Weimaraner

FCI Kassifikation: 99, Gruppe 7, Sektion 1.1

Widerrist: Rüden 59 bis 70 cm, Hündinnen 57 bis 65 cm

Farbe: Silber-, Reh- oder Mausgrau; nur kleine weiße Abzeichen an Brust und Zehen erlaubt; häufig dunkler Aalstrich

Fell: kurz, fein, glänzend (Kurzhaarvariante); weiches, langes Deckhaar mit und ohne Unterwolle (Langhaarvariante)

Gewicht: Rüden 30 bis 40 kg, Hündinnen 25 bis 35 kg

Lebenserwartung: 10bis 12 Jahre

Erziehungsaufwand:

Familientauglichkeit:

Pflegeintensitaet:

Erziehungsaufwand:

Groessenklasse:

Bewegungsintensität:

Erziehungsaufwand: 5

Familientauglichkeit: 1

Pflegeintensitaet: 1

Größenklasse: 3

Bewegungsintensitaet:

Charakter: , , ,

Krankheiten:

Familie:

Eignung: , , ,

Zuchtverbaende:

Was ist das Besondere am schönen Weimaraner?

Der Weimaraner ist der deutsche Vorstehhund, der als erster in Reinzucht gezüchtet wurde. Seine Zucht begann 1878. Diese Hunde aber gibt es schon wesentlich länger. Der Beweis dafür findet sich auf einem Gemälde vom Hofe König Ludwigs XIV. Auf diesem ist ein silbergrauer Jagdhund abgebildet, der dem Weimaraner verblüffend ähnlich sieht. Die Rasse des Weimaraners ist um 1800 als sogenannter Landschlag in Thüringen entstanden. Bald darauf wurde er auch am Hof zu Weimar, der ihm seinen Namen gab, gehalten. Später dann wurden in diese Hunde auch noch Hühnerhunde eingekreuzt. Deren Nachkommen waren die Grundlage für die weitere Zucht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wäre der Weimaraner aber fast ausgestorben. Nur durch die Bemühungen einiger Liebhaber dieser Rasse konnte sie in den 20er und 30er Jahren vor dem Aussterben bewahrt werden. Inzwischen ist der Weimaraner auf der ganzen Welt verbreitet und beliebt. In den USA wird er „grey ghost“ genannt.

Der Weimaraner – ein Hund, der für die Jagd geboren ist

Der Weimaraner ist ein vielseitiger und passionierter Jagdhund, der sich durch absolute Leichtführigkeit, mittelmäßiges Temperament und eine enge Bindung an den Hundeführer auszeichnet. Er ist ausdauernd und systematisch bei der Suche und für die Schweißarbeit nach dem Schuss und die Verlorenensuche geeignet. Er steht zuverlässig vor und ist auch für die Wasserarbeit verwendbar, zu Hause stellt er seine Schutz- und Wachhundetalente unter Beweis. Die Wildschärfe tritt beim Weimaraner zusammen mit einem angeborenen Schutztrieb und einer gewissen Mannschärfe auf und der Hund weiß ganz genau, wie er einen Eindringling zu stellen hat oder wie das Hab und Gut seiner Menschen zu schützen ist. Der Weimaraner hängt sehr an seinen Menschen, er ist freundlich und hat ein ausgeglichenes Wesen.

Ist der Weimaraner ein Hund für Jedermann?

Eigentlich gehört dieser schöne Vollblutjagdhund in erfahrene Jägerhände, ist aber in den letzten Jahren etwas zu einem „Modehund“ geworden. Sein wunderschönes Äußeres macht ihn auch bei Menschen ausgesprochen beliebt, die nicht der Jagd nachgehen. Grundsätzlich kann auch ein Nichtjäger mit einem Weimaraner gut zurechtkommen, wenn dieser das typische Wesen und die Arbeitsfreude seines Hundes berücksichtigt. Auf alle Fälle sollte der Weimaraner eine gute Begleithundeausbildung erhalten und wenn er nicht jagdlich geführt wird, im Hundesport oder bei der Fährtenarbeit gefordert werden.

Ein Wort zur Welpenerziehung

Der Weimaraner muss, wenn er als Welpe ins Haus kommt, natürlich wie alle jungen Hunde eine Menge lernen. Wie finde ich mich in der fremden Welt der Menschen zurecht? Kein Hund braucht eine längeres „Gespräch“ wenn er eine Aufgabe lösen soll. Kurze, knappe und eindeutige Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Ja“ und „Nein“ an der richtigen Stelle machen es zusammen mit der richtigen Körpersprache für den jungen Hund einfach, sich zurecht zu finden. Ein gutes Buch über die Grunderziehung eines Welpen ist dabei eine kurzweilige Lektüre für den ambitionierten Hundebesitzer und ein wertvoller Ratgeber zugleich:

Was macht den „idealen“ Weimaraner aus?

