehr intelligente und sportliche Hund will eben gut erzogen und sinnvoll beschäftigt werden, wenn er sich nicht als Belastung für seine Familie entpuppen soll. Ein Ratgeber zur Erziehung des Welpen leistet hier unverzichtbare Dienste und ist außerdem eine spannende Lektüre zur Entwicklung des Welpen zum erwachsenen Hund.

Wie war das noch mit den Einbrechern?

Unter den Golden Retriever-Haltern gibt es ein Sprichwort: „Ein Golden vertreibt keinen Einbrecher, er freut sich über seinen Besuch und hilft auch noch, die Wertsachen aus dem Haus zu tragen“.€œ Sein Schutztrieb ist, wenn überhaupt, sehr wenig entwickelt. Das trifft es recht gut für die meisten Hunde. Sie sind einfach überaus freundlich und sehr gutartig. Der Golden Retriever neigt – wie fast jede Hunderasse auch – zum Wildern oder Streunen, wenn er nicht fachmännisch zur Jagd ausgebildet ist. Allerdings muss man ihm zugute halten, dass er nicht wildscharf ist.

Was muss ich bei der Haltung des Golden Retrievers beachten?

Die Haltung des Golden Retrievers ist sehr bewegungs- und trainingsintensiv – er ist eben ein echter Jagdhund. Unterforderte Hunde neigen zu Unarten und es ist wichtig, eine ausreichende Beschäftigung zu finden, die über das normale Gassigehen hinausgeht. Fährtenarbeit, Dummytraining und Hundesport sind sehr gut geeignet, einen Retriever zu beschäftigen. Man muss nur beachten, etwas mit Nasenarbeit beziehungsweise Apportieren zu finden. Eine gelegentlich auftretende erblich bedingte Neigung zu aggressivem Verhalten ist für den Golden Retriever auch bekannt. Deshalb ist es besonders wichtig, nur Hunde von einem verantwortungsvollen Retriever-Züchter zu erwerben. Dieser wird besonderen Wert auf wesensfeste und gesunde Vorfahren legen. Die Leichtführigkeit der Hunde, gepaart mit einer hohen Intelligenz, haben über die Jahre dazu geführt, dass Golden Retriever als Blindenführhund, Rettungshund oder als Spürhund für Rauschgift und Sprengstoff eingesetzt werden. In den allermeisten Fällen aber wird er seine Aufgabe als reiner Familien und Begleithund erhalten. Und was besonders erfreulich ist: Für einen Hund seiner Größe hat der Golden Retriever die vergleichsweise hohe Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren.

Unsere Tipps zum Zubehör:

Der passende Schlafplatz: Natürlich möchte jeder Hundehalter seinem Liebling einen schönen Platz zum entspannten Ruhen gönnen und nicht jeder möchte diesen doch großen Hund auf seinem Sofa oder in seinem Bett Platz nehmen lassen. Ein großes Hundebett mit einem kratz- und wasserfesten Bezug ist dekorativ und praktisch zugleich – erst recht, wenn diese abnehmbar und maschinenwaschbar ist.

Der Golden Retriever im Auto: Irgendwann muss auch der Hund einmal transportiert werden. Ein so großer Hund wie der Retriever kann natürlich nicht ungesichert im Fußraum oder auf dem Rücksitz transportiert werden. Hier leistet eine stabile Transportbox aus Aluminium gute Dienste, die fest im Kofferraum oder auf der Ladefläche verankert werden kann. Stabile Alugitter und -türen sorgen für gute Rundumsicht, Lüftung und Sicherheit. Abgeschrägte Wände bei der Box sparen Platz. Oft sind diese Boxen mit einer rutschfesten Decke erhältlich, der für noch mehr Bequemlichkeit sorgt.

Rampe, über die der Hund seine Box bequem erreichen kann. Hier gibt es zwei nicht zu unterschätzende Vorteile, denn die Kante der Ladefläche wird geschont und selbst ältere oder gehandicapte Hunde erreichen bequem ihre Box.

Gibt es rassespezifische Erkrankungen beim Golden Retriever?

Für den Golden Retriever sind in der Literatur mehrere Erbkrankheiten beschrieben, die überdurchschnittlich häufig zu finden sind:

  • Ellenbogendysplasie (ED)
  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Epilepsie
  • Muskeldystrophie
  • Shunt (Missbildung der Blutgefäße im Leberbereich)
  • angeborene Netzhaut-Dysplasie
  • Mastzellentumore