Seinem Zuchtziel nach muss der Weimaraner entsprechend seiner jagdlichen Zweckbestimmung als vielseitig einsetzbarer Jagdhund alle von ihm geforderten Anlagen besitzen und damit für alle Arbeiten im Feld, Wald und Wasser leistungsbezogen vor und nach dem Schuss brauchbar sein. So sagt es jedenfalls die Rassebeschreibung. Er ist ein mittelgroßer bis großer Jagdgebrauchshund in zweckmäßigem Arbeitstyp, formschön, sehnig und mit kräftiger Muskulatur. Der Rüden- bzw. Hündinnentyp soll eindeutig ausgeprägt sein. Es wird ein leichtführiger, wesensfester und passionierter Jagdgebrauchshund mit systematischer und ausdauernder Suche, jedoch nicht übermäßig temperamentvoll gewünscht. Seine Nase ist von bemerkenswerter Güte, er ist raubzeug- und wildscharf, dabei auch wachsam, jedoch nicht aggressiv, zuverlässig im Vorstehen und in der Wasserarbeit und zeigt bemerkenswerte Neigung zur Arbeit nach dem Schuss.

TIPP: Der jagdlich geführte Weimaraner

Ein altes und vielleicht auch ein wenig oft strapaziertes Sprichwort besagt: „Jagen ohne Hund ist Schund.“ Das reimt sich nicht nur, sondern trifft es heute auch noch im Kern. Auch ein passionierter Jäger findet in einem fachlich erstklassigen und ansprechenden Buch noch eine spannende Lektüre. So wird aus dem schönen Weimaraner genau das, wofür er geschaffen ist: Der perfekte Jagdbegleiter.

Wie soll der Weimaraner aussehen?

Der Schädel ist beim Rüden breiter als bei der Hündin und hat einen äußerst geringen Stopp. Der Nasenschwamm ist groß, über den Unterkiefer vorstehend, dunkelfleischfarben, nach hinten allmählich in grau übergehend. Der Fang ist lang und besonders beim Rüden kräftig mit kräftigen Kiefern und einem vollständigen Scherengebiss. Die wunderschönen Augen sind bernsteinfarben, dunkel bis hell, im Welpenalter himmelblau und von intelligentem Ausdruck, rund und kaum schräg gestellt. Der Rutenansatz ist etwas tiefer unter der Rückenlinie als bei anderen vergleichbaren Rassen. Die Rute kräftig und gut behaart, in der Ruhe hängend, bei Aufmerksamkeit und bei der Arbeit waagrecht oder auch höher getragen. In Ländern, in denen der Gesetzgeber dieses erlaubt, kann die Rute beim Kurzhaar-Weimaraner für den Jagdgebrauch zweckmäßig gekürzt werden. Die Läufe sind hoch, sehnig, gerade und parallel, aber nicht breit stehend und stehen auf kräftigen, Pfoten. Die Zehen sind eng aneinander liegend und gewölbt, längere Mittelzehen sind rasseeigentümlich und somit nicht fehlerhaft. Die Farbe der Krallen ist hell- bis dunkelgrau, die Ballen sind gut pigmentiert und derb. Die Hinterpfoten sind kräftig, kompakt und ohne Wolfskrallen, sonst wie die Vorderpfoten. Die Kurzhaarvariante besitzt kurzes kräftiges, sehr dichtes, glatt anliegendes Deckhaar, ohne oder mit geringer Unterwolle. Allerdings ist das Deckhaar länger und dichter als bei den meisten vergleichbaren Hunderassen. Die Langhaarvariante des Weimarners hat weiches, langes Deckhaar mit oder ohne Unterwolle, glatt oder leicht wellig, am Behangansatz lang überfallend, an den Behangspitzen ist samtartiges Haar zulässig. Die Haarlänge an den Seiten beträgt 3 bis 5 cm, an der Halsunterseite, der Vorbrust und am Bauch sind die Haare meist etwas länger mit guten Federn und Hosen, jedoch nach unten weniger lang. Die Rute ist versehen mit einer guten Fahne. Die Farbe der Hunde ist Silber-, Reh- oder Mausgrau sowie Übergänge zwischen diesen Farbtönen, Kopf und Behänge meist etwas heller. Weiße Abzeichen sind nur in geringem Maβ an der Brust und an den Zehen zulässig. Gelegentlich findet sich über der Rückenmitte ein mehr oder weniger gut ausgeprägter dunkler „Aalstrich“. Man unterscheidet den selteneren langhaarigen vom kurzhaarigen Schlag. Bei den kurzhaarigen Vertretern wurde und wird heute noch bei jagdlichen geführten Tieren häufig die Rute um ein Drittel oder die Hälfte kupiert. Eine Besonderheit ist das Streifenmuster, mit dem ein Teil der Welpen auf die Welt kommt. Dieses verschwindet aber nach wenigen Tagen wieder. Neben der typischen grauen Fellfarbe ist auch die Farbe der Augen ein unverwechselbares Merkmal. Die runden Augen der Hunde sind im Welpenalter himmelblau und werden dann bernsteinfarben von hell bis dunkel. Der Weimaraner ist ein recht großer und imposanter Hund. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 59 bis 70 cm, Hündinnen 57 bis 65 cm. Das Gewicht bei den Rüden liegt zwischen 30 und 40 kg, das der Hündinnen zwischen 25 und 35 kg.

Gibt es bei der Haltung des Weimaraners etwas zu beachten?

Aber dieser Hund hat so viel mehr zu bieten als nur seine einzigartige Fellfarbe und seine wunderschönen Augen. Er besitzt auch einen faszinierenden Charakter. Weimaraner eignen sich nicht nur als Jagd- und Schutzhunde, sondern auch als Begleit- und Rettungshunde. Ein Weimaraner muss immer mit der nötigen Konsequenz, nie aber mit „harter Hand“ erzogen werden. Wird der Weimaraner nicht jagdlich geführt, ist es klug, seinen natürlichen Jagdinstinkt mit Spielen oder Fährtenarbeit in vernünftige Bahnen zu lenken. Das Fell des Weimaraners erfordert keinen besonderen Aufwand und ist sehr pflegeleicht. Gelegentliches Bürsten genügt.

Braucht der Weimaraner ein spezielles Futter?

Grundsätzlich ist es natürlich so, dass jeder Hund passend und vollwertig ernährt werden muss, wenn er vital und gesund bleiben soll. Speziell für Jagd- und Arbeitshunde konzipiertes Futter sorgt für gesunde Haut und glänzendes Fell und belasten den Stoffwechsel nicht.

Sind spezielle Rassekrankheiten beim Weimaraner bekannt?

Der Weimaraner ist ein sehr robuster Hund, für den tatsächlich keine Erbkrankheiten bekannt sind. Gelegentlich kommt es in einzelnen Fällen zu Hüftgelenksdysplasie oder Epilepsie. Ein verantwortungsvoller Züchter für den Weimaraner wird jedoch solche Tiere von der Zucht ausschließen. Ganz abgesehen davon ist es sicher richtig, seinen Weimaraner-Welpen von einem dieser erfahrenen Züchter zu erwerben. Oft sind diese sogar von einem Rassehunde-Club bewertet und zertifiziert, sodass garantiert ist, dass nur medizinisch exzellent betreute und hervorragend sozialisierte Welpen abgegeben werden. Diese Welpen sind dann vom Zuchtwart abgenommen und gechipt, der Züchter gibt gerne eine schriftliche Pflege- und Fütterungsempfehlung mit. Auch nach der Abgabe wird er dem neuen Weimaraner-Besitzer jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eine Liste dieser kompetenten Züchter finden sie in unserer Datenbank.

TIPP: Welches Spielzeug kann ich meinem Hund gönnen?

Bei Katzenhaltern gehören sie längst zum Standard: Spielzeuge die die Intelligenz des Tieres fordern und fördern. Wie wäre es einmal mit einem Brettspiel, bei dem der Hund Kegel und Schieber bewegen kann, um dann bei richtiger Lösung ein Leckerchen zu kassieren?

Unser Fazit zum wunderschönen Weimaraner

Der Weimaraner ist ein wunderschöner Hund, der für die Jagd geboren ist. In den letzten Jahren hat ihn sein elegantes Äußeres auch interessant für Nichtjäger gemacht. Wird der Weimaraner nicht jagdlich geführt, benötigt er unbedingt eine geeignete Beschäftigung wie Hundsport oder Fährtenarbeit. Grundsätzlich gilt für den Weimaraner: Wenn Sie sich zum Kauf eines Weimaraners entschlossen haben, sollte der Weg zu einem ambitionierten und seriösen Züchter führen. Denn nur dieser kann durch regelmäßige medizinische Kontrollen für einen kerngesunden und charakterlich einwandfreien Welpen garantieren.

Unser spezieller Tipp zum guten Schluss:

Gönnen Sie ihrem Vierbeiner doch einmal eine Kühlmatte für den Sommer! Gerade, wenn Hund und Herrchen vom Hundesport oder einer schweißtreibenden Beschäftigung daheim angekommen sind, leistet eine solche gemütliche Kühlmatte richtig gute Dienste.

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Der Weimaraner ist ein Jagdgebrauchshund, dessen Aussehen seinesgleichen sucht. Wer sich aber unter den jagdlich geführten Hunderassen umsehen möchte, schaut sich am besten unter diesen um:

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