Leider ist den Golden Retrievern das Schicksal der meisten Modehunde nicht erspart geblieben und durch unkontrollierte Zucht haben sich unerwünschte Eigenschaften eingeschlichen, wie Wesensschwäche, Aggressivität, Überängstlichkeit und körperliche Defekte. Aggressive und übermäßig ängstliche Hunde werden zu Recht von der Zucht ausgeschlossen. Selbstverständlich gilt das auch für alle körperlichen Defekte. Kein verantwortungsvoller Züchter von Golden Retrievern wird mit solchen Hunden züchten wollen. Zu den häufigen Erkrankungen beim Golden Retriever gehört auch der Graue Star. Beim Grauen Star ist es oft so, dass die Netzhauttrübung, die hierfür verantwortlich ist, erst im Erwachsenenalter entdeckt wird. Der Netzhautschwund ist erblich bedingt und die Hunde gewöhnen sich an die langsam schwindende Sehkraft. Wenn überhaupt erblinden die Hunde erst gänzlich im hohen Alter. Auch die Epilepsie gehört zu den typischen Krankheiten des Golden Retrievers, die meistens im Alter von ein bis drei Jahren diagnostiziert wird. Mit den passenden Medikamenten kann aber das Leben des Hundes so normal wie möglich gestaltet werden.

Nachgefragt: Ist der Golden Retriever wirklich so wesensfest wie man sagt?

Für die engagierten und seriösen Retriever-Züchter hat außer der Wesensfestigkeit auch die Gesundheit einen hohen Stellenwert. Strenge Zuchtauflagen in den Zuchtverbänden sollen das gehäufte Auftreten von Erbkrankheiten beim Hund aus der FCI-Gruppe 8 verhindern. Der Golden Retriever Club (GRC) zum Beispiel unterhält einen Gesundheitsfonds zur Bekämpfung dieser Erbkrankheiten. Aus diesem Fonds werden Züchter unterstützt, die einen GRC-gezüchteten erbkranken Hund einem zugelassenen Tierarzt zur Diagnosestellung vorstellen möchten. Ihnen wird auf Antrag ein Teil der Untersuchungskosten erstattet. Gerade deshalb ist es auch so wichtig – und man kann es gar nicht genug betonen – seinen Hund nicht von einem bloßen „Vermehrer“ zu erwerben, auch wenn der günstige Preis noch so verlockend ist. Schließlich möchte man einen gesunden, lebensfrohen Retriever-Welpen erwerben, der lange Freude macht und selbst auch Freude am Leben hat.

Braucht mein Golden Retriever ein spezielles Futter?

Der Golden Retriever wächst als langlebige Rasse recht langsam und sensibel. Der Züchter hat einen guten Grundstein mit einem sorgfältig ausgesuchten Futter gelegt. Ein spezielles Welpenfutter, das zum Beispiel mit wertvollem Borretschöl angereichert ist, verhilft dem Golden Retriever-Welpen zu gesunden Knochen, gesunder Haut und schönem Fell. Für den Golden Retriever ist die Fütterung von Welpenfutter bis zum 15. Monat angeraten. Ab dem 15. Monat hilft dem erwachsenen Hund eine spezielle Rezeptur, die Herzgesundheit des Hundes zu unterstützen.

Kurz zusammengefasst:

Der Golden Retriever gehört zu den beliebtesten Familienhunden der gesamten Welt. Er ist ein gutmütiger, leicht zu führender und kinderlieber Hausgenosse. Und was noch ganz wichtig ist: Genau aus diesen Gründen ist er auch ein idealer Hund für Hunde-Anfänger. Da er aber so unglaublich beliebt ist, wird er auch oft gezüchtet. Man sollte bei Hunden dieser Rasse ganz besonders auf gute Anlagen achten und den Züchter auch einmal nach den entsprechenden Referenzen fragen. Genau deshalb ist es besonders wichtig, nur Tiere solch verantwortungsvoller Züchter zu erwerben und dabei auf wesensfeste und gesunde Vorfahren zu achten.
Auch wird ein verantwortungsvoller Züchter seine Welpen mit viel Fingerspitzengefühl beim Spazierengehen und Wandern zum Beispiel mit anderen Hunden sozialisieren. So kann der junge Hund ganz ungezwungen an Leinenführigkeit und Grundgehorsam herangeführt werden, ohne dass es sich wie Arbeit anfühlt. Ein so auf das tägliche Leben vorbereiteter Golden Retriever wird seinem neuen Besitzer im Alltag sicherlich viel Freude bereiten. Eine Auswahl renommierter und engagierter Golden Retriever-Züchter finden Sie sehr bald in unserer Datenbank. Auch über die typischen Erkrankungen des Golden Retrievers wird ein verantwortungsvoller Züchter kompetent aufklären und beraten und man sollte sich nicht scheuen, selbst auch einmal ganz genau nachzufragen, wenn etwas unklar ist.

Wie ist es mit ähnlichen Hunderassen wie dem Golden Retriever?

Der Golden Retriever ist schon ganz toll, aber die passende Rasse ist es noch nicht? Dann schau doch auch einmal auf der Hunderassen Übersicht oder direkt bei diesen Rassen nach:

Ähnliche Rassen:

  • Flat Coated Retriever
  • Chesapeak Bay Retriever
  • Nova Scotia Duck Tolling Retriever
  • Labrador Retriever
